Erfolg nach Kooperation mit PETA: „China-Delegation“ des Europaparlaments nimmt Tierschutz auf die Agenda

 

Bislang kein nationales Tierschutzgesetz in der Volksrepublik

Stand Juli 2015Brüssel / Stuttgart, 17. Juli 2015 –

Internationaler Einsatz für Tiere: Diesen Sonntag macht sich die „Delegation des Europäischen Parlamentes für die Beziehungen zur Volksrepublik China“ auf den Weg nach Fernost. Die EU-Parlamentarier wollen sich bei Gesprächen vom 20. bis 24. Juli  in Peking und Shenyang für mehr Tierrechte einsetzen. In Zusammenarbeit mit PETA Deutschland e.V gelang es dem Europa-Abgeordneten Stefan B. Eck, das Thema Tierschutz auf die Tagesordnung der Anfang Juli in Brüssel abgehaltenen Sitzung der „China-Delegation“ zu nehmen. Die Abgeordneten reagierten sichtlich erschüttert, als sie durch die Tierrechtsorganisation mit den Fakten der Pelz- und Hundelederproduktion konfrontiert wurden. Jo Leinen (SPD), Präsident der „China-Delegation“, erklärte anschließend, das Thema Tierschutz ab sofort in den Dialog mit den offiziellen chinesischen Ansprechpartnern/innen aufzunehmen. PETA begrüßt diese Entscheidung und betrachtet die Entwicklung als ersten bedeutenden Schritt in Richtung eines in China dringend benötigten nationalen Tierschutzgesetzes.

„Dass das Thema Tierrechte Einzug in die internationalen Beziehungen der EU mit China nimmt, ist ein bahnbrechender Erfolg“, so Dr. Edmund Haferbeck, Manager der Wissenschafts- und Rechtsabteilung bei PETA Deutschland e.V. „Mehr als 7 Milliarden Tiere werden jedes Jahr in China gehalten und geschlachtet; der bereits seit 2011 vorliegende Gesetzesentwurf für ein nationales Tierschutzgesetz muss endlich vom Nationalen Volkskongress verbessert und beschlossen werden, damit Tierquälereien von der Justiz geahndet werden können.“

Während der Diskussion in der Delegation forderte Stefan B. Eck seine Kolleginnen und Kollegen eindringlich auf, die Augen nicht vor dem immensen Tierleid in China zu verschließen und das Thema Tierschutz bei künftigen Gesprächen mit chinesischen Politiker/innen und Wirtschaftsvertreter/innen anzusprechen. Die „China-Delegation“ des Europaparlaments führt Treffen mit chinesischen Regierungsvertretern durch und reist regelmäßig in die Volksrepublik.

Trotz jahrelanger Kampagnenarbeit von PETA und anderen Organisationen hat China kein national gültiges Tierschutzgesetz. Der brutale Umgang mit Kaninchen auf Angora-Farmen oder Hunden in der Lederproduktion wird weder kontrolliert noch bestraft.