Vegan werden, aber wie? In 7 Schritten zum Veganer!

 

http://www.viva-vegan.info/service/vegan-werden-aber-wie/

 

Die wenigsten Menschen essen Fleisch, Eier und Käse, weil sie finden, dass die Tiere es verdient haben, gemartert und umgebracht zu werden. Es sind Geschmack, Gewohnheit und vermeintlicher Gruppendruck, der sie dazu bringt, gegen ihr Gewissen anzuessen. Diese Kräfte nehmen uns unsere innere Freiheit, das zu tun, was wir wirklich wollen.
Die Herausforderung einer veganen Ernährung ist die Umstellung, nicht das vegane Leben an sich. Denn nie war es einfacher, vegan zu leben als heute. Und das berichten beinahe alle, die es bereits getan haben: die Belohnung folgt auf dem Fuße. Denn vegan bedeutet Win-Win. Das heißt, du wirst Dich schnell fitter, gesünder und einfach besser fühlen.

 

Wer willig ist, für den haben wir hier einen Wegweiser nach Vegan World. Wir zeigen Dir, dass es ganz einfach geht und vor allem: wie es einfach geht.

Wir haben für Dich hier einen 7 Punkte-Plan erstellt, Deinen Geschmack auf wirklich gutes Essen umzupolen, von schlechten Gewohnheiten Abstand zu nehmen und sich vom Gruppendruck frei und unabhängig zu machen.

 

Dabei ist jede Veränderung zu einem veganeren Leben ein Gewinn für die Tiere, die Natur und auch für Dich selbst. Es geht hier nicht um einen Wettbewerb um den Heiligenschein. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen und Haltung zu zeigen.

Das folgende Video wird Dich inspirieren.

 

Die erste Herausforderung

Orientiere Dich! Entdecke die veganen Einkaufswelten in Deiner Umgebung:

  • Wo ist der nächste gutsortierte Biomarkt?
  • Was bietet Dein Supermarkt? Viele von diesen – aber nicht alle –  führen nämlich Pflanzenmilch, Kochsahne, Soja-Joghurt und vegane Convenience-Produkte: Seitan-Gyros, Grillwürstel, Hacksteaks und andere Spezialitäten, manche auch veganen Schnittkäse.
  • Stöbere im Angebot des veganen Versandhandels.
  • Sehr wichtig: ein richtig guter Gemüse- und Obsthänder. Frisches Obst und Gemüse in seiner ganzen Vielfalt sind die Basis einer guten veganen Küche.
  • Frage bei Deinem Lieblingsimbiß oder beim Pizzaboten nach dem veganen Angot. Das machst Du für den Fall der Fälle, wenn der Hunger groß und die Zeit knapp ist oder ein Essen völlig mißlungen.

Lerne die veganen Möglichkeiten kennen. Das macht Lust auf mehr.


Die zweite Herausforderung

Kaufe Kochbücher, sammle Rezepte

Nun geht es darum, neue vegane Gerichte zu entdecken und auszuprobieren.

  • In Buchhandlungen findest Du eine gute Auswahl verschiedener veganer Kochbücher.
  • Lass Dich aber auch durch vegetarische und internationale Kochbücher inspirieren, hier findet sich nämlich viel Veganes und Veganisierbares. Insbesondere die Mittelmeerküche, aber auch die indische, die orientalische und die asiatische Küche sind sehr inspirierend, was die geschmackvolle und raffinierte Zubereitung von Gemüse betrifft.
  • Natürlich ist auch das Internet eine Fundgrube an veganen Rezepten. Auf auf VIVA VEGAN findest Du leckere Gerichte.

Dein Ziel: jeweils 7 inspirierende vegane Rezepte für die Hauptmahlzeit und die 2. Mahlzeit des Tages zu sammeln, die du nun alle nachkochen wirst.


Die dritte Herausforderung

Nun geht es zum praktischen Teil. Hier lernst Du, Fleisch, Milch, Milchprodukte und Eier zu ersetzen. Damit kannst du auch gewohnte und geliebte Gerichte veganisieren: Kuchen ohne Eier, Spaghetti Bolognese ohne Hackfleisch, Fischstäbchen ohne Fische, der Lieblingsgrießbrei. Probiere es aus, vieles klappt sich auf Anhieb, bei manchen muss man probieren und optimieren. So kannst Du alte Lieblingsrezepte in die veganen Zeiten „retten“. Entdecke die Möglichkeiten!

Fleisch ersetzen

Hier lernst Du, was es für Möglichkeiten gibt, klassische Fleischgericht durch vegane Eiweißprodukte zu ersetzen.

Brot ohne Wurst

 Hier kannst Du nachlesen, welche Möglichkeiten gibt, die Wurst auf dem Brot und den Speck in der Suppe auszutauschen.

Milch ersetzen

 Hier erfährst Du, wie Du Milch und Milchprodukte durch pflanzliche Produkte ersetzen kannst und wo du vegane Eiskrem bekommst.

Eier ersetzen

 Hier kannst du erfahren, wie man Eier im Kuchen ersetzen kannst und wie man vegane Mayonaise und veganes Rührei zaubert.


Die 4. Herausforderung

Ein veganes Frühstück für Dich:

Nun wird es praktisch. Deine 4. Herausforderung besteht nun darin, das vegane Frühstück für einen guten Tag in den Tag zu gestalten. magst Du es kontinental? Süß oder herzhaft. Kräftig oder leicht? Hier findest Du viele Ideen und Anregungen. Probier es aus und finde Deinen veganen Weg.


Die 5. Herausforderung

Ab an den Herd:

Nun geht es endlich richtig los. Probiere die auf Kochbüchern und Rezeptebloggs gesammelten inspirierende Rezepte aus. Natürlich ist man gut beraten, wenn bei der Auswahl der Rezepte auch darauf achtet, solche mit Hauptzutaten zu verwenden, die man besonders gern mag.

Dein Ziel ist nun, ein gutes Sortiment von Lieblingsrezepten zu entdecken, die nach „immer wieder mal“ schmecken und die du nach drei- oder viermaligem Kochen auswendig und schnell zubereiten kannst. Denn wer hat schon die Zeit und die Muße, nach der Arbeit noch lang herumzutun?


Die 6. Herausforderung

Vegan unterwegs:

Zuhause vegan zu leben ist gar nicht schwer. Eine größere Herausforderung ist es dagegen unterwegs satt zu werden. Und was soll man auf der Arbeit essen, wenn in der Kantine nichts geboten wird? Manchmal bleibt einem (noch!) nichts anderes übrig, als das Mittagessen mitzunehmen.

Dafür eignen sich aufwändiger belegte Brote à la Smörrebröd mit Gurke und Salatblättern, eigene Burgerkreationen und gehaltvollere Salate, die gut sättigen (Salate mit Linsen, Kichererbsen oder Bohnen oder Getreidesalate wie Tabulé) oder Suppen in der Thermoskanne. Sammle Ideen und probiere aus.


Die 7. Hausforderung

Keine Skalps von Besiegen

 

Meide Produkte, die aus der Haut von Tieren hergestellt wurden. Hände weg vom Lammfell im Kinderwagen und dem unsäglichen Kuhfell als Teppich. Couch und Sessel in Lederoptik gibt es aus Alcantara. Keine Lederhosen und Lederjacken. Keine Handtasche und Gürtel aus der Haut von Tieren. Und schließlich auch: Schuhe ohne Leder. Letzteres ist hier noch die größte Herausforderung. Mittlerweile gibt es einige Anbieter…

Kein Pelz! Never!

 

Wer Pelze mag, der trage seinen. Wer nicht, trägt eben keinen. In den vergangenen Jahrzehnten sind Pelze aus dem Stadtbild verschwunden, zumindest in Form von wallenden Nerz- und Fuchsmänteln. Die Branche versucht nun, die behaarten Skalps in Schnipselform als Futter und Besatz auf den Markt zu bringen. Also Augen auf beim Jackenkauf: ist der Fellkragen wirklich Teddyplüsch? Oder wurde dafür jemand gehäutet?

Keine Daunen!

 

Winterjacken- und Westen werden oft mit Federn und Daunen befüllt, die den Gänsen und Enten häufig vom lebenden Leib gerissen wurden. Doch auch Daunen von toten Vögeln ist Leichenfledderei.

Hier heißt es also, das Etikett zu studieren. Zum Glück gibt es auch wattierte Jacken, die warm halten und darüber hinaus viel pflegeleichter sind. Mit Daunen werden auch Kissen, Decken und Schlafsäcke befüllt. Aufgepasst auch beim Möbelkauf. In manchen Couchkissen sind Federn drin.

Keine Wolle!

 

Gerade bei der Herbst- und Wintermode findet die Wolle von Schafen, Ziegen und Kaninchen viel Verwendung. Da steckt viel Schmerz drin und noch mehr Unrecht. Respekt vor Tieren heißt auch: Respekt vor ihrem Eigentum. Tiere sind kein Rohstoff. Also: Etiketten studieren und Hände weg von Keidung aus Wolle.

Die Modeindustrie bietet eine große Auswahl von Kleidung aus pflanzlichen Fasern wie Baumwolle und Viskose und Kunstfasern. Fleece wärmt hervorragend.

Keine Seide!

 

Für die Produktion von Seide werden Millionen Seidenraupen totgekocht. Also lass die Hände von Seidenkrawatten, Seidentüchern und anderen Kleidungsstücken, die Seide enthalten. Chic geht auch anständig.

Vegane Kosmetik

 

Im Bioladen, Reformhaus und im Veganversand gibt es vegane Naturkosmetik (Pflegeprodukte und Dekorativkosmetik) und auch Putzzeug ohne Tierversuche. Auch für Dich und die Umwelt eine bessere Wahl.