Allianz gegen Zoophilie

 

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…Informationsseite zum Thema Zoophilie sowie deren Positionierung in der Gesellschaft.

AgZ setzt sich für eine Anpassung des Tierschutzrechts ein.

 

Sex mit Tieren – auch bei uns!

BAYER. UNTERMAIN. „Während meine Freundin zuhause auf der Couch saß, hatte ich auf einer Wiese Sex mit einem Schaf, einer Ziege oder einem Pferd!“ Die Aussagen von Peter aus Aschaffenburg* schockieren. Peter war jahrelang ein sogenannter Zoophiler, das heißt: Er stand auf Sex mit Tieren. Erst vergangene Woche machte ein Fall aus Groß-Umstadt Schlagzeilen, als ein Mann Geschlechtsverkehr mit einer Ziege hatte und so die Bevölkerung in Aufruhr versetzten. Was denken sich diese Menschen dabei, wie ticken sie? PrimaSonntag hat gemeinsam mit Peter und einigen Experten versucht, Licht ins Dunkel zu bringen.
„„Ich wusste zwar, dass viele Leute das als ekelhaft empfanden, für mich war es aber eigentlich ganz normal“, erklärt Peter. Der heute 39-Jährige fing schon in seiner Kindheit und Jugend an, Gefühle für Tiere zu entwickeln: „Damals war es unser Familienhund. Ich hatte nicht viele Freunde und der Hund war dann wie mein bester Freund. Ich habe mich zu ihm hingezogen gefühlt, Sex hatte ich allerdings nie.“

Erstes Mal mit 17
Diese sexuellen Gefühle kamen dann erst im Laufe der Zeit. „Ich fand Tiere anregend. Nicht alle und auch keine bestimmte Tierart. Mit 17 war es soweit: Ich das erste Mal Sex mit einem Tier – es war die Hündin einer bekannten Familie, auf die ich aufgepasst hatte.“ In der Zeit danach lebte er seinen Trieb immer weiter aus – bis zu vier Mal die Woche. „Ich war wirklich süchtig danach. Es war einfach ein geiles Gefühl für mich. Meinen Mitmenschen hatte ich davon nichts erzählt, die meisten sahen das als krank an.“ Zu dieser Zeit hatte Peter sogar Freundinnen: „Die saßen dann oft zuhause auf der Couch, während ich auf einer Wiese war und dort Sex hatte.“ Über die Konsequenzen machte er sich damals noch keine Gedanken: „Ich habe es eigentlich immer getan, wenn es dunkel war und man nicht gesehen werden konnte. So fühlte ich mich sicher – außerdem hat mir der Nervenkitzel dann noch mehr gegeben.“
Sodomie nur Ordnungswidrigkeit
Ende vergangenen Jahres flog alles auf. „Ich wurde von einem Spaziergänger gesehen, der die Polizei rief.“ Am Ende stand für Peter eine Geldsumme von mehreren tausend Euro als Strafe – und eine Therapie: „Alleine hätte ich sie wohl nicht gemacht. Allerdings haben mich die Ärzte und meine Freunde dazu ermutigt. Heute bin ich sehr froh, dass ich die Entscheidung getroffen habe und schäme mich in gewisser Art und Weise auch für mein Handeln damals.“ Was viele nicht wissen: Die Sodomie ist in Deutschland erst seit 2013 verboten. Dabei handelt es sich „nur“ eine Ordnungswidrigkeit und kann so nur mit Geldstrafen bestraft werden – die können allerdings bis 25.000 Euro hoch sein.

Viele Zoophile auch bei uns!
Die Frage jetzt: Ist Peter ein Einzelfall oder gibt es noch mehr Menschen bei uns in der Region, die zoophil sind? Polizeihauptkommissar Michael Zimmer auf: „Es gibt das Phänomen auf jeden Fall und es gibt auch immer mal wieder Anzeigen bei der Polizei. Das Problem ist, dass so etwas meist alleine passiert, das heißt, es gibt in den allerseltensten Fällen Zeugen. Daher gehen wir auch davon aus, dass die Dunkelziffer deutlich höher ist als die offiziell bekannten Fälle.“ Allerdings gibt es auch immer wieder andere Fälle von Sodomie bei der Polizei: „Im Zuge anderer Ermittlungen passiert es immer mal wieder, dass man zum Beispiel Filme und Bilder von sodomitischen Handlungen findet. Wenn diese dann verbreitet werden, drohen dem Täter bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe.“
Experten klären auf
Schwer vorzustellen, was in den Köpfen der Täter vorgeht, warum sie einen Menschen gegen ein Tier austauschen. „Bei zoophilen Menschen kann man allgemein zwei Gruppen unterscheiden. Zum einen Menschen, die Schwierigkeiten haben, einen Sexpartner zu finden. Sie suchen sich dann andere Lebewesen, an denen sie ihre Sexualität ausleben können, quasi aus dem Notfall heraus“, erklärt Sexualtherapeutin Beata Rothenbücher aus Großostheim. Andere Menschen handeln dagegen oft aus emotionalen Beziehungen zu den Tieren: „Diese Beziehungen entstehen oft aus Zufall, beispielsweise wird beim Beschnuppern des Hundes ein Erregungsreflex ausgelöst. Die Erregung fühlt sich dann gut an und die Leute möchten das wiederholen. Die Menschen entwickeln Emotionen zu dem Tier und denken, dass es ihm auch gefällt. Die Tiere handeln aber meist nur durch Abhängigkeit.“

Zoophiler verteidigt seine Neigung!
Dass diese emotionale Bindung zwischen Menschen und Tieren entstehen können, ist sich auch Michael Kiok vom „Zeta-Verein“ aus Berlin sicher. Er kämpft mit seinem Verein für die Rechte von zoophilen Menschen. „Wir sind einfach in die Tiere verliebt und achten auf die Gefühle der Tiere, die ebenfalls zu nichts gezwungen werden. Wir möchten mit den Tieren zusammenleben wie mit Menschen und führen hier ganz normale Beziehungen. Hier gehört es auch dazu, dass man etwas abweist oder auch einmal abgewiesen wird. Diesen Wunsch der Tiere befolgen wir natürlich, denn wir wollen, dass es den Tieren gut geht.“
„Zoophilie muss härter bestraft werden“
Das alles sieht Dr. Edmund Haferbeck von der Tierrechtsorganisation PETA ganz anders – und spricht wohl den meisten Menschen aus der Seele: „Für PETA steht außer Frage, dass Zoophilie bzw. Sodomie Tierquälerei ist. Wir finden die Strafen noch immer viel zu gering. Sodomie bzw. Zoophilie sollte auf jeden Fall Straftatbestand werden. So wie es jetzt ist, ist es nichts anderes als Falschparken! Dafür werden wir auch in Zukunft kämpfen und uns dafür einsetzen.“ Auch Haferbeck schätzt, dass die Dunkelziffer der Zoophilen in Deutschland um ein Vielfaches höher ist als die offiziellen Fälle: „Ich war für einige Zeit undercover in einem Chat-Netzwerk. Hier gab es eine unglaubliche Vielzahl solcher Anfragen. Ich gehe von bis zu 15.000 Sodomisten in Deutschland aus!“ Die hatten bis Anfang des Jahres noch die Möglichkeit, in andere Staaten zu reisen, um ihrer Lust nachzugehen: „In Dänemark war die Zoophilie bis letztes Jahr noch erlaubt. Und wir kämpfen dafür, dass sie auch in Deutschland härter bestraft wird!“ Dieser Kampf dürfte wohl von einer Vielzahl der Deutschen unterstützt werden.

*Name und Wohnort von der Redaktion geändert.