Studie bestätigt: Weniger Tierisches auf dem Teller schützt Gesundheit und Klima

 

Ein Forscherteam ging kürzlich der Frage nach, was passieren würde, wenn alle Menschen in Europa weniger tierische Produkte essen und diese durch pflanzliche Nahrungsmittel ersetzen würden. Die positiven Folgen für Umwelt und Gesundheit sind eindeutig. Der VEBU stellt die wichtigsten Fakten der Studie vor.

Das zugrunde gelegte Rechenmodell

Das Forscherteam, bestehend aus Wissenschaftlern aus den Niederlanden, England, Italien und Deutschland, strich in einem Rechenmodell die Hälfte des in der EU durchschnittlich verzehrten Fleisches sowie die Hälfte der konsumierten Milchprodukte und Eier vom Speiseplan der Europäer. Diese wurden durch Getreide und Hülsenfrüchte ersetzt. Anschließend wurden die Auswirkungen auf verschiedene Bereiche berechnet (siehe Grafik).

Verbesserung der Luft- und Trinkwasserqualität

Dadurch, dass weniger Tiere für die Produktion von Nahrungsmitteln gehalten werden, würden bis zu 40 Prozent weniger Treibhausgase (CO2) ausgestoßen und auch die Freisetzung von Stickstoffverbindungen über tierischen Dünger könnte um 40 Prozent sinken. Infolgedessen würde sich die Luft- und Trinkwasserqualität deutlich verbessern.

Weniger Hunger in der Welt

Laut dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) leiden derzeit rund 870 Millionen Menschen weltweit an Hunger. Jedes Jahr sterben knapp 9 Millionen Menschen daran. Das muss nicht sein, denn weniger Tiere in der Landwirtschaft bedeuten auch, dass weniger Futtermittel benötigt würden. So müsste allein in der EU 75 Prozent weniger Soja importiert werden. Zeitgleich würde mehr Getreide für den menschlichen Verzehr zur Verfügung stehen.

Gesundheit profitiert durch mehr pflanzliche Nahrung

Die Wissenschaftler weisen außerdem darauf hin, dass nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit der Menschen von weniger tierischen und mehr pflanzlichen Lebensmitteln profitieren würde.

Allein in Deutschland werden jährlich 70 Milliarden Euro für die Behandlung von ernährungsmitbedingten Krankheiten ausgegeben. Dabei haben ausgewogene vegetarische und vegane Kostformen laut diverser Ernährungswissenschaftler das Potenzial, das Risiko für Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken.

Fazit

Die Berechnung zeigt eindrücklich, welchen Einfluss die eigene Ernährung auf Klima, Gesundheit und Umwelt hat. Eine Halbierung tierischer Produkte wäre laut der Studie ein erster sinnvoller Schritt.

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