Statement / 19.02.2015

Statement / 19.02.2015

Pelztragen gehört in die Steinzeit und nicht in ein modernes Europa

In dem ARD-Bericht „Gift im Pelz“ vom 18.02.2015 in der Senderreihe „Plusminus“ wurden in deutschen Nerzfarmen gravierende Verstöße gegen geltende Tierschutzbestimmungen gezeigt. Hier wurde wieder einmal deutlich, dass Pelztierzucht unermessliches Tierleid verursacht und in einem modernen Europa mit nichts zu rechtfertigen ist.

Nachdem das EU-Importverbot für Pelze von Robben im Jahre 2011 und für Hunde- und Katzenpelze 2008 in Kraft trat, ist es an der Zeit, der Pelztierzucht innerhalb der EU den Kampf anzusagen und darüber hinaus für ein generelles Einfuhrverbot von Pelzen in die Union zu plädieren.

In dem Bericht wurde auch ersichtlich, dass die menschliche Gesundheit durch das Tragen von Pelzen massiv gefährdet sein kann, da Experten herausfanden, dass die pelzigen Jackenkragen oder die Mützen-Bommel oft voller gefährlicher Chemikalien stecken.

Nach der Sendung erklärte der EU-Abgeordnete Stefan Bernhard Eck in einem Post auf der Facebook-Seite von „Plusminus“, dass er zeitnah eine offizielle Anfrage an die Europäische Kommission bezüglich der Haltung der „Pelztiere“ in Europa und der gesundheitlichen Risiken durch Chemikalien-kontaminierte Pelzbekleidung richten wird.

„Als Vollmitglied im Umweltausschuss und stellvertretendes Mitglied im Landwirtschaftsausschuss werde ich eine parlamentsinterne Kampagne starten, um eine möglichst breite Basis bei den EU-Abgeordneten zu schaffen, die sich gegen die Pelztierzucht ausspricht. Tierquälerei und Tiermord für die Mode haben in einer fortschrittlichen Wertegemeinschaft nichts zu suchen, Pelztragen gehört in die Steinzeit“, so Stefan B. Eck.

Hier geht es zur Sendung „Gift im Pelz“ von Plusminus:
http://www.daserste.de/…/plusm…/videos/gift-im-pelz-100.html