Aufruf zwecks Zusammenarbeit bezüglich Streunerhunde in Rumänien / 28.02.2015

Aufruf zwecks Zusammenarbeit bezüglich Streunerhunde in Rumänien / 28.02.2015

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde, Tierschützerinnen und Tierschützer,

am 02. Februar 2015 habe ich ein Schreiben mit der Bitte um einen Gesprächstermin einer Delegation der Intergroup for Animal Welfare and Conservation beim Amtssitz des rumänischen Staatspräsidenten Klaus Iohannis persönlich abgegeben. Bei diesem Treffen soll das Populationsmanagement der Streunerhunde und die in diesem Zusammenhang bekannt gewordenen Verstöße gegen geltendes nationales und europäisches Recht durch städtische und private Hundefängerdienste, lokale, regionale und nationale Kontrollbehörden angesprochen werden. Gleichzeitig sollen dem rumänischen Staatsoberhaupt Lösungswege aufgezeigt werden, wie sich die große Anzahl der in Rumänien vorhandenen Streunerhunde mittelfristig ohne ein landesweites Tötungsprogramm verringern lässt.

Ein Mitarbeiter des Stabes von Herrn Präsident Iohannis hat dem Vorsitzenden der Intergroup for Animal Welfare and Conservation, Herrn Janusz Wojciechowski, bei einem Besuch Mitte Januar bereits mündlich zugesagt, dass einem solchen Treffen nichts im Wege stünde und man mit einer verbindlichen Zusage innerhalb von sechs bis acht Wochen rechnen könne.

Wir haben zwar bis heute noch keine Terminbekanntgabe seitens Präsident Iohannis erhalten, aber wir wollen uns schon jetzt auf dieses wichtige Treffen vorbereiten.

Dafür benötigen wir möglichst detaillierte und verifizierte Daten über die Anzahl der bisher eingefangenen und getöteten Hunde, über dokumentierte Verstöße gegen nationales und europäisches Recht durch die städtische und private Hundefängerdienste, lokale, regionale und nationale Kontrollbehörden (beispielsweise bekanntgewordene Übergriffe der ASPA gegenüber Hundehalter/innen und Tierschützer/innen), Foto und Videomaterial über die schlechten Verhältnisse in den öffentlichen Sheltern sowie über das brutale Einfangen und das Töten der Streunerhunde. Gleichzeitig wollen wir mit positiven Beispielen belegen, dass durch das Verfahren „catch-neuter-release“ und/oder Adoption eine humane und tierfreundliche Lösung im Sinne einer Populationsverminderung möglich ist.

Ich bitte deshalb hiermit Privatpersonen sowie die in Rumänien tätigen Tierschutzorganisationen, die benötigten Informationen und eventuell vorhandenes Foto- und Videomaterial der Intergroup for Animal Welfare and Conservation zur Verfügung zu stellen, damit wir diese Daten auswerten und zusammenfassen können. Diese wollen wir Herrn Präsident Iohannis in einem adäquaten Dossier übergeben, so dass er sich selbst ein umfassendes Bild über die inakzeptablen Vorkommnisse im Zusammenhang mit der Populationsregulierung der Streunerhunde in seinem Land machen kann.

Wir hoffen, dass wir das rumänische Staatsoberhaupt bewegen können, seinen Einfluss auf die rumänische Regierung und das rumänische Parlament zu nutzen, damit das im Herbst 2013 verabschiedete Streunerhundegesetz aufgehoben und durch eine tier- und menschenfreundliche und den europäischen Standards entsprechende Verordnung ersetzt wird.

Bitte sendet/senden Sie die oben benötigten Informationen, Dokumente, das Foto – und Videomaterial usw. an: stefanbernhardeck@yahoo.de

Ich würde mich freuen, wenn Ihr/Sie diesen Aufruf weitflächig teilt, damit möglichst viele Informationen und Daten bei uns eingehen.

Vielen Dank im Voraus für Eure/Ihre Kooperation!

Lasst uns gemeinsam dazu beitragen, das unermesslichen Leiden der Streunerhunde in diesem osteuropäischen Land zu beenden.