Geheime Aufnahmen aus Tierversuchslaboren – Animal Equality Recherche

 

https://www.youtube.com/watch?v=dvc8vqiqXkA&feature=youtu.be

 

Pünktlich zum Internationalen Tag gegen Tierversuche am 24.04.2015 zeigt Animal Equality bisher unveröffentlichte Aufnahmen von Tierversuchen. Die schockierenden Aufnahmen enthalten grausame Szenen und unvorstellbares Leid.

Ermittlern von Animal Equality gelang es, Tierversuche an der Medizinischen Fakultät der Universität Complutense in Madrid sowie im Tierversuchslabor des Gregorio Marañón Krankenhauses in Madrid aufzudecken. Weitere Informationen: http://bit.ly/1yVX9wA

 

In dem Video ist zu sehen, wie Forscher und Forscherinnen Experimente an Mäusen durchführen. Die kleinen Nagetiere sind die am häufigsten verwendeten Tiere in Tierversuchen. Allein in Deutschland wurden im Jahr 2013 rund 2,2 Millionen Mäuse im Namen der Wissenschaft gequält und getötet.

Dabei werden ihnen Kanülen in den Hals geschoben und Organe entnommen. Wenn sie nicht gerade in einem Versuch sind, fristen die Tiere ein trostloses Dasein in winzigen, sterilen Käfigen. „Überschüssige“ Mäuse werden einfach entsorgt – wobei eine der gängigsten Methoden darin besteht, ihnen das Genick zu brechen.

In der Forschungsstätte des Gregorio Marañón Krankenhauses in Madrid können Medizinstudenten an einer Art Einführungskurs teilnehmen, nach dessen erfolgreichen Abschluss sie eine Lizenz erhalten, die sie dazu befugt, Tierversuche für ihre Forschung durchzuführen. Einem unserer Ermittler ist es gelungen, verdeckt in einem solchen Kurs zu recherchieren.

International anerkannte Universitäten wie Harvard, Yale oder Stanford haben Tierversuche bereits durch effektivere, moderne Verfahren ersetzt. Durch In-vitro-Verfahren im Reagenzglas, komplexe Computermodelle, menschliche Zell- und Gewebekulturen sowie künstliche Haut sind Versuche an Tieren für die Grundlagenforschung, Genforschung oder Toxizitätstests heute völlig überflüssig.

Paradoxerweise werden Tierversuche damit gerechtfertigt, dass die Tiere uns körperlich so ähnlich seien, dass die Ergebnisse auf den Menschen übertragbar seien. Gleichzeitig seien die Tiere aber ganz anders als wir, weswegen ihre Bedürfnisse ignoriert werden können.

Dabei ist es in Wahrheit genau anders herum: Mäuse, Schweine und Hunde können wie wir Schmerzen und Glück empfinden, obwohl ihre Körper unseren so wenig ähneln. Die Konsequenz aus dieser Erkenntnis kann nur die Abschaffung der Tierversuche sein.

Jährlich leiden in der EU zwölf Millionen Tiere für Experimente. Deutschland ist dabei mit fast drei Millionen Versuchstieren unter den traurigen Spitzenreitern. Dabei liegt die Dunkelziffer noch viel höher, da viele Tiere bereits sterben, bevor sie für die Forschung genutzt werden können.

Die Leidensfähigkeit von Tieren ist längst wissenschaftlich anerkannt. Trotzdem werden Millionen von Ihnen der Freiheit beraubt und entsetzlichen Experimenten unterzogen. Dabei ist die Übertragung wissenschaftlicher Erkenntnisse von Tierversuchen auf den Menschen höchst risikobehaftet. Es ist absolut notwendig, in tierversuchsfreie Forschung zu investieren. Es regen sich immer mehr Stimmen, auch in den Reihen der Wissenschaftler, die alternative Methoden fordern.

Im Video sind außerdem schockierende Aufnahmen einer spanischen Sammelstelle für Versuchsaffen zu sehen, in der Animal Equality Ermittler im Februar 2013 recherchierten. Die spanische Tageszeitung „El Mundo“ betitelte den Betrieb als „Guantanamo für Affen“.

In Barcelona, wo Beagle für Tierversuche gezüchtet werden, gelang es Unterstützern von Animal Equality 36 Hunde zu retten und so davor zu bewahren, dass ihnen im Namen der Forschung die Hinterbeine abgesägt werden, um das Knochenwachstum zu beobachten.

Im Mai findet im Europäischen Parlament eine öffentliche Anhörung der europäischen Initiative „Stop Vivisection“ statt, an der sich auch Animal Equality beteiligt. Diese Anhörung könnte das Ende der Tierversuche in Europa einleiten.

Die Menschen wollen nicht, dass Tiere in unsinnigen Experimenten leiden. Die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, was hinter verschlossenen Labortüren geschieht, damit sie sich dagegen zur Wehr setzen kann. Die öffentliche Debatte in Deutschland ist längst überfällig.