Kurzmeldung aus Brüssel / 18.03.2015

Kurzmeldung aus Brüssel / 18.03.2015

Antrag an die Delegation für die Beziehungen zur Volksrepublik China, das Thema Tierschutz auf die Agenda zu setzen

Bei der Sitzung am 18.03.2015 der Delegation für die Beziehungen zur Volksrepublik China beantragte MEP Stefan Bernhard Eck, Vollmitglied in dieser Delegation, das Thema Tierschutz in China bzw. die bestehenden Missstände auf die Agenda zu setzen. Aufgrund der zunehmenden Importe von Produkten tierischen Ursprungs aus China in die EU ist es unabdingbar, sich mit den Haltungsbedingungen der Tiere in diesem asiatischem Land eingehend auseinanderzusetzen.

Werden Importe ohne weiteres Hinterfragen in die EU eingeführt, die nachweislich aus tierquälerischer Haltung stammen, so macht sich die EU mitschuldig am Leiden von Millionen von „Nutztieren“.
Es ist bekannt, dass in China Tierschutzgesetze bisher sträflichst vernachlässigt wurden.

Nach dem aktuellen Bericht der Tierrechtsorganisation PETA über die Produktionsweise von Angorawolle und die Haltungsbedingungen von Angora-Kaninchen in China, muss sich auch die Delegation dieser Thematik annehmen und ihren Einfluss geltend machen.

Der EU-Abgeordnete Stefan Eck bot seinem saarländischen Kollegen, Jo Leinen, dem Präsidenten dieser Delegation, an, zu diesem Thema in einer der kommenden Sitzungen ausführlich zu berichten.

Der Antrag wurde im Protokoll aufgenommen.

(P.S.: Während des Antrages seitens Stefan Eck und seinen anklagenden Ausführungen über den mangelnden Tierschutz in China saßen zwei Vertreter der chinesischen Botschaft hinter ihm. Für sie wird es eine klare Ansage gewesen sein, was in Kürze über das Verhältnis der Chinesen zu den Tieren kommen wird.)