Die Wahrheit über Milch

von Dominik Storr Veröffentlicht am 5. November 2011

Anmerkung: Es ist erstaunlich, wie bedenkenlos und gewissenlos die Menschen Milchprodukte konsumieren. Die Milchwirtschaft quält nicht nur die Tiere, die ihre Milch an den Menschen abgeben müssen, sondern ruiniert auch unsere Umwelt. Monokulturen aus Mais und Weideland pflastern diesen Planeten, vor allem auch wegen der Milchwirtschaft. Die entstehende Gülle macht unseren Boden, das Trinkwasser und das Klima kaputt. Der Regenwald wird vernichtet, weil dort Soja angebaut wird – auch für die Milchwirtschaft. Hinzu kommt, dass Milchprodukte für den Menschen sehr schädlich sind. Auch wenn Sie es vielleicht nicht glauben wollen, der Mensch ist permanent krank, weil er das einzige Säugetier auf dieser Erde ist, das nicht abgestillt wird und bis zu seinem Lebensende reichlich Milch, Käse, Butter, Quark und Joghurt konsumiert. Ich lebe seit fast 10 Jahren vegan, d.h. ohne tierisches Eiweiß. Und seit 10 Jahren war ich nicht mehr krank! Wenn Sie auch gesund sein und Energie besitzen wollen, dann verzichten Sie auf Fleisch- und Milchprodukte. Ihre Gesundheit, Ihr Körper und Ihr Geist (aber auch die Umwelt und die Tiere) werden es Ihnen danken.

Die Wahrheit über Milch

Eine Kuh gibt nur Milch, wenn sie ein Kälbchen bekommt. Weil die Milch für den Menschen genommen wird, werden die Kälber gleich nach der Geburt ihren Müttern weggenommen. Die weiblichen Kälbchen werden zu Milchkühen aufgezogen, die männlichen Kälbchen werden drei bis sechs Monate lang gemästet, bis sie im Schlachthof enden. Doch auch ihre Mütter, die sie nie kennen gelernt haben, werden nicht sehr alt: Eine Milchkuh wird durchschnittlich im Alter von vier bis fünf Jahren geschlachtet. Jedes Glas Milch unterstützt somit nicht nur das Leid der Kühe für die Milchproduktion, sondern auch direkt die Kalbfleisch-Industrie.

»Wegwerfkühe«: im Alter von 4 bis 5 Jahren zum Schlachter

In Deutschland werden 4,2 Millionen Milchkühe gehalten. Pro Jahr werden rund 28,6 Milliarden Liter Milch produziert. Damit ist Deutschland ist der größte Milchproduzent in der EU und der fünftgrößte der Welt. Heutzutage gibt eine Milchkuh in Deutschland im Durchschnitt 18,16 Liter Milch am Tag. Früher waren es täglich etwa 8 Liter – das ist in etwa die Menge, die ein Kälbchen braucht, um heranwachsen zu können.

1951 gab eine Kuh durchschnittlich 2.600 Liter Milch im Jahr. 1980 waren es bereits 4.548 Liter und 1998 ganze 5.750 Liter. Heute liegt die durchschnittliche Milchleistung pro Kuh über 8.000 Liter. Eine »Spitzenkuh« kommt auf bis zu 19.700 Liter Milch pro Jahr.

Durch gezielte Züchtung hat sich der Euter auf das 10-Fache vergrößert. Übertragen auf die Brust einer Frau wird die ganze Perversität deutlich. Die dermaßen überzüchteten Tiere mit einer völlig unnatürlichen Milchleistung sind besonders krankheitsanfällig. So leiden viele Milchkühe an Mastitis, einer schmerzhaften Entzündung des Euters. Eiter und Bakterien landen auch in der Milch. Mastitis gehört zu den häufigsten Gründen, warum Kühe vorzeitig geschlachtet werden.

Kühe werden kurz nach Vollendung ihres ersten Lebensjahrs künstlich befruchtet. Nach neun Monaten bringt die Kuh ihr erstes Kalb zur Welt. Nach der Geburt des Kalbes gibt sie 10 Monate lang Milch. Sobald der Östrus der Kuh wieder beginnt, wird sie erneut künstlich befruchtet. Im Alter von etwa 3 Jahren bringt sie ihr zweites Kalb zur Welt und gibt wieder 10 Monate lang Milch. Viele Milchkühe sind bereits jetzt völlig ausgezehrt von der völlig unnatürlichen »Milchleistung«.

Mit 5 Jahren wäre die Kuh ausgewachsen. Doch bis dahin ist ihre »Nutzungsdauer« schon abgelaufen: Das Leben der Milchkühe geprägt von Enge, Dunkelheit, Dauerschwangerschaft und Schmerzen endet im Alter von 4 bis 5 Jahren im Schlachthaus. Verglichen mit dem Alter eines Menschen, würde es sich um ein etwa 15-jähriges Mädchen handeln. Da eine Kuh erst nach zwei Aufzuchtjahren ein Kalb zur Welt bringt, geben Kühe heute im Durchschnitt gerade noch etwas mehr als zwei Jahre lang Milch. Sie sind zu Wegwerfkühen geworden.

Der Zusammenhang zwischen Milch und Kalbfleisch

Die Kälbchen werden ihren Müttern bereits ein oder zwei Tage nach der Geburt weggenommen, damit sie die Milch nicht »wegtrinken«. Die Kleinen haben natürlich Angst und sehnen sich verzweifelt nach ihren Müttern. Kuh und Kälbchen schreien oft tagelang nacheinander.

Die weiblichen Kälbchen werden entweder sofort geschlachtet oder für die Milchproduktion aufgezogen, um das gleiche Schicksal zu erleiden wie ihre Mütter.

Die männlichen Kälbchen werden zur Produktion von Kalbfleisch gemästet. Sie werden in enge Kälberboxen gesperrt, in denen sie sich kaum bewegen können. Bei einer Gruppenhaltung sind 1,5 Quadratmeter pro Kalb vorgeschrieben. So wird der Profit wird maximiert. Statt der Muttermilch bekommen die Kälber Milchaustausch, eine fette weiße Brühe, von der sie ein Kilo pro Tag zunehmen. Obwohl sie von Natur aus bekanntlich reine Pflanzenfresser sind, werden sie oft mit Tiermehl aus toten und zermahlenen Fischen gefüttert. Sie stehen auf Spaltenböden über ihrem eigenen Kot. Der Gestank ist entsetzlich. Die Spaltenböden führen zu schmerzenden Füßen bis hin zu Verformungen. Viele Kälber leiden an Durchfall, Lungenentzündungen und Lahmheit.

Etwa 10 Prozent der Kälber sterben in den ersten Lebenswochen. Die anderen werden im Alter von drei bis sechs Monaten per Tiertransport in den Schlachthof transportiert. Die Milchproduktion steht also im engen Zusammenhang mit der Fleischindustrie.

Tierbabys auf dem Teller

Kein Tier, welches für den Fleischkonsum geschlachtet wird, erreicht auch nur ein Sechstel seiner natürlichen Lebenserwartung. Fast alle werden getötet, noch bevor sie überhaupt ausgewachsen sind.

Kälbchen werden bereits im Alter von drei bis sechs Monaten geschlachtet – es handelt sich also um Tierbabys! Die natürliche Lebenserwartung von Rindern würde bei etwa 25 bis 30 Jahren liegen, manche werden sogar noch deutlich älter.