Bundesrat spricht sich abermals für Pelztierhaltungsverbot aus! Jetzt muss die Bundesregierung nachziehen und endlich handeln!

 

Am gestrigen Freitag sprach sich der Bundesrat abermals dafür aus, ein Verbot der Haltung und der Tötung von sogenannten Pelztieren ins Deutsche Tierschutzgesetz aufnehmen zu lassen. Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz hatten einen Gesetzesentwurf eingebracht. Tierrechtler_innen und Tierschützer_innen deutschlandweit fordern nun den Bundestag zum wiederholten Male eindringlich auf, endlich eine Änderung des Tierschutzgesetzes zu erwirken. Bereits bei der letzten Novelle dessen hatte sich der Bundesrat gegen die Pelztierhaltung und für ein Verbot dieser stark gemacht, die Bundesregierung ignorierte jedoch das Bestreben. Es liegt also nun abermals am Bundestag, einem Pelzfarmverbot zuzustimmen.

Tiere ihres Felles wegen brutal zu töten, erfüllt nicht den in §1 des Tierschutzgesetzes geforderten „vernünftigen Grund“, auch wenn dieser für einen Mord an einem Lebewesen für uns eh unter keinen Umständen gegeben ist. Es gibt nach wie vor keine Kennzeichnungspflicht für Echtpelzprodukte und wir haben noch 8 Nerzfarmen mitten in Deutschland, auf denen Nerze qualvolle Existenzen fristen müssen, bevor sie brutal getötet werden. Der Profit ist das Einzige, das zählt. Die Tiere haben keine für sie so wichtigen Rückzugs- und Bademöglichkeiten und müssen ihr Dasein in engen Gitterboxen oder Verschlägen fristen. Viele drehen durch, verletzen und verstümmeln sich selbst oder andere, nicht wenige sterben qualvoll schon vor der Häutung.

Es ist allerhöchste Zeit, dass Deutschland endlich interveniert und den vielen Lädern folgt, die Pelztierhaltung bereits verboten haben. Darunter Österreich, Grobritannien und Kroatien! Ebenso muss ein Importverbot erwirkt werden. Fordert die Bundesregierung auf, der Entscheidung des Bundesrats zu folgen und sich schnellstmöglich für ein Pelzfarmverbot auszusprechen, jeder Tag zählt: www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Service/Kontakt/kontaktform_node.html