40 Jahre „Herbal Essences“

 

*Es ist die Hölle für Tiere, und das nur für ein blödes Shampoo*

40 Jahre „Herbal Essences“
… oder auch: Hol dir den Cruelty-Look

Hobbes, der Kater, war sein Leben lang ein treuer Mitarbeiter im Labor, in dem die Inhaltsstoffe für „Herbal Essences“ getestet wurden. Sein rechtes Auge hat er in einem früheren Versuch durch einen Inhaltsstoff, der ihm ins Auge getröpfelt wurde, verloren.
Hobbes hat alles geduldig über sich ergehen lassen – denn er hat schon sehr früh gelernt, dass der Mensch sehr viel stärker ist als er und ihm dieser noch mehr Schmerzen zufügt, wenn er sich wehrt. Und auch seine Schreie erweichten die Herzen der Labormitarbeiter nicht.
Vielleicht lebte ja noch etwas wie Hoffnung in Hobbes‘ Herz, dass am Ende doch noch alles gut werden würde!
Doch er wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass der letzte Test seines (kurzen) Lebens bereits auf ihn wartete: er würde die Inhaltsstoffe von „Herbal Essences“ auch schlucken müssen, um die Nachwirkungen auf die Organe testen zu können. Und dies wiederum bedeutete, dass er kurz darauf von den Labormitarbeitern getötet werden würde, damit diese dann die Organe untersuchen können.

Doch mit Hobbes‘ Tod noch nicht genug: „Herbal Essences“ hatte da eine Idee für eine weitere Versuchsreihe – denn Vorsicht ist ja bekanntlich die Mutter der Porzellankiste!

Also wurden 94 schwangere Ratten in Drahtkäfigen untergebracht – natürlich in Einzelhaft.
Jeden Tag, für insgesamt zwei Wochen, wurde ihnen verschiedene Dosen der zu testenden Chemikalie durch eine Magensonde direkt in den ihren Magen gepumpt.
Einige der Tiere erlitten Vergiftungen, da ihnen Dosen der Chemikalie verabreicht wurden die hunderte Mal höher war, als es von Menschen jemals konsumiert werden könnte.

Kurz bevor die Ratten ihre Babys zur Welt bringen sollten, erlitten die schwangeren Tiere einen schmerzhaften und furchterregenden Tod in einer Kohlendioxyd-Gaskammer. Unglaublicherweise überlebten mehr als eintausend Baby-Tiere, um dann von den leblosen Körpern ihrer Mütter abgeschnitten und getötet zu werden.

Das Paradoxe an diesen ganzen Versuchsstudien war, dass die fragliche Chemikalie – Butylparaben – bereits in der Vergangenheit etliche Male getestet und als „sicher für den Menschen“ eingestuft worden war.

Glückwunsch, „Herbal Essences“ – zu 40 Jahren Grausamkeit und Herzlosigkeit, wie wir sie uns nicht einmal in unseren schlimmsten Albträumen jemals hätten ausmalen können!