Newsflash / 05.05.2015

Newsflash / 05.05.2015

Erster Teilerfolg für die Streunerhunde in Rumänien!

Soeben erreichte das Büro des EU-Abgeordneten Stefan Bernhard Eck eine E-Mail des rumänischen Abgeordneten Remus Cernea.

Er berichtet, dass in der heutigen Sitzung in der Abgeordnetenkammer ein erster Teilerfolg in Bezug auf eine Lösung für ein humanes Populationsmanagement der rumänischen Streunerhunde (sterilisieren, adoptieren, aber keine Massentötungen mehr) erreicht wurde.

Zu Beginn der Sitzung gab es nach Ansicht von Remus Cernea zwei Möglichkeiten: Der Entwurf würde von der Kommission angenommen, wovon man nicht ausgehen konnte, oder zurückgewiesen, was die wahrscheinlichere Variante war. Glücklicherweise ergab sich eine dritte Option während der Debatten!

Remus Cernea wies in seiner Rede darauf hin, dass die geltenden Gesetze nur zu erheblichen Ausgaben öffentlicher Mittel führen, jedoch das „Streunerhundeproblem“ nicht lösen würden. Er machte seine Kollegen/innen darauf aufmerksam, dass einerseits den Hunden und den Menschen Rumäniens, die sie zu retten versuchen, riesiges Leid widerfahre, andererseits gegen die moralischen Werte einer zivilisierten Gesellschaft durch die barbarischen Hundetötungen verstoßen würde.

Remus erwähnte auch die Empfehlung aus dem Jahr 1990 der Weltgesundheitsorganisation, die die Massentötungen an Streunerhunden als ineffizient bezeichnet und auf andere, zivilisierte und humane Methoden eines Populationsmanagements verweist.

Claudiu Dumitriu verteidigte den Gesetzesvorschlag von Remus Cernea, der ihn zu dieser Debatte eingeladen hatte, mit einer guten Rede in der Abgeordnetenkammer.

Während der fast einstündigen Diskussion gaben etliche Mitglieder der Kommission zu erkennen, dass dieser Gesetzentwurf sehr komplex und wichtig sei und er durch weitere Debatten behandelt werden müsse.

Ein Kommissionsmitglied machte daraufhin den Vorschlag, eine Entscheidung der Kommission für einen Monat zu verschieben, um vor einer weiteren Debatte auch lokale Behörden und Experten anzuhören. Dieser Vorschlag wurde mehrheitlich angenommen.

Remus Cernea betont, dass die heutige Debatte nicht wie im September 2013 in einer emotional aufgeheizten Stimmung stattgefunden hatte, sondern sehr rational geführt wurde.

Nun besteht in einem Monat bei einer größeren Debatte wirklich die Chance, mehr Befürworter in der rumänischen Abgeordnetenkammer für eine humane und zivilisierte Lösung des „Problems“ zu gewinnen, so Remus Cernea.

MEP Stefan Eck begrüßt den Ausgang der heutigen Debatte in der rumänischen Abgeordnetenkammer außerordentlich. Er wird mit seinem Kollegen Remus Cernea, aber auch mit Claudiu Dumitriu noch am heutigen Abend telefonisch über eine zielführende Strategie zur Unterstützung der in einem Monat stattfindenden zweiten Debatte sprechen.

Remus Bericht in englischer und rumänischer Sprache:
https://www.facebook.com/remus.cernea/photos/a.151580481174.124397.139683901174/10152747451561175/?type=1&theater