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Unsere 5 ultimativen Tipps für Deinen Einstieg in den Veganismus

 

Du spielst mit dem Gedanken “das mit dem Veganismus” mal auszuprobieren? Oder bist Du sogar schon fest entschlossen Veganer zu werden? Herzlichen Glückwunsch! Diese Entscheidung kann Dein Leben verändern und wird viele andere Leben retten. Wir freuen uns über alle, die einfach mal ausprobieren wollen, wie es ist, vegan zu sein – die meisten werden dabei bleiben, weil sie merken, wie toll es sich anfühlt, wie lecker es schmeckt und dass es einfach richtig ist. Wir geben Dir heute unsere fünf ultimativen Tipps für Deinen Einstieg in den Veganismus.

Geh’ in Deinem eigenen Tempo vor

Es gibt Veganer, die haben Ihre Ernährung und Ihr Leben wortwörtlich über Nacht umgestellt. Andere haben sich Schritt für Schritt immer weiter an das Thema herangetastet und erst dies, dann das, dann jenes weggelassen und erst nach Monaten voll umgestellt. Beide Varianten haben ihren Reiz und ihre Vorteile – aber auch ihre Nachteile. Wenn Du sofort komplett umstellst musst Du dich radikal umgewöhnen, viele Lebensmittel neu kaufen, viel auf einen Schlag neu lernen – aber Du wirst Dich auch sehr schnell umstellen, unglaublich viel lernen und sehr viel neues Erfahren. Du wirst nach wenigen Tagen merken, wie Du deine vorherigen Lieblings-Lebensmittel gut ersetzen kannst oder gar nicht mehr brauchst und Du hast eine viel höhere Motivation Neues auszuprobieren. Gehst Du Schritt für Schritt vor, kannst Du ein Lebensmittel nach dem anderen ersetzen und machst stetig die Erfahrung, wie weit die vielen kleinen Schritte Dich schon gebracht haben, ohne dass Dir etwas fehlt. Du hast auch die Möglichkeit, erst die leichten Dinge zu ändern und dann langsam die vermeintlich Schwereren anzugehen – und merkst vielleicht, dass die Schwereren gar nicht so schwer waren. Wie dem auch sei: Wähle Dein Tempo. Und lass Dir von niemandem einreden, dass es falsch ist. Du bist nur Dir selbst Rechenschaft schuldig.

 

Verliebe Dich in Rosa-Mariechen, Emma und Dina

Egal ob für Deine Entscheidung Tierschutz, Umweltschutz, Welthunger oder Deine Gesundheit ausschlaggebend waren: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt ein paar ganz besondere Persönlichkeiten kennen zu lernen. Bei Nachbars Hund und Mutters Katze bezweifeln die wenigsten, dass die kleinen Fellmonster eine Persönlichkeit haben – bei sogenannten Nutztieren schon eher – wer will schon jemanden essen anstatt etwas? Aber ja, auch Schweine, Kühe, Hühner, Enten haben wunderbare Persönlichkeiten und die aller meisten von Ihnen haben großes Leid in ihrem Leben erfahren. Auf Hof Butenland finden Tiere ein friedliches Zuhause, die zuvor als Nutztiere gehalten wurden. Ein ausgedehnter Besuch auf deren Webseite www.stiftung-fuer-tierschutz.de lohnt sich. Ich erinnere mich gut an unsere ersten virtuellen Besuche bei Rosa-Mariechen, Emma, Dina und co und oft kamen uns Tränen wenn wir von diesen tollen Lebewesen lesen durften.

 

Tauche in die vegane Online-Community ein

Die vegane Szene im Internet ist groß, bunt, vielfältig. Wie in jeder Szene wird es Leute geben, die Dir richtig sympathisch sind, die Dir helfen und Dich mit Tipps unterstützen, deren Bilder und Rezepte Dich inspirieren. Finde diese Leute! Bei Facebook gibt es unzählige vegane Gruppen, in denen Zehntausende Mitglieder ihr veganes Essen posten – oft mit den zugehörigen Rezepten. Hier kannst Du auch unkompliziert nach Hilfe fragen, wenn Du Deinen Lieblingskuchen veganisieren möchtest, Gäste kommen oder Du das erste mal vegan ins Restaurant gehen willst. Und außerhalb von Facebook zeigen hunderte Blogger auf Ihren Seiten, was sie tolles gekocht, gebacken, geschnibbelt haben – dutzende davon in ganz ganz großartiger Qualität mit wunderbaren Inspirationen. Die vegane Blogger-Szene ist fantastisch inspirierend.

 

Probier’ Dich durchs Pflanzenmilch-Regal!

Einer der Hauptgründe die wir gegen den Veganismus immer wieder hören ist “Mir schmeckt Sojamilch nicht”. Erstens: Sojamilch ist nicht die einzig verfügbare Pflanzenmilch. Zweitens: Sojamilch ist nicht gleich Sojamilch. Es gibt Mandelmilch, Haselnussmilch, Hafermilch, Cashewmilch, Dinkelmilch, Reismilch, Kokosmilch, Macadamiamilch und Mischungen (zum Beispiel Reis-Kokos-Schoko-Milch). Es gibt Sojamilch in unzähligen verschiedenen Geschmacks-Arten, jede Marke schmeckt ein bisschen anders. Wenn Dir eine nicht schmeckt, heißt das noch lange nicht, dass Dir alle nicht schmecken. Eine milde, leicht gesüßte Sojamilch bekommst Du in den meisten Supermärkten und sie schmeckt super im Milch-Kaffee und lässt sich hervorragend aufschäumen. Hafermilch macht sich im Müsli spitze, Haselnussmilch schmeckt wie eine Süßigkeit, Mandelmilch lieben wir im Matcha. Tatsächlich haben wir regelmäßig mindestens drei verschiedene Milch-Sorten zu Hause und fragen uns, wie uns früher “diese eine” genügt hat. Nein, diese Sorten schmecken nicht wie Kuhmilch – uns schmecken sie besser.

 

Sei neugierig!

Wenn Du Dich entschieden hast “das mit dem Veganismus” mal auszuprobieren, steht Dir etwas ganz tolles bevor: Du wirst unheimlich viel neues ausprobieren, kennenlernen und auch lernen dürfen. Welche Milch mag ich am liebsten? Was ist Kala Namak? Mag ich grüne Smoothies? Mag ich Spaghetti Bolognese lieber mit Soja-, Linsen- oder Pilz-Hack-“Fleisch”? Wie kann ich Pizza vegan genießen? Wie soll denn Backen ohne Ei funktionieren? Probiere jede Woche mindestens ein neues Gericht, finde heraus wie Du Deine Lieblingsgericht veganisieren kannst. Backe wie ein Weltmeister. Erprobe neue Gewürze die das Essen auf Deiner Zunge tanzen lassen. Erfahre, wie viel vom “Fleisch”-Geschmack eigentlich nur “Gewürz” war. Finde Gerichte die Du unterwegs essen kannst und damit neidische Blicke auf Dich ziehst. Google Dich durch, frag Veganer die Du kennst und lerne, lerne, lerne. So viele neue tolle Dinge warten auf Dich und Deine Geschmacksnerven! Go for it!