Wenn Sadismus das Leben bestimmt – Der Faktor „Kranke Psyche“ in der Jagd

 

Nach außen hin wird die Öffentlichkeit mit den Märchen von Hege und Pflege, leidensfreiem Blattschuss und Jagdhornromantik getäuscht. Hinter der biederen Lodenfassade versteckt sich jedoch eine perverse Welt aus Sadismus und morbiden Trieben. Dass sich nichts daran ändert, könnte daran liegen, dass in der Politik zu viele ähnlich Veranlagte ihre schützende Hand darüber halten. Die Vermutung erhärtet sich umso mehr, als es rund um den Globus unzählige Foto- und Videobeweise der abartigen Vorgänge in der Jagdszene gibt

Der Mann auf dem Foto packt den lebenden, wehrlosen Fuchs, und hetzt seinen Hund auf ihn. Der Hund wird immer wilder und blutrünstiger, verbeißt sich im Fuchs, und reißt ihm das Fleisch von den Knochen. Ob mit Fuchs oder angeschossenen Wildschweinen, das ist vielfach praktiziertes Jagdverhalten. Wer das bestreitet, lügt.

Was wir hier sehen, ist reiner, kranker Sadismus. Für solch ein Handeln gibt es keine Entschuldigung. Der Wald wird zur Folterkammer, der Jagdschein zum Freibrief für die Befriedigung perverser Veranlagungen. Das Tückische daran ist, dass sich viele der Psychopathen ihrer perversen Veranlagung gar nicht bewusst sind. Das ist u.a. auch der Grund, warum solche Typen oft völlig selbstsicher auftreten und ihre Jagdpfründe öffentlich verteidigen.

Unter dem Deckmantel Jagd treibt eine extrem morbide Klientel ihre kranken Spielchen. Wo auch sonst sollten sie ihren Trieben leichter nachgeben können. Nicht nur das Töten ist der Fetisch, sondern auch das Quälen, das möglichst jämmerliche, langsame Sterben der Tiere. Es ist übrigens völlig offensichtlich, was sich hinter der Jagd versteckt. Begriffe wie Jagdfieber oder Jagdtrieb definieren völlig offen, dass der Jagd eine nicht kontrollierbare, pathologische Veranlagung zugrunde liegt. Sogar Jäger bedienen sich dieser Termini als Begründung für ihr Handeln. Sich öffentlich und ungestraft zu einer Sucht zu bekennen wird vom Kreis der Süchtigen gerne als Legitimation ihres Handelns interpretiert. Und ausgerechnet solche Menschen bekommen einen Jagdschein und die Berechtigung zum Tragen von Schusswaffen.

Einer der bekanntesten Psychopathen des vergangenen Jahrhunderts war Literaturnobelpreisträger Ernest Hemingway. Er war Alkoholiker, Stierkampffan, besessener Großwildjäger, und endete in seiner irrealen Blutwelt schließlich durch Selbstmord. Hemingway drückte das aus, was vermutlich in vielen kranken Köpfen der Trophäenjagd steckt: „Keine Jagd ist so wie die Jagd auf Menschen. Und die, die lange genug Menschen gejagt haben, die Spaß daran hatten, interessieren sich nie wieder für etwas anderes.”

Übrigens auch organisierte Menschenjagd gab es schon. Wer weiß, vielleicht gibt es sie auch heute noch. Schließlich scheuen Jäger auch nicht zurück, auf unsere nächsten Verwandten – die Affen – Jagd zu machen. In den 1980er Jahren wurde im südamerikanischen Regenwald die Jagd auf Indios angeboten. Während des Jugoslawienkrieges konnte man gegen Gebühr von umliegenden Hügeln in belagerte Städte schießen. Es gibt nichts, das zu pervers wäre, um nicht Interesse und Kunden zu finden.