Happy-End für Streuner-Hund Arthur

 

 

Die Hundstage sind vorbei und das feierten Arthur und sein Retter Mikael traditionell schwedisch: mit Köttbullar.

Die Fleischbällchen läuteten das Happy-End der herzerwärmenden Freundschaft zwischen dem Extremsportler Mikael Lindnord (38) aus Schweden und dem Straßenhund Arthur aus Ecuador ein.

Nach viermonatiger Quarantäne durfte die Promenadenmischung am Freitag endlich zu seinem neuen Herrchen ziehen, 10 000 Kilometer weit von seiner Heimat entfernt.

Und so begann die Liebe zwischen Hund und Mensch:

Im November 2014 reist Mikael mit seinem vierköpfigen Team „Peak Performance“ zu einem Extremsport-Event nach Ecuador. Sie wollen dort für die anstehende Weltmeisterschaft trainieren: 700 Kilometer Laufen, Radeln und Kajak fahren durch unwegsame Pisten und Schlamm.

Während einer kurzen Rast hat Mikael eine tierische Begegnung: Ein ausgemergelter Straßenhund steht plötzlich vor dem Sportler. Mikael teilt seinen Proviant mit dem Tier. Und gewinnt einen Freund fürs Leben.

Trotz tiefer Wunden am ganzen Körper, übersät mit Parasiten, weicht der struppige Kerl nicht mehr von Mikaels Seite. Er robbt mit ihm durch den Schlamm, hechelt an seiner Seite Berge hoch.

Als es schließlich im Kajak übers Wasser gehen soll, raten Mikaels Freunde, das Tier zurückzulassen. Zu gefährlich sei es, ihn mit ins Boot zu holen.

Doch Mikael bringt es nicht übers Herz, Arthur, wie er den kleinen Kämpfer mittlerweile wegen seines eisernen Willens nach dem berühmten Britannenkönig genannt hat, zurückzulassen.

Am Ende will Mikael Arthur gar nicht mehr loslassen. Er beschließt, den Streuner mit nach Schweden zu nehmen. Nach vielen überwundenen bürokratischen Hürden und viermonatiger Quarantäne sind die beiden nun in Schweden vereint.

Mikael zu BILD am SONNTAG: Ich hatte noch nie einen Hund, jetzt habe ich einen Freund gewonnen. Ich konnte nicht anders. Er hat mich ausgewählt, dass ich mit ihm leben darf.“

Die ersten Schritte in der neuen Freiheit, die Arthur in einem großen Haus am Waldrand mit Mikael, seiner Frau Helena (36) und der Tochter Phillippa (2) genießen wird, waren „überwältigend“, so Mikael. „Er ist vor Freude an mir hochgesprungen. Es ist ein großer Tag für uns.“

Und auch wenn die lange Quarantäne hart für Hund und Herrchen waren, konnte sich Mikael gut auf Arthur vorbereiten.