Legehennen geht es mies – egal wie sie gehalten werden

 

AnimalsUniteds Foto.

„Egal ob Käfig-, Boden-, Freiland- oder Biohaltung: Keine dieser Formen garantiert eine tiergerechte Haltung. Das zeigt eine Studie der Verbraucherorganisation Foodwatch. Zwar kaufen Verbraucher trotz höherer Preise vermehrt Eier aus Freiland- oder Biohaltung, der Konsum an Käfigeiern ist dennoch weiterhin hoch.
Denn für bereits verarbeitete Eier wie etwa in Süßwaren, Kuchen, Nudeln oder Fertigprodukten gibt es keine Kennzeichnungspflicht. Etwa die Hälfte aller verzehrten Eier gehen auf das Konto dieses versteckten Konsums…Woher sie stammen, muss in dem Fall nicht ausgewiesen werden. Das gilt gleichwohl für die Haltungsform und den Herkunftsort. So wird auch verschleiert, dass ein Teil der in der Lebensmittelproduktion verwendeten Eier aus dem Ausland kommt…

In modernen durchrationalisierten Ställen ist kein Platz mehr für ein beschauliches Leben, schon gar nicht für Legehennen. So gesehen klingt die Textzeile „ich wollt‘ ich wär ein Huhn und hätt‘ nicht viel zu tun“ inzwischen mehr wie eine Drohung. Ein Dasein als Huhn würde sich heute sicher kein Mensch wünschen…Weit verbreitet in allen Haltungsformen sei Federpicken und Kannibalismus…Usus ist es auch ausnahmslos, männliche Küken zu töten…Bio-Halter und konventionelle Halter kaufen Küken meist bei den gleichen Anbietern ein. Eine große Wahl bleibt ihnen nicht. Nur fünf große Züchter haben den Markt in Deutschland laut Studie unter sich aufgeteilt…Für viele Konsumenten dürften die Ergebnisse der Studie frustrierend sein. Haben sie doch in den vergangenen Jahren ihr Einkaufsverhalten verändert, in dem Glauben, dass sie damit einen Beitrag zum Tierwohl leisten.“

Die Frage, wie mensch Tiere „tiergerecht“ halten kann, stellt sich nicht, denn soetwas gibt es nicht. Artgerecht ist nur die Freiheit. Und diese wird einem Lebewesen mit dem Wort „Haltung“ bereits verwehrt. Die Frage sollte sein, wozu jemand unbedingt Eier benötigt, denn sie sind weder unabdingbar für die meisten Produkte des Alltags noch lebenswichtig und keinesfalls der Gesundheit zuträglich, ganz im Gegenteil. Fakt ist aber: Ihre „Produktion“ durch uns Menschen hat fatale Folgen für Tier und Natur – 5 Minuten potentieller Gaumenschmaus, die nicht aufwiegen mit den negativen Konsequenzen, die deutlich länger währen. Wählt tierleidfreie Produkte ohne Ei! Für die Tiere, die Natur und eure Gesundheit! Probiert es, ihr werdet nichts vermissen!

Zum Artikel: www.sueddeutsche.de/…/foodwatch-studie-stressiges-huehnerle…