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„Antibiotika-resistente Keime fordern weltweit immer mehr Todesopfer, allein in Europa sterben jährlich 25.000 Menschen. Die post-antibiotische Ära droht, doch Politik und Pharmakonzerne zögern…Die Zahlen sind dramatisch: Weltweit sterben 700.000 Menschen pro Jahr an Infektionen durch sogenannte multiresistente Keime. Gemeint sind Erreger, denen die gängigen Antibiotika nichts anhaben können.

Ohne wirksame Gegenmaßnahmen könnte sich die Zahl der Todesopfer rund um den Globus bis 2050 auf zehn Millionen im Jahr erhöhen, rechnete die Berliner Charité in einer aufsehenerregenden Studie vergangene Woche vor. Nach dieser Hochrechnung würden künftig mehr Menschen an den Superkeimen sterben als derzeit jährlich an Krebs und Diabetes zusammen…Doch nicht nur der großzügige Umgang mit den Antibiotika in der Humanmedizin ist problematisch. Noch gravierender ist der massenhafte Einsatz in der Tierhaltung. Ausgerechnet jene Wirkstoffe, die die Menschen vor dem Schlimmsten bewahren sollen, werden in der Masthaltung tonnenweise an Kühe, Schweine, Hühner verfüttert. Das soll zum einen die Infektionsraten in den Ställen gering halten, wo die Tiere auf engstem Raum leben, und zum anderen die Mast fördern – und damit billige Fleischpreise garantieren.

Dabei, so schimpfen Ärztevertreter, würde in der konventionellen Tiermast im Vergleich zur Humanmedizin fast die doppelte Menge an Antibiotika verabreicht. Offiziellen Schätzungen zufolge sind es jährlich 1450 Tonnen in der Tiermast – und 700 bis 800 Tonnen in der Humanmedizin. Zwar wird auf EU-Ebene momentan an einem neuen Tierarzneimittelgesetz gearbeitet. Doch ein Verbot für den großflächigen Einsatz der Bakterienkiller in der Tiermast oder wenigstens ein Gesetz, das die Verwendung von Reserveantibiotika unterbindet, wird es allem Anschein nach auch diesmal nicht geben.“

Zum Artikel: www.welt.de/wirtschaft/article142110146/Antibiotika-Resistenz-die-Superseuche-der-Zukunft.html (Bild: Screenshot) #antibiotika #pharma #tiermast #medizin

Und die Pharmahersteller_innen wollen nicht wirklich Geld und Zeit in die Entwicklung von Antibiotika investieren, denn der Ertrag ist zu gering und unsicher im Vergleich zu allerlei Pseudo-Pillen, die sie dem Durchschnittsmenschen meist ohne wirklichen Mehrwert für diesen teuer andrehen können. Ein Skandal, der uns in der Zeit zurückwerfen wird…und was macht der Mensch? Tiere unter widerlichsten Bedingungen zusammenpferchen, sie dann mit Antibiotika vollpumpen, damit nichts Schlimmes keimt und dann den Menschen, die das Fleisch, die Eier und die Milch verzehren in großen Mengen, allerlei Medikamente andrehen, weil sie dadurch krank werden. Ein double-win für die Pharmaindustrie! Steigt aus aus dem Teufelskreis! Wählt pflanzliche Optionen! Für euch, die Tiere und die Natur!