Bukarest ist hundefrei. ASPA: Es sind nur noch 1500 Hunde auf den Strassen. Wir haben 55.000 eingesammelt

Anmerkung: Zahlen wurden übernommen wie im Originalartikel angegeben, auch wenn sie in sich teilweise inkonsistent und widersprüchlich sind.

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Nach fast 18 Monaten ununterbrochener Arbeit haben Vertreter der Autorität für die Überwachung und den Schutz der Tiere (ASPA) im Bukarester Rathaus verkündet, daß nur noch über 1000 Hunde in Bukarest frei unterwegs seien.

bancescu_RzVRazvan Bancescu, ASPA Projektkoordinator, daß es den Hundefängern gelungen sei, von den 65.000 Strassenhunden, die es vor einem Jahr und sechs Monaten auf auf Bukarests Strassen gegeben habe, ungefähr 55.000 einzufangen: Einige Hunde starben an natürlichen Ursachen oder wurden von Tierschutzorganisationen von der Strasse geholt, so Vertreter der ASPA.

  • Über 55.000 Hunde wurden eingefangen
  • Ungefähr 30.000 wurden eingeschläfert
  • Mehr als 23.000 wurden adoptiert
  • Mehr als 1.000 Tiere befinden sich aktuell in den drei Tötungslagern
    Mihăileşti Bragadiru and Pallady

“Wir haben unseren 18-Monatsplan (gefasst nach Ionut Anghels Tod) bereits früher dieses Jahr, Deadline war 31. März. Jetzt gibt es auf den Strassen Bukarests weniger als 1.500 Hunde” sagte Bancescu.

60 Hundefänger, 15 Fahrzeuge

Auf den Strassen Bukarests agieren aktuell 60 Hundefänger, die mit 15 Fahrzeugen arbeiten. Sie arbeiten in zwei Schichten. Frühdienst und Spätdienst. Auch wenn wir in anderthalb Jahren bereits ungefähr 55.000 Strassenhunde eingefangen haben, werden ungefähr 1.500 in den nächsten acht Wochen noch eingefangen werden. “Ich gehe davon aus, daß wir den Stand (Keine verbliebenen Strassenhunde auf den Strassen) ungefähr in 2 Monaten erreichen werden. Die meisten befinden sich im Schutz von firmengeländen und Fabriken” erläuterte Bancescu.

Bestandsaufnahme Hunde auf nichtöffentlichen Grundstücken

Zusätzlich zur Beendigung des Strassenhundeproblemes argumentierten Verteter der ASPA, daß man an einer Bestandsaufnahme von Hunden auf nichtöffentlichen Grundstücken arbeite. Diese Hunde lebten auf uneingezäunten Privatgrundstücken und würden dort von ihren Haltern gefüttert. “Hunde auf nichtöffentlichen Grundstücken sind inzwischen ein grösseres Problem im Vergleich zu den 1.500 verbliebenen Strassenhunden auf öffentlichem Grund. Eine verantwortungsbewusste Hundehalterschaft muss sich durchsetzen.” ergänzte Bancescu. Der Behördenchef erläuterte, daß diese Hunde in Zwingern gehalten, kastriert, geimpft, und im elektronischen Hundehalterregister erfasst werden müssten.

“Hundefänger können Privatgelände nicht betreten um Hunde einzufangen ohne die Erlaubnis von Besitzer oder Verwalter. Ausnahmen sind Situationen, bei denen ein Gerichtsurteil oder durch eine sonstige durch eine Ermittlungsbehörde erteilte Anordnung vorliegt. Daher benötigen wir ein gesetzliches Regelwerk um diese Situation in den Griff zu bekommen. ” sagte Razvan Bancescu.

Was die ASPA vorbereitet

Bald wird der Rat der Stadt Bukarest einen Entwurf zu einer Regelung bekommen, die dafür vorgesehen ist, das Vorkommen von Strassenhunden niedrig zu halten. Zunächst wird nach Feedback allgemeiner Berater eine Einschränkung der Möglichkeiten zur Unterbringung/Haltung von Strassenhunden auf Privatgrundstücken erwogen.

Ein weiteres wichtiges Projekt ist ein Fütterungsverbot gültig für den gesamten öffentlichen Raum. Die Fütterung von Tieren wird 2.000 LEI Strafe kosten. “Anfangs hatte ich 5.000 LEI für alle diejenigen empfohlen, die Hunde füttern. Da aber Menschen auswichen, sie würden Katzen füttern, gilt das Fütterungsverbot dann für alle Tiere”, sagte der Projektkoordinator der ASPA.

Ob dieser Entwurf der ASPA vom Stadtrat Bukarests übernommen wird, bleibt abzuwarten.