Grundeigentümer in Niedersachsen können ihr Land neuerdings zur jagdfreien Zone erklären!

 

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GOOD NEWS: Grundeigentümer in Niedersachsen können ihr Land neuerdings zur jagdfreien Zone erklären!

„Das hat der Europäische Gerichtshof entschieden. 47 haben von der Gesetzesänderung schon Gebrauch gemacht und ihr Land ‚befriedet’…Es war eine Kehrtwende, die den Landkreis überzeugt hat: Jan Gerdes aus Butjadingen in der Wesermarsch war früher Landwirt und begeisterter Jäger. Heute betreibt er einen Gnadenhof für alte Kühe und Schweine; Tierhaltung zur Fleischproduktion und die Jagd lehnt er ab – ‚aus ethischen Gründen‘. Der 61-Jährige gehört zu den ersten Grundeigentümern in Niedersachsen, deren Wiesen und Wälder auf Antrag ‚jagdfrei‘ gemacht wurden. ‚Ich habe früher mit angesehen, wie angeschossene Hasen qualvoll zugrunde gingen und betrunkene Schützen noch stolz darauf waren‘, sagt der Veganer. ‚Hier lässt jetzt kein Jäger mehr die Sau raus.‘

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte 2012 entschieden, dass es einem Grundstückseigentümer, der die Jagd aus Gewissensgründen zutiefst ablehnt, nicht zuzumuten ist, Jagd auf seinem Grundstück zu dulden. Seit Ende 2013 gilt deshalb Paragraf 6 a Bundesjagdgesetz: Flächen von Eigentümern, die die Jagd ablehnen und dies überzeugend begründen, sind unter bestimmten Voraussetzungen zu ‚befrieden‘. Jäger dürfen dann nur noch rundherum Wild treiben und töten.

Auch Thomas und Esther Huber vom ostfriesischen Ulmenhof haben mit einem – in ihrem Fall erfolgreich zu Ende gebrachten – Befriedungsantrag einen Jagdpächter in die Schranken gewiesen. ‚Der trampelte einfach unsere Zäune nieder‘, erzählt Thomas Huber, der im Kreis Aurich mit seiner Frau ein Tierheim eröffnet hat. Es gab einen Schlichtungstermin mit der Jägerschaft, doch der betroffene Pächter habe danach eine Katze vom Ulmenhof erschossen und sogar das Ehepaar mit der Waffe bedroht…Ede Rieken im Nachbarkreis Wittmund dagegen wartet noch auf eine Entscheidung der Jagdbehörde. ‚Ich will den Jägern den Spaß am Töten von wehrlosen Tieren verderben‘..Im Dezember habe ein fremder Jäger bei Dunkelheit in seine Wohnzimmerscheibe geschossen, erzählt Rieken: ‚Die Kugel hat mich nur um einen halben Meter verfehlt.'“

Zum Artikel: www.haz.de/…/Grundbesitzer-in-Niedersachsen-koennen-Jagdver… (Bild: Screenshot) ‪#‎jagd‬

Gebt die Info an alle Grundbesitzer_innen weiter! Die im Artikel beschriebenen Verhaltensweisen der Jäger_innen zeigen abermals deutlich, dass das Jagdgewerbe eine Gefahr nicht nur für alle bejagten Tiere sowie etliche Haustiere jedes Jahr ist, sondern auch eine für menschliche Tiere, die nicht unterschätzt werden darf. Denn jedes Jahr werden Dutzende Menschen alleine in Deutschland von (Hobby)Jäger_innen getötet oder verletzt. In den meisten Fällen mit erschreckend wenig juristischen Konsequenzen für die Schützen. So wurden erst kürzlich beim Picknicken im Land Brandenburg ein Mann erschossen und eine Frau schwer verletzt, der Jäger will sie mit Tieren verwechselt haben.

Jagd hat mit Bestandsregulierung, Natur- und Tierschutz nichts zu tun, auch wenn diese Argumente, die längst widerlegt sind, immer wieder gerne von Jäger_innen vorgeschützt werden. Es geht um Macht und Anerkennung, um Trophäen und Profit. Tiere sind KEINE Zielscheiben, völlig gleich ob menschliche oder nichtmenschliche Tiere! Jagd ist und bleibt Mord an Unschuldigen! „Befriedet“ eure Grundstücke!