Blicke hinter den Vorhang

 

 

„Ist dies schon Wahnsinn, hat es doch Methode“
– William Shakespeare (Hamlet 2. Akt | 2. Szene)

Delphine | Löwen | Robben | Wale
„Schützenswerte Individuen, denen man keinen Schaden zufügen, die man nicht jagen oder töten darf!“
So die einhellige Meinung der meisten Menschen.

1. Die Delphin – Jagd in Taiji, Japan, bei der die weltweit operierenden Marineparks von den gefangenen Delphinen profitieren:
Das Internet tobt!
„Verachtenswert! Besucht keinen Marinepark! Captivity Kills! Artgerecht ist nur die offene See!“

2. Die Löwenjagd in Simbabwe, bei der vor kurzem der Löwe „Cecil“ grausam gejagt und getötet wurde:
Die Menschen steigen wutentbrannt auf die Barrikaden!
„Schützt endlich die majestätischen Tiere vor dem sinnentleerten Hobby reicher Menschen!“

3. Die Robbenjagd in Kanada, bei der 2015 468 000 Tiere zur Jagd „freigegeben“ wurden:
Kopfschütteln und wütende Fäuste!
„Stoppt den Wahnsinn! Seht in die süßen Augen dieser flauschigen Kreaturen! Importiert keine Felle und kein Fleisch!“

4. Der „Grindadráp“ auf den Faröer Inseln, bei dem jedes Jahr mehr als 1000 Meeressäuger sinnlos und ohne Grund getötet werden:
Menschen verlieren vor Wut den Verstand!
„Hinterhältige Barbaren, die noch in der Steinzeit leben!“

5. Die sogenannte „Nutztierhaltung“, bei der weltweit jedes Jahr über 60 MILLIARDEN Tiere den Tod finden:
Die Menschen schauen weg, zucken mit den Schultern!
„Es schmeckt halt!“

Viele einzelne Puzzleteile ergeben ein Ganzes.
Doch bei diesem Puzzle passt ein Teil überhaupt nicht, egal wie man es schiebt, dreht und wendet.
Das Puzzlestück Nummer 5:
Das der Schweine, Rinder, Hühner, Schafe und der vielen anderen empathiefähigen Tiere, für die der Mensch das Wort „Nutztier“ erfunden hat.
Auch diese Tiere haben das Recht zu leben! Doch sie werden täglich millionenfach getötet, weil es „normal“ ist, sie zu verspeisen, obwohl es KEINEN einzigen vernünftigen Grund dafür gibt.

Es ist die im wahrsten Sinne des Wortes fleischgewordene, beschämende Doppelmoral, auf die wir von klein auf konditioniert werden.
Unsere Eltern geben uns Lammkotelett zu essen; Fleisch von einem Kind, das nicht älter als ein Jahr werden durfte; wir trinken der Kuh die Muttermilch weg, die eigentlich für ihr Baby gedacht war; unsere Eltern gehen mit uns zu Mc Donald´s, wo sich das Grauen der Industrie hinter einem „fröhlichen“ Clown versteckt.
Und zu Hause warten Hund und Katze, „Flipper“ und der „König der Löwen“ im TV.
Dann, später im Leben, ernähren wir uns so, wie es uns die Medien, die Werbung und die Nahrungsmittelindustrie vorschreiben und die nun die Funktion der Eltern übernehmen.
Denn wir wollen „dazugehören“, zur „Normalität“:
Fleisch, Milch, Käse, Eier.
Von Selbstbestimmung keine Spur.
Das Ergebnis:
Mit Zähnen und Klauen verteidigen wir die vermeintlich „guten“, „süßen“, „knuddeligen“, „majestätischen“ Tiere, und fahren, ohne mit der Wimper zu zucken, auf der Autobahn an Tiertransportern vorbei, die auf dem Weg zum Schlachthof sind.

Ist das nicht schizophren?

Doch immer mehr Menschen merken, dass das Puzzle erst dann komplett wird, wenn man Mitgefühl mit allen Geschöpfen hat; dass es keinen Unterschied zwischen der Kuh und der Robbe, dem Schwein und dem Wal, dem Huhn und dem Löwen gibt:
Die Achtung und der Respekt, den man gerne für sich selbst proklamiert, wird dann automatisch auch auf alle anderen Lebewesen übertragen; man „verzichtet“ nicht mehr, man lehnt ab, man beteiligt sich weder ideell, noch finanziell am Tod unserer Mitgeschöpfe.

Denn erst das macht eine „Krone der Schöpfung“ aus:
Mitgefühl statt Ignoranz.
Einfühlungsvermögen statt Egoismus.
Weisheit statt Unvernunft.

Nun frage ich dich:
WIE STEHT ES MIT DEINER MORAL?

Hinter jeder Nummer steht ein Jemand!
Ein Jemand mit einer Seele, mit einem Charakter!
Gewerbliche Schlachtungen im 1.Halbjahr 2015:
Schweine: 29 Millionen 337 Tausend 900 (Plus 2,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum)
Rinder: 1 Million 703 Tausend 700 (Plus 1,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum)
Schafe: 483 Tausend 400 (Plus 1,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum)