Polizei schliesst Zirkus in Italien

 

20 Minuten – Fake-Pandas – Polizei schliesst Zirkus in Italien – News

Ein Zirkus-Besitzer hat zwei kleine Hundewelpen schwarz/weiss angemalt. Den Besuchern gab er an, dass es sich bei den Tieren um Pandas handelt. Die Polizei hat den Schwindel aufgedeckt.

Tierbabys sind als Besuchermagnet bekannt – je exotischer, desto besser. Dies hat sich wohl auch ein Zirkus-Direktor in Italien gedacht. Besucher konnten sich dort gegen Geld mit kleinen «Pandas» ablichten lassen.

Doch die flauschigen Tierchen waren in Wahrheit gar keine Pandas, sondern Chow-Chow-Welpen. Zirkusmitarbeiter hatten die kleinen Hündchen als Pandas getarnt, indem sie sie schwarz/weiss einfärbten, berichten italienische Medien. Die Kinder haben den Fehler möglicherweise nicht bemerkt, die Polizei schon.

Hunde sind in guter Verfassung

Die Beamten schlossen den Zirkus, der gerade in Brescia in der Nähe des Gardasees gastierte. Ermittlungen gegen den Direktor sind am Laufen. Es stellte heraus, dass die Chow-Chows mit illegalen Papieren aus Ungarn importiert wurden. Auf ihren gefälschten Pässen war ein Alter von etwa sechs Monaten angegeben – in Wirklichkeit dürften sie aber um einiges jünger gewesen sein.

Den Hunden gehe es gut. Nur die Augen seien etwas gerötet gewesen – wo möglich von den Fotoblitzen, sagt ein Behördensprecher. Dennoch laufen Tierschützer Sturm. «Wir glauben, es ist unakzeptabel, Tiere zu Unterhaltungs- und Profitzwecken lächerlich zu machen», sagt Fabrizio Catelli zu «Il Giorno».

 

Zirkusunternehmer – anstatt Innovation und Zukunftssicherheit zu schaffen ohne Tiere werden jetzt schon „Haustiere“ wie ChowChows als Pandas ausgegeben…

Ggf. sollte man doch darüber nachdenken, wenn das Talent zu eigener zirzensischer Glanzleistung fehlt, und/oder das Geld um externe Profi-Artisten zu engagieren, sich nach einem Beruf umzusehen, den man realistisch mit eigenen intellektuellen, physischen und finanziellen Möglichkeiten so ausüben kann, daß weder Tiere leiden, noch jährlich gebettelt werden muss, noch das Ganze zur Mittleidsnummer generell verkommt…

Die Demonstranten stehen da nicht weil sie im Regen so gerne Schilder hochhalten, sondern: Weil sie recht haben.

Und das Schliessen dieses Unternehmens könnte der Anfang davon sein, was sich viele Tierfreunde wünschen: Daß die Veterinärämter nicht Drehtürspielchen spielen, rein-raus-weiter sondern konsequent dafür sorgen, daß bei Tierquälerei und Betrug das Chapiteau dicht gemacht wird. Permanent. Zum Wohle der Tiere, aber auch zum Wohle der heranwachsenden Generation Zirkusmenschen, die damit frühzeitig noch eine Chance darauf erhalten, sich ein Leben ausserhalb der überholten Schaustellerwelten ihrer Eltern und Grosseltern zu erlernen, zu erarbeiten und geniessen zu können…

Aktionsbündnis – Tiere gehören nicht zum Circus leistet mit minimaler Besetzung Aufklärungsarbeit, lesen und liken ist Unterstützung dafür, die nur einen Mausklick lang dauert. Mitdemonstrieren wann immer möglich, ja, das wäre super!