SPANIENS REGIERUNG WILL STIERKAMPF ALS WELTKULTURERBE

 

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Trotz der weltweiten Kritik und dem schwindenden Interesse der Bevölkerung an dem blutigen Spektakel will sich Spaniens Regierung dafür einsetzen, dass der Stierkampf von der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation – besser bekannt als UNESCO – zum Weltkulturerbe ernannt wird. Auf dem I. Internationalen Kongress für Stierkampfkunst debattierten Politiker, Unternehmer, Stierzüchter und Stierkämpfer unter anderem darüber, wie man junge Spanier wieder für den Stierkampf begeistern könne. Die Redner forderten sogar den Stierkampf als Schulfach einzuführen. „So kann man dem großen Problem des Generationenwechsels begegnen“, äußerte sich ein Universitätsprofessor.

72 PROZENT DER SPANIER ZEIGEN KEIN INTERESSE AM STIERKAMPF

Das grausame und sadistische Zu-Tode-Quälen von fühlenden Lebewesen hat im 21. Jahrhundert nichts mehr zu suchen – auch nicht unter dem Deckmantel der Tradition. Verständlicherweise finden die meisten Spanier keinen Gefallen an diesem barbarischen Spektakel: Eine Umfrage ergab, dass weniger als ein Drittel der Bevölkerung diese Art der Unterhaltung unterstützt. Städte finden mittlerweile innovative neue Möglichkeiten, traditionelle Feste zu feiern, ohne dabei Tieren zu schaden. So hat die Gemeinde Mataelpino in Zentralspanien beispielsweise das „Rennen der Bälle” als humane Alternative zum schrecklichen „Stierrennen” eingeführt. In Spanien ist der Stierkampf bereits in 100 Städten untersagt.