Umstrittene Affenversuche Bremer Uni darf weiter an Makaken forschen

 

Die umstrittenen Affenversuche des Bremer Hirnforschers Andreas Kreiter können weitere drei Jahre fortgesetzt werden. Die Bremer Gesundheitsbehörde hat den Antrag Kreiters und der Universität Bremen offiziell genehmigt. Ziel des Forschungsprojekts ist, mehr über die Funktionsweise des Gehirns von Säugetieren zu erfahren.

Gericht billigt Affenversuche [Quelle: Radio Bremen]

Die Affenversuche an der Universität Bremen laufen bereits seit 1998 und wurden alle drei Jahre verlängert. Kreiter und sein Team wollen Grundlagen für Anwendungen in der Neuromedizin erarbeiten. Tierschützer werfen dem Forscher vor, seine Versuchstiere unnötig zu quälen. Sie scheiterten aber damit, die Versuche mit einer Klage zu stoppen. Das Bremer Oberverwaltungsgericht hat die Makakenversuche für zulässig erklärt, und das Bundesverwaltungsgericht hat dieses Urteil im Februar bestätigt.

Kreiter bestreitet Vorwurf der Tierquälerei

Affen mit Implantat am Kopf [Quelle: Radio Bremen]

Makaken bleiben Versuchstiere an der Bremer Uni.

Die Vorwürfe von Tierschützern, dass die Affen tagelang dursten müssten, bestreitet der Bremer Hirnforscher. Flüssigkeit bekommen die Tiere allerdings dosiert, weil diese Rasse evolutionär darauf trainiert sei, auf Vorrat zu trinken. Bei den Versuchen spiele aber die Gabe von beispielsweise Apfelsaft als Belohnung eine Rolle. Einigen Makaken-Affen implantieren die Wissenschaftler eine hauchdünne Sonde in den Schädel. Mit Hilfe eines Metallbolzens können sie die Tiere während des Versuchs fixieren und die Hirnströme messen. „Das Implantat tut dem Affen aber nicht weh“, versichert Professor Kreiter.