Klimawandel stoppen durch fleischlose Ernährung

Unsere fleischlastige Ernährungsweise ist der größte Einflussfaktor für den Klimawandel, wie die renommierte britische Zeitung “The Guardian” berichtet. Der Autor des ausführlichen Artikels, Travis McKnight, ruft junge Menschen dazu auf, sich zukünftig fleischlos zu ernähren, um den Klimawandel aufzuhalten. In dem Artikel werden Ergebnisse von verschiedenen Studien genannt, die zeigen, dass Menschen, die etwas für die Umwelt und gegen den Klimawandel unternehmen möchten, den größten Effekt durch eine fleischlose oder rein pflanzliche Ernährung erzielen könnten. So würde eine vegetarische oder vegane Ernährung eines Einzelnen z.B. einen größeren Effekt erzielen, als wenn die Person aufhören würde, Auto zu fahren.

Anlass für die Aufforderung ist eine zum Teil durch die Nasa finanzierte Studie, die voraussagt, dass die Zivilisation, so wie wir sie kennen, innerhalb des kommenden Jahrhunderts zusammenbrechen könnte. Die Faktoren, die zu diesem Zusammenbruch führen würden, seien die weitverbreitete ökonomische Ungleichheit, das Bevölkerungswachstum, nicht nachhaltige Landwirtschaft und der Klimawandel. Die Generation Y, d.h. alle Menschen, die ungefähr zwischen 1977 und 1998 geboren sind, sei laut des Autors des Artikels, Travis McKnight, möglicherweise die letzte Generation, die noch einen bedeutenden Wandel herbeiführen könnte, um den Klimawandel aufzuhalten. “Es ist Zeit, eine Ernährungsrevolution zu starten”, schreibt McKnight.

Die Generation Y repräsentiert einen ökonomischen Wert in Höhe von 200 Milliarden Dollar. Wenn sich die Mehrheit der Menschen dieser Generation vegetarisch oder vegan ernähren würde, oder zumindest erheblich weniger Fleisch essen würde als vorherige Generationen, würde sie damit einen spürbaren positiven Effekt auf Wirtschaft und Umwelt ausüben.

Im Jahre 2012 wurden ungefähr 70 Milliarden “Nutztiere” für 7,1 Milliarden Menschen gezüchtet. Eine Studie der wissenschaftlichen Fachzeitschrift “Proceedings of the National Acadamy of Sciences” zeigt, dass Nutztierzucht- und haltung zu den zerstörerischsten Faktoren des Klimawandels zählt: Sie verschlechtert die Luftqualität, verunreinigt Gewässer, und verursacht den größten Verbrauch von Land im Vergleich zu anderen Faktoren.

Wie hoch genau der prozentuale Anteil an den globalen Emissionen von Treibhausgasen ist, der durch Nutztierhaltung erzeugt wird, ist strittig. Während in einer im UN Food Report 2006 genannten Studie von 18% die Rede ist, liegt der Wert bei der Studie des World Watch Institute von 2009 bei 51%. Der Großteil der übrigen Studien nennen Werte, die dazwischen liegen. Unabhängig von den genauen Zahlen, lautet die Empfehlung der Experten jedoch immer gleich: Die Menschen müssen weniger Fleisch essen um Klimawandel und Ressourcenverschwendung einzudämmen.

Aufgrund der Emission der besonders klimaschädlichen Gase Methan und Distickstoffoxid entstehen in der Nutztierhaltung mehr Treibhausgase als alle Kraftfahrzeuge, Boote, Flugzeuge und Züge zusammen weltweit produzieren. Eine radikale Reduzierung des Ausstoßes von Methan und Distickstoffoxid in die Atmossphäre kann innerhalb von Jahrzehnten erkennbare Veränderungen des Treibhausgaseffektes erzeugen, während eine vergleichbare Veränderung durch die Reduktion von Kohlendioxid fast ein Jahrhundert dauern würde.

Des Weiteren würde laut des Artikels industrialisierte Nutztierhaltung zu 75% zur Abholzung von Wäldern beitragen, damit den Tieren Weideland und Futter aus Sojabohnen zur Verfügung stünde. Die Haltung von Rindern führt dabei zu den größten Umweltschäden. Laut des Dokumentarfilms “Cowspiracy” gibt es zur Zeit ca. 1,5 Milliarden Rinder auf dem Planeten, die jeden Tag etwa 170 Milliarden Liter Wasser und über 61 Millionen Tonnen Futter verbrauchen. Verglichen dazu konsumieren die heute auf der Erde lebenden 7,1 Milliarden Menschen täglich ungefähr 19,6 Milliarden Liter Wasser und rund 9,5 Millionen Tonnen Nahrung.

Im Vergleich zu pflanzlichen Lebensmitteln wie Kartoffeln, Reis und Weizen, wird für die Produktion einer Kalorie aus Rinderfleisch 160 mal mehr Land benötigt und es werden 11 mal so viele Treibhausgase ausgestoßen.

“Die Menge an Ressourcen, die für Nutztierhaltung benötigt und geopfert wird, ist absurd. Wir müssen aufhören, so viele Tiere zum Schlachten zu züchten. Es können zahlreiche Dinge unternommen werden, um den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verringern: Zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, den Verbrauch von Elektrizität durch das Anbringen von energieeffizienten Geräten verringern, weniger Wasser verbrauchen, indem man effiziente Wasserhähne und Toiletten nutzt, bei umweltbewussten Unternehmen einkaufen – doch Wissenschaftler argumentieren, dass alle diese Maßnahmen für sich allein nicht ausreichen werden um den Klimawandel aufzuhalten. Wenn du wirklich etwas bewirken möchtest, dann schau auf deinen Teller”, schreibt der Autor des Guardian-Artikels.

Eine ausgewogene pflanzliche Ernährung ist gesund und für jeden und jede geeignet. Die American Dietetic Association als weltgrößter Fachverband für Ernährungswissenschaften erklärt: „Die Position der American Dietetic Association ist, dass eine entsprechend geplante vegetarische Ernährung, die voll vegetarische bzw. vegane Ernährung eingeschlossen, gesund ist, alle nötigen Nährstoffe zur Verfügung stellt und gesundheitliche Vorteile bezüglich der Prävention und der Behandlung bestimmter Krankheiten mit sich bringt. Ausgewogene vegetarische Ernährungsweisen sind für Individuen aller Altersklassen geeignet, einschließlich Schwangerer, Stillender, Kleinkinder, Kinder, Jugendliche und AthletInnen – geeignet für alle.“

Auch wir sind der Meinung, dass eine globale Revolution im Essverhalten der Menschen dringend notwendig ist. Für jedes Tierprodukt wie Fleisch, Milch oder Ei musste ein Tier leiden und gewaltsam sterben. Millionen von Menschen weltweit haben sich bereits für eine Ernährung auf pflanzlicher, tierfreundlicher Basis entschieden. Helfen auch Sie mit, das Leid der Tiere zu beenden – geben Sie heute noch das V-Versprechen ab und erhalten Tipps für den Einstieg: www.v-versprechen.de.