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„Seit zwei Jahrtausenden gibt es Tierversuche. Sie sind nicht nur zumeist schmerzhaft für die Lebewesen, sondern auch in ihrem Nutzen fraglich: Häufig sind die Ergebnisse nicht übertragbar auf den Menschen. Forscher an der TU Berlin tüfteln derzeit an einem Multiorganchip, der in naher Zukunft die Anzahl der Tierversuche reduzieren soll.

Es sind kaum seriöse Vorhersagen möglich, wie sich am Tier getestete Stoffe tatsächlich auf den menschlichen Organismus auswirken…92 Prozent aller Medikamente, die an Tieren getestet wurden, scheitern in der klinischen Phase. Das heißt: Obwohl sie bei den Tieren die erwünschte Wirkung zeigten, erwiesen sich die Arzneimittel im Versuch am Menschen als fehlerhaft oder risikoträchtig.

Eine viel versprechende Lösung: Ein Multiorganchip, der den menschlichen Organismus darstellen soll. Der Chip ist etwas kleiner als ein Smartphone und könnte bald, so das Ziel der Forscher, bis zu 80 Prozent der Tierversuche ersetzen…Auf dem Chip sind in Bioreaktoren winzige lebende Organe untergebracht, die zum Beispiel aus menschlichen Zellen von Spendern gewonnen wurden…’Zwei- oder Vierorganchips sind in der Lage, Tierversuche zu reduzieren‘, erklärt Reyk Horland, ‚mit einem Zehnorganchip könnten sie fast vollständig ersetzt werden.‘

Dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zufolge wurden 2013 an fast drei Millionen Wirbeltieren Versuche zu wissenschaftlichen Zwecken durchgeführt. Der Multiorganchip könnte bald das Leiden von unzähligen Tieren stoppen.“

Zum Artikel: www.spektrum.de/news/organ-chips-sollen-tierversuche-ersetzen/1358555 (Bild: Screenshot) #tierversuche

Mögen die Forschungsergebnisse schnell Früchte tragen! Denn Tierversuche sind unnötig, ungenau und herzlos! www.animalsunited.de/forschung