Chinaweites Verbot von Tiershows

Chinaweites Verbot von Tiershows
Zoo von Hangzhou beendet Dressur Shows

Zum Ende dieses Jahres, also in zwei Wochen, stellt auch der Zoo der Millionenstadt Hangzhoun nach Jahrzehnten seine Tiervorführungen ein. Er folgt damit einem Erlass der chinesischen Zentralregierung aus dem Jahr 2011 (!), der mit einer Übergangsfrist kommerzielle Tiershows chinaweit verbietet. Damit ist China in Bezug auf Dressurvorführungen in Zirkus, Varieté und auf Kirmesveranstaltungen weiter als die meisten Länder. Wie üblich bei derartigen Verordnungen bieten Schlupflöcher noch lange Zeit nach der Ratifizierung Möglichkeiten, die neuen Vorschriften zu umgehen. Auch die Überwachung solcher Erlasse hat in China extreme geographische, organisatorische und kulturelle Hürden zu überwinden. Wir können davon ausgehen, dass in vielen Gebieten noch gar nicht bekannt ist, dass es diese Vorschrift gibt.

Da mit Sicherheit die üblichen „Ja, aber“ kommen werden (Verzehr von Hundefleisch, Lebendhäutung von Pelztieren, etc.), sei gesagt, dass es in China nach wie vor kein nationales Tierschutzgesetz gibt. Außerdem sind für die Richtlinien unterschiedliche Ministerien zuständig. Tiershows fallen in die Abteilung Kultur. Hundefleisch und Pelztierzucht laufen über das Landwirtschaftsministerium. Wenn man das alles berücksichtigt, muss man zugestehen, dass sich China mit riesiger Geschwindigkeit in Richtung Tierschutz bewegt.

Zum Entschluss des Zoos von Hangzhou dürfte eine groß angelegte Kampagne von Animals Asia beigetragen haben, die sich gezielt gegen Tiershows richtet.

Hier geht’s zum Originalbericht
https://www.animalsasia.org/…/zoo-ends-animal-performance-a…