„Es ist ein Präzedenzfall, der sich abspielt in der Provinz von Sachsen-Anhalt: Mehr als drei Milliarden Kilogramm Schweinefleisch essen die Deutschen jedes Jahr. Hergestellt wird es zumeist in Tierfabriken, unter Bedingungen, die jeden vernünftigen Menschen erschaudern lassen. Dennoch drücken sich Politiker und Bürger bisher davor, zu entscheiden, ob eine derartige Form der Tierproduktion noch hinnehmbar ist. Übernehmen muss das nun das Oberverwaltungsgericht in Sachsen-Anhalt. Zwar geht es in dem Prozess gegen Straathof vordergründig um Vorwürfe gegen einen Einzelnen. Doch gleichzeitig wird das Geschäftsmodell einer ganzen Branche erstmals grundsätzlich infrage gestellt. Einer Branche, die Tiere produziert wie Schrauben und sich dabei von Gesetzen offenbar ungern stören lässt.“

Tierschutz: Der Fleischmann

Seitdem Züchter Adriaan Straathof mit einem Tierhalteverbot belegt wurde, gilt er als Inbegriff des Bösen. Dabei haben Behörden ihn bis vor Kurzem noch hofiert.