Ich habe vorgestern jemandem ca. 30 Minuten lang die Vorzüge und die mögliche Einsatz-Vielfalt von Pflanzenmilch erklärt. Die Dame hat sehr interessiert zugehört und wird diese Woche anfangen, alle möglichen Sorten von Hafermilch, Sojamilch, Reismilch, Haselnussmilch, Dinkelmilch oder Mandelmilch auszuprobieren.
Mir ist durchaus klar, dass noch zig Millionen Menschen nicht den Hauch einer Ahnung haben, wie gut, schmackhaft, günstig und gesund man sich vegan ernähren kann. Und ich will auf jeden Fall die nächsten Jahre weiterhin viel Aufklärung leisten. Ich werde Workshops in Firmen, in Vereinen oder in Privathaushalten veranstalten. Denn diese Aufklärung ist unfassbar wichtig. Und sie wird Wirkung zeigen.

Aber……manche Tatsachen sind doch längst klar, oder? ….und wie passen diese ganzen, zugegebenermaßen unbequemen Wahrheiten in ein (angeblich) aufgeklärtes, intelligentes Leben mit Mitgefühl, mit eigenen Kindern, mit eigenen Haustieren?
Wie kann man Sachen wie das absolute Grauen auf Pelzfarmen zugunsten einer völlig dämlichen „Tradition“ wie einem Fellmantel ignorieren? Wie kann man, wissend, auf welch fürchterliche Art diese armen Tiere gequält werden, weiterhin Foie Gras essen? Wie kann man, wissend, dass es ein wenige Monate altes Schäfchen ist, Lammbraten oder Lammkotelett essen? Wir haben alle mal Fleisch gegessen…oder zumindest die meisten von uns.
Aber allerspätestens jetzt wissen wir doch Bescheid.
Wir wissen, dass 98% von allem angebotenen Fleisch aus der Massentierhaltung stammen, egal ob es vom Metzger oder vom Discounter kommt. Und es gibt nichts mehr schuldfrei zu verdrängen, unser Wissen steht uns überall zur Verfügung und wird uns an jeder Ecke förmlich um die Ohren gehauen.
Auf jeder noch so kurzen Autobahnfahrt begegnen uns Tiertransporter mit Schweinen auf ihrer letzten Fahrt. Jeden Tag sterben in Deutschland 160.000 Schweine. Jeden Tag. Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag…..und wieder von vorne. Ich sage es nochmal…wenn diese Schweine Menschen wären, gäbe es innerhalb von kaum mehr als drei Wochen keinen einzigen Berliner mehr. Oder Frankfurt, München und Köln wären innerhalb eines einzigen Monats menschenleer. Wir wissen das. Und doch geht dieser Horror jeden Tag, jede Woche, jeden Monat weiter. Und das, obwohl wir diese Tiere nicht für unsere Ernährung brauchen. Sie werden sinnlos gequält, sinnlos getötet…und sinnlos gegessen. Die Futtermittelproduktion für unsere Fleischgier verursacht Hunger, Not und Umweltzerstörung in den Erzeugerländern. Der massenhafte Antibiotikaeinsatz in der Tierzucht führt zu mulitresistenten Keimen, die für uns alle jederzeit tödlich sein können. Der Verzehr von Fleisch, Wurst, Käse, Milch und Eiern führt mittel- bis langfristig zu den immer weiter um sich greifenden Krankheiten wie Krebs, Schlaganfall, Allergien, Herzanfall, Diabetes….die wir alle fürchten, das ist ja nun auch keine neue Erkenntnis. Unsere Meere sind fast leergefischt, die einzigen Fische, die man überhaupt noch mehr oder wenjger gefahrlos zu sich nehmen könnte, sind kleine Sardinen, da ältere Raubfische wie Thunfische oder Schwertfische im Laufe ihren Lebens so viel Quecksilber und andere Schwermetalle und Giftstoffe aufnehmen, dass man von „Genuss“ in diesem Kontext nicht mehr sprechen sollte. Die Fischfarmen sind ebenso antibiotikaversucht wie die Geflügelzuchtbetriebe.
Der Treibhausgas-Ausstoß der Tierzucht macht mindestens 40% des weltweiten durch Menschen verursachten Aufkommens aus.

Wir zerstören diesen Planeten, nein…..wir ZERFRESSEN diesen Planeten. Wir haben aber nur diese eine Erde.

Und das alles, weil wir entweder nicht wissen oder nicht wissen wollen.

Eigentlich beides lösbare Probleme, oder?

Let´s do it.