Schleppnetz-Fischen

 

Schleppnetz-Fischen
Die industrielle Zerstörung den Meeresboden

Die Fischerei mit schweren Grundschleppnetzen ist der Untergang für die Artenvielfalt auf dem Meeresboden. Die umstrittene Fangmethode verwandle Meere in Sachen Artenreichtum in eine Wüste. Wissenschaftler des Maritimen Institutes und der Universität von Barcelona haben bewiesen, dass die Schleppnetzfischerei (Grundfischen) vergleichbare Schäden anrichtet wie das rigorose Abholzen der Regenwälder. Ähnlich dem Pflügen eines Ackers wird der Boden mit Metallschienen hochgewirbelt um die Fische aufzuscheuchen. Die schützende Oberschicht und das gesamte Ökosystem werden zerrüttet und zerstört.

Grundschleppen hat noch einen zweiten Nachteil. Der Beifang – also die unerwünschten und nicht verwertbaren Tiere, die tot ins Meer zurück geworfen werden – liegt bei 80 – 90 %(!). Das heißt, dass nur 10 – 20 % der getöteten Tiere verwertet werden. Die anderen sind Abfall. Die Schleppnetztiefen reichen von 100 bis ca 1.500 Meter. Im Jahr 2006 wurde bei den Vereinten Nationen versucht ein Grund – Schleppnetz Verbot zu erwirken. Wie üblich scheiterte es. Hauptgegner war Island.