Finca Lucendum

Vermittlung und Spenden:

 

http://www.lucendum-animals.org

https://www.facebook.com/finca.lucendum?fref=ts

Wir, die Finca Lucendum, das sind Gisela „Gisi“ Soefner ( pensionierte Schulleiterin) und Ralf Neumann (pensionierter Kriminalbeamter) und natürlich unsere Tiere.

Vor über 20 Jahren wanderten wir mit unseren zwei Hunden aus Deutschland aus, um unseren Lebensabend unter der Sonne Spaniens zu geniessen. Als einer dieser Hunde plötzlich verschwand und wir alle Tötungsstationen (Perreras) in der Umgebung nach ihm absuchten, erkannten wir das grosse Tierelend in Spanien. Wir mussten etwas tun! Unser Leben nahm eine Kehrtwende und das ruhige Rentendasein war fortan vergessen.
Nachdem unsere  Finca gebaut war, holten wir nach und nach Hunde aus den Perreras heraus oder von der Straße, um sie vor allem nach Deutschland zu vermitteln. Auf unserer Finca gibt es mittlerweile auch Pferde,  Ziegen, Schweine. Viele der Tiere bekommen bei uns ihr Gnadenbrot, da ihre Gesundheit einen Ortswechsel nicht mehr zulässt.
Wenn uns damals, vor der Auswanderung nach Spanien, jemand gesagt hätte, wie wir unsere Rente verbringen, hätten wir ihn für bescheuert erklärt. 😉


Was tun wir?

Am Besten beschreiben wir Ihnen einmal einen „normalen“ Tag in unserem Leben. So können Sie sich ein Bild von unserer Arbeit machen:

Gegen 6 Uhr fängt das Konzert unserer Hunde hier an: Antonia hat und bringt allen Bewohnern der Finca das Wolfsgeheul bei und das muss natürlich mindestens einmal täglich geübt werden … ;-). Diese Töne wecken natürlich auch die Pferde, die dann noch vor dem Kaffetrinken ihr Futter haben wollen. Dann jedoch sind erst einmal die Menschen an der Reihe: Frühstück ist angesagt und die Beantwortung der Mails, die uns hier in das Haus flattern.

Nachem alles sauber gemacht wurde: Das Fincagelände, das Pferdeland wie auch das Haus, beginnt der sehr unterschiedliche Tagesablauf …

Tierarztbesuche, was meistens nötig ist, Futter kaufen für die vielen unterschiedlichen Fincabewohner und Telefonate beantworten. Das sind Informationen, die fast alles beinhalten, was mit Tieren zu tun hat.
„Vor unserem Haus hat sich ein Hund mit seinem Halsband in einem Zaun verfangen. Können Sie bitte kommen und sich um den Hund kümmern?“
„Wir haben einen  Hund gefunden. Können Sie ihn bitte abholen?“

„Wir ziehen in 3 Tagen nach England oder Deutschland und wir haben 3 Hunde. Können sie die bitte aufnehmen?“

Und wir wissen genau, dass in manchen Bezirken die Tiere von den Tierfängern der Tötungsstationen (Perreras) eingefangen werden … also fahren wir natürlich sofort los …

Mittags dann haben die Pferde  wieder  grossen Hunger und wir meistens auch.

Und wenn uns die vielen Hundeaugen nicht allzu gierig anschauen, essen wir unser Butterbrot auch tatsächlich alleine auf. 🙂

Zwischen 14 und 16 Uhr ist hier strenge Siesta Zeit angesagt, was auch für die Fellnasen gilt.

Und dann müssen wieder hungrige Mäuler gestopft werden: alle geretteten Wesen, die sich hier auf der Finca eingerichtet haben.

Heruntergetretene Zäune, leckende Dächer, neuer Sonnenschutz und alles, was so eine lebendige Finca mit sich bringt, wird repariert.

Abends werden dann wieder die grossen Tiere versorgt und so langsam kehrt Ruhe ein auf der Finca. Wenn nicht noch jemand anruft oder kein Notfall auftritt, der uns zum Tierarzt jagen lässt.

Schön und zugleich traurig ist es immer dann, wenn wir unsere Lieblinge zum Flughafen bringen müssen, damit sie zu ihren neuen Familien nach Deutschland fliegen können:

schön, weil nun endlich ihr gutes Leben beginnt – etwas traurig ist der Abschied – aber es warten ja noch so viele Seelen auf Hilfe …

Es ist sicherlich viel Arbeit hier auf der Finca – aber wenn man in die strahlenden Hundeaugen schaut,  sagen wir uns immer wieder: „und es lohnt sich doch“.

 

Immer wieder werden wir mit den Fragen konfrontiert:

 

Warum helft ihr den Hunden in deutschen Tierheimen nicht, sondern spanischen Hunden?

Antwort: Weil Hunde in deutschen Tierheimen gut betreut und nicht getötet werden!

 

Unsere Gegenfrage ist immer wieder:

Wissen Sie, was mit Hunden, die  herrenlos sind, hier in Spanien geschieht? Antwort: Nein, was denn?

Sie werden getötet!!!

Durch Gas, Elektrizität, an Bäumen aufgehängt oder festgebunden, bis sie tot sind, in Kanäle geworfen und ertrinken jämmerlich, sie werden erschlagen!

Die Liste ist unendlich!
Weil es sich bei den Tieren um großartige Lebewesen handelt, tun wir alles, damit sie dieses Schicksal nicht erleiden müssen.

 

Wir können uns aber nur um diese Hunde kümmern, wenn wir Menschen finden, die unsere Arbeit fortsetzen …

… und das sind SIE!

  • SIE, die SIE einem dieser Tiere ein liebevolles Zuhause geben,
    SIE, die SIE ein Platz in Ihrem Herzen und Ihrem Zuhause für eine dieser Seelen haben!

Wenn ein Hund in gute Hände vermittelt wurde, dann kann der nächste zu uns kommen und muss nicht elendiglich sterben.

Deshalb brauchen die Hunde und wir IHRE Hilfe!!!