Ärzte gegen Tierversuche

 

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Tierversuche sind nicht nur aus ethischen Gründen abzulehnen, sondern auch, weil sie wissenschaftlich unsinnig sind. Immer mehr Ärzte, Tierärzte und Wissenschaftler erkennen, dass Tierversuche der falsche Weg in der Medizin sind. Tierversuche müssen abgeschafft werden, um den Weg frei zu machen für eine moderne, ethisch vertretbare Medizin und Forschung. Der Film lässt Ärzt/innen und Tierärzt/innen zu Wort kommen.


 

Wer wir sind

»Medizinischer Fortschritt ist wichtig – Tierversuche sind der falsche Weg!« – Unter diesem Motto setzen sich die Ärzte gegen Tierversuche e. V. für eine tierversuchsfreie Medizin ein, bei der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten sowie der Einsatz von modernen Forschungsmethoden z.B. mit menschlichen Zellkulturen im Vordergrund stehen. Die Vereinigung besteht seit 1979 und hat mehr als 1.700 Mitglieder, davon rund die Hälfte Ärzte, Tierärzte, im medizinischen Bereich tätige Naturwissenschaftler und Psychologen. Ziel ist die Abschaffung aller Tierversuche und damit eine ethisch vertretbare, am Menschen orientierte Medizin – eine Wissenschaft, die durch moderne, tierversuchsfreie Testmethoden zu wirklich relevanten Ergebnissen gelangt.

Was wir wollen

  • Abschaffung aller Tierversuche.
  • Verstärkte Förderung der tierversuchsfreien Forschung.
  • Intensivierung der Erforschung der wirklichen Ursachen unserer Krankheiten durch klinische und epidemiologische Forschung sowie Aufklärung über präventive Möglichkeiten.
  • Verstärkte Erforschung und Förderung einer auf den Menschen bezogenen Medizin anstatt reiner Symptombehandlung.

Was wir tun

  • Mit unserem Informationsmaterial liefern wir fundierte Beweise für die Unsinnigkeit tierexperimenteller Forschung und zeigen Auswege aus der Sackgasse Tierversuch auf.
  • Durch Kampagnen, Veranstaltungen und die Verbreitung von Informationen machen wir unsere Argumente einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und üben Druck auf die Tierversuchsindustrie und die Politik aus.
  • Unsere Internetseite – die umfangreichste zum Thema Tierversuche im deutschsprachigen Raum – bietet unzählige brandaktuelle Daten, Fakten, Hintergründe.
  • Unsere Arbeitsgruppen (AGs) sind deutschlandweit mit Infoständen und Aktionen aktiv.
  • In unserer Internet-Datenbank dokumentieren wir Details zu Tausenden von in Deutschland durchgeführten Tierversuchen.
  • Mit unserem Jugendprojekt setzen wir bei der kommenden Generation an.
  • Mit unseren Osteuropa-Projekten unterstützen wir Hochschulen in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, die Tierversuche durch Computersimulationen ersetzen wollen und retten so direkt unzählige Tierleben.
  • Durch unsere politische Arbeit nehmen wir Einfluss auf die Gesetzgebung auf Bundes- und EU-Ebene.
  • Bei unserem REACH-Projekt helfen unsere Fachleute konkret, Tierversuche zu verhindern.
  • Wir erarbeiten Stellungnahmen zu aktuellen Themen im Zusammenhang mit dem Tierversuch.

Zur Durchsetzung unserer Ziele sind wir auf zahlreichen Ebenen aktiv.

  • Mit unserem Informationsmaterial liefern wir fundierte Beweise für die Unsinnigkeit tierexperimenteller Forschung und zeigen Auswege aus der Sackgasse Tierversuch auf.
  • Durch Kampagnen, Veranstaltungen und die Verbreitung von Informationen machen wir unsere Argumente einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und üben Druck auf die Tierversuchsindustrie und die Politik aus.
  • Unsere Arbeitsgruppen (AGs) sind deutschlandweit mit Infoständen und Aktionen aktiv.
  • In unserer Internet-Datenbank dokumentieren wir Details zu Tausenden von in Deutschland durchgeführten Tierversuchen.
  • Mit unserem Jugendprojekt setzen wir bei der kommenden Generatio an.
  • Mit unseren Osteuropa-Projekten unterstützen wir Hochschulen in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, die Tierversuche durch Computersimulationen ersetzen wollen und retten so direkt unzählige Tierleben.
  • Durch unsere politische Arbeit nehmen wir Einfluss auf die Gesetzgebung auf Bundes- und EU-Ebene.
  • Bei unserem REACH-Projekt helfen unsere Fachleute konkret, Tierversuche zu verhindern.

 „Woran soll man denn sonst testen? – Moderne Forschungsmethoden ohne Tierversuche“

Immer mehr Forschungseinrichtungen erkennen die Vorteile der tierversuchsfreien Forschung und entwickeln innovative In-vitro-Systeme, um die Auswirkungen von Substanzen auf den menschlichen Organismus zu testen. Selbst komplexe Organsysteme lassen sich im Reagenzglas lebensecht nachahmen.

Der von „friendshipfilm production“ im Auftrag von Ärzte gegen Tierversuche produzierte Film lässt In-vitro-Forscher und andere Experten zu Wort kommen und zeigt auf, dass eine Abschaffung aller Tierversuche, wie wir und immer mehr Experten sie fordern, nicht nur möglich, sondern auch nötig ist.

„Woran soll man denn sonst testen? – Moderne Forschungsmethoden ohne Tierversuche“

  • Länge: 28 Minuten
  • Veröffentlichung: 2014
  • Produktion: friendship production im Auftrag von Ärzte gegen Tierversuche e.V.

Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche hat bei der Staatsanwaltschaft Tübingen Strafanzeige gegen Forscher des Max-Planck-Instituts für Biologische Kybernetik in Tübingen (MPI) eingereicht. Sie sieht in den Tierversuchen, bei denen Affen Durstqualen und massive Bewegungseinschränkungen erleiden müssen, einen klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und den Straftatbestand der fortgesetzten Tierquälerei erfüllt. Der Verein fordert einen sofortigen Stopp der gesetzeswidrigen Versuche.

Ärzte gegen Tierversuche – Affenhirnforschung: Ärzte gegen Tierversuche stellen Strafanzeige…


Können Tierversuche im Labor wissenschaftlich sein?

Frau Dr. med.vet. Hiltrud Strasser ist aktives Mitglied der Vereinigung „Ärzte gegen Tierversuche“. Sie referiert zu dem oben genannten Thema an der Universität Salzburg.

 


Deutschland erlaubt von der EU verbotene Tierversuche
Bundesminister Schmidt sieht keinen Handlungsbedarf

Unterstützt unseren Kampf gegen besonders leidvolle Tierversuche und unterschreibt jetzt:
http://bit.ly/Schwimmen-bis-zur-Verzweiflung

Mäuse werden in Deutschland Elektroschocks ausgesetzt oder bis zur Erschöpfung zum Schwimmen gezwungen, obwohl die EU ein Verbot besonders leidvoller Tierversuche vorsieht. Ungeachtet juristischer Gutachten, die einen Rechtsbruch Deutschlands belegen, hat das Ministerium von Bundesminister Christian Schmidt den bundesweiten Vereinen Ärzte gegen Tierversuche, Bund gegen Missbrauch der Tiere und TASSO nun schriftlich mitgeteilt, dass Deutschland die EU-Tierversuchsrichtlinie korrekt umgesetzt hat. Auch ein gemeinsames Gespräch zu dieser Thematik lehnt das Ministerium ab.

Weitere Infos findet Ihr hier: https://www.tasso.net/…/11-08-2016-Von-EU-verbotene-Tierver…

Diese Aussage können und wollen wir nicht akzeptieren. Unterstützt uns in unserem Kampf und unterschreibt fleißig weiter unsere gemeinsame Petition, damit wir schnell 150.000 Stimmen erreichen: http://bit.ly/Schwimmen-bis-zur-Verzweiflung


Ärzte gegen Tierversuche

Dringende Aktion! Bitte mitmachen!

Die Pharmafirma ELANCO, ein Tochterunternehmen von Eli Lilly, will eines ihrer Labore in Friburg, Schweiz, das bis 2013 Novartis gehörte, zum Jahresende schließen. Das ist einerseits erfreulich, doch will der Konzern alle noch vorhandenen Tiere töten! 250 Hunde, 170 Katzen, mehrere Tausend Mäuse und Ratten sowie einige Rinder, Schafe und Schweine sollen sterben. Unsere Schweizer Partner von der Swiss League Against Vivisection (LSCV) haben den Skandal öffentlich gemacht und sehr viele Menschen haben sich gemeldet, die bereit sind, Tiere aufzunehmen, aber der Pharmamulti lässt sich bislang nicht erweichen. Bitte schreibt an ELANCO und Eli Lilly und fordert sie auf, die Tiere freizugeben!

Adressen:
Maria Zampaglione, Manager, EMEA Communications
zampaglione_maria@elanco.com
Twitter
@mariazampaglion
https://twitter.com/mariazampaglion
contactelancofrance@elanco.com

Eli Lilly:
lilly_ch@lilly.com

Musterbrief (oder schreibt einen eigenen Brief, möglichst auf Englisch oder Französisch):
Dear Sir, dear Madam,
I am shocked to learn that you want to kill hundreds of dogs, cats and other animals just to save money. Your enterprise is making billions in profit but you are not willing to find new homes for the animals you are responsible for? There are many people who are prepared to adopt your animals. I urge you not to kill the animals but to give them to new homes – not just cats and dogs, but all of them!
Sincerely,

Übersetzung:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin entsetzt zu erfahren, dass Sie Hunderte von Hunden, Katzen und anderen Tieren töten lassen wollen, nur um Geld zu sparen. Ihr Unternehmen macht jedes Jahr Milliardengewinne, aber ist nicht bereit, die Tiere in Ihrer Obhut in gute Hände zu vermitteln? Es gibt viele Tierfreunde, die bereit stehen, Ihre Tiere aufzunehmen. Ich bitte Sie eindringlichst: geben Sie die Tiere frei – und zwar nicht nur Hunde und Katzen, sondern alle!
Mit freundlichen Grüßen,


Soeben gestartet: Kampagne „Sieh es mit ihren Augen“

Mit dieser neuen, EU-weiten öffentlichkeitswirksamen Kampagne „Sieh es mit ihren Augen“ wollen wir Ärzte gegen Tierversuche und unser Dachverband, die Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE), Menschen aufrütteln und gleichzeitig aufklären. Der Betrachter soll sich für einen Moment in die Lage der Tiere versetzen, die hinter den verschlossenen Labortüren Unbeschreibliches aushalten müssen. Wir wollen erreichen, dass die Bilder mit der Botschaft über die sozialen Netzwerke eine möglichst breite Öffentlichkeit erreichen –
Hier geht’s lang, um es mit ihren Augen zu sehen:
http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/…/1956-sieh-es-mit-…


Pressemitteilung, 23. November 2015

Großer Erfolg bei „Botox“-Tierversuchen – 25.000 Mäuse müssen nicht mehr leiden

Die Frankfurter Firma Merz hat eigenen Angaben zufolge eine behördliche Anerkennung für einen Zellkulturtest als Ersatz für die seit Jahren in Kritik stehenden „Botox“-Tierversuche an Mäusen bekommen. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche spricht von einem großen Erfolg seiner jahrelangen Kampagne gegen diese besonders grausamen Tierversuche.

Jede Produktionseinheit des als Faltenglätter „Botox“ bekannten Nervengiftes Botulinumtoxin wird im sogenannten LD50-Test an Mäusen getestet. Dabei wird Gruppen von Mäusen die Substanz in die Bauchhöhle gespritzt, um die Dosis zu ermitteln, bei der die Hälfte der Tiere stirbt. Die Mäuse sterben unter Qualen nach 3 bis 4 Tagen Todeskampf an Atemlähmung.

Die Firma Merz testet ihre Präparate Xeomin und Bocouture beim Hamburger Auftragslabor LPT und „verbraucht“ pro Jahr etwa 35.000 Mäuse. Jetzt gibt der Konzern bekannt, dass seine selbst entwickelte tierversuchsfreie Zellmethode für Europa behördlich anerkannt wurde. Für die USA bestand schon seit Anfang 2015 eine Zulassung. Wie Merz der Ärztevereinigung aktuell mitteilte, können die Mäuseversuche 2016 um 70 % auf 10.400 Tiere gesenkt werden und 2017 um 85% auf 5.400 Tiere.

Der Verein Ärzte gegen Tierversuche gratuliert Merz zu dem wichtigen Schritt, kritisiert aber, dass immer noch Tausende von Mäusen in „Botox“-Versuchen leiden und sterben müssen und fordert, die Botulinumtoxinproduktion einzustellen, bis die tierversuchsfreie Methode für alle Testarten und für alle Länder anerkannt ist. Der amerikanische Hersteller Allergan testet bereits seit 2011 seine Botox-Produkte mit einem Zelltest. Die britische Firma Ipsen mit einer Filiale in Esslingen und der japanische Hersteller Eisai mit einer Zweigstelle in Frankfurt testen jedoch unvermindert an Mäusen. „Die Entwicklung einer Zellkulturmethode ist bei Ipsen und Eisai noch wesentlich weniger weit“, erklärt Dr. med. vet. Corina Gericke, Vizevorsitzende der Ärzte gegen Tierversuche.

Mit der 2007 gestarteten Kampagne gegen Botox-Tierversuche brachte der Ärzteverein diese grausamen Tierversuche ans Licht der deutschen und europäischen Öffentlichkeit und übte so jahrelangen Druck auf die Hersteller aus, tierversuchsfreie Systeme zu entwickeln und zu validieren. „Mit der Anerkennung der Zellmethode von Merz ist nun ein weiterer großer Schritt getan – ein Erfolg, der ohne den durch unseren Verband ausgelösten Aufschrei der Öffentlichkeit nicht oder nur sehr viel langsamer erzielt worden wäre“, ist sich Tierärztin Gericke sicher.

Die Ärzte gegen Tierversuche werden die Hersteller, insbesondere Ipsen und Eisai, solange weiterhin unter Druck setzen, bis kein einziges Tier mehr für das Antifaltenmittel sterben muss.


 

Tierrechtler fordern Tierversuchsverbot für Putzmittel – EU-weiter Kampagnenstart

27. Juli 2015 um 16:35

Pressemitteilung

 

Der europäische Dachverband ECEAE des deutschlandweiten Vereins Ärzte gegen Tierversuche gibt heute den Startschuss für seine EU-weite Kampagne CleanUpCruelty mit dem Ziel, den Tierversuchen für Haushaltsprodukte ein Ende zu setzen.

 

Die ECEAE, die die führenden europäischen Tierversuchsgegnerorganisationen vereint und für ein vollständig tierversuchsfreies Europa eintritt, will mit ihrer aktuellen Kampagne die Politik in Brüssel dazu bewegen, ein Verbot für Tierversuche zur Testung von Haushaltsprodukten wie Spülmittel, Lufterfrischer, Möbelpolitur oder Badreiniger auf den Weg zu bringen. Dank des unermüdlichen Einsatzes der ECEAE konnte nach 25 Jahre langem Ringen im März 2013 die Einfuhr von an Tieren getesteten Kosmetikinhaltsstoffen als Meilenstein erreicht werden. Die heute in 15 Ländern gestartete Kampagne ist die konsequente Fortführung dieses Erfolges. Ein Mittel zur Unterstützung seitens der EU-Bürger ist eine Online-Petition* an Martin Schulz, den Präsidenten des Europäischen Parlaments.

 

Analog den Kosmetika zeigen zahlreiche Firmen wie beispielsweise Ecover oder Marks and Spencer schon lange, dass es möglich ist, sichere Haushaltsprodukte ohne Tierleid herzustellen. Die ECEAE vergibt an solche Firmen das Siegel des springenden Kaninchens.

 

Dennoch müssen in ganz Europa noch immer Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Ratten und Mäuse zur Testung von Putzmitteln sterben. Um die Giftigkeit einer Substanz zu untersuchen, wird diese den Tieren beispielsweise über unterschiedliche Zeiträume zwangsgefüttert oder sie müssen sie inhalieren. Häufig führt dies zu schweren Symptomen wie Erbrechen, inneren Blutungen und Organschäden, bis am Ende letztlich alle Tiere getötet werden.

 

Nach Ansicht der Ärztevereinigung ist es weder aus ethischer noch aus wissenschaftlicher Sicht tragbar, dass Tiere in Versuchen leiden und sterben müssen. Produkte würden dadurch weder sicher für Verbraucher, noch entspreche dies dem Wunsch des Großteil der Bevölkerung, der keine Waren will, die auf Tierleid basieren.

 

Online-Petition (auf Englisch) >>

 

*Übersetzung des Petitionstextes:

Wir, die Unterzeichner, sind schockiert, dass Tierversuche für Haushaltsprodukte in der EU noch erlaubt sind. Wir fordern die Europäische Union auf, ein umfassendes Tierversuchsverbot für Haushaltsprodukte einschließlich ihrer Inhaltsstoffe zu schaffen, dergestalt, wie sie es mit Tierversuchen für die Kosmetik getan hat.


 

Affenhirnforschung ist unethisch und medizinisch nutzlos

Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche hat aktuell eine Stellungnahme veröffentlicht, in der sie die vom Tübinger Max-Planck-Institut (MPI) vorgeschobenen Argumente für die Affenhirnforschung fundiert widerlegt.

Hier gehts zum Artikel: http://bit.ly/1HJkKS0


 

„Was Sie schon immer über Tierversuche wissen wollten“ – DAS Taschenbuch für jeden kritischen Bürger!

Gegen Tierversuche zu sein ist leicht, doch erst mit guten Argumenten lassen sich weitere Menschen vom Irrweg Tierversuch überzeugen. Und eine kritische Masse gehört zur Basis, damit die tierversuchsfreie Forschung endlich umfassende Förderung erhält und Tierversuche verboten werden.

Hauptautorin Dr. med. vet. Corina Gericke, Tierärztin und stellv. Vorsitzende unseres Vereins, erläutert in dem nun in 3. Auflage erschienenen Buch brennende Fragen rund um das kontrovers diskutierte Thema Tierversuch. Sachlich und mit Quellen belegt erhält der Leser Antworten auf 80 zentrale Fragen wie „Warum werden Tierversuche gemacht? oder „Können ohne Tierversuche überhaupt neue Medikamente gefunden werden?“

Das Buch (9,80 €) kann direkt bei uns im Shop bestellt werden:
www.aerzte-gegen-tierversuche-shop.de/buch


 

Mit dem „Mausmobil“ aktiv gegen Tierversuche

Im Sommerhalbjahr 2015 wollen wir mit einem Transporter, dem „Mausmobil“, durch Deutschland touren – um unsere Argumente gegen Tierversuche und für eine tierversuchsfreie Forschung einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

betterplace.org


 

Tierversuchszahlen – Ärzte gegen Tierversuche sehen keine Trendwende

Bundesregierung äußert sich zu Versuchstierzahlen 2013

 

2.997.152 Tiere mussten 2013 in Experimenten leiden und sterben. 2.165 davon waren Affen, was im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung um 28 % entspricht. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche kritisiert die Schönfärberei der Bundesregierung, welche soeben die um 2,7 % gesunkene Tiergesamtzahl als Trendwende begrüßt. Der Ärzteverein sieht keineswegs einen Trend bestätigt, zumal die Veröffentlichung der umfassenden Versuchstierstatistik bislang nicht einmal erfolgt ist. Stark gestiegen sei auf jeden Fall neben den Affenversuchen auch die Zahl der für Versuchszwecke verwendeten Fische.

 

„Eine Analyse der umfassenden Statistik ist unumgänglich, um Bewertungen vornehmen zu können. Der leichte Gesamtrückgang darf nicht darüber hinweg täuschen, dass qualvolle Versuche in manchen Bereichen geklettert sein werden, wie schon der dramatische Anstieg bei den Affen zeigt. Außerdem weist Deutschland im EU-Vergleich nach Frankreich die zweithöchsten Tierversuchszahlen auf – es besteht also nach wie vor dringendster Handlungsbedarf“, so Dr. Corina Gericke, Vizevorsitzende der Ärzte gegen Tierversuche. „Wir werden Minister Schmidt beim Wort nehmen, der jetzt verkündete, dass noch mehr sogenannte Alternativen entwickelt werden müssen. Bislang hat Deutschland den Tierschutz vehement torpediert. So empfiehlt die neue EU-Tierversuchsrichtlinie ein Verbot von Versuchen mit schwerem Leid sowie eine Einschränkung von Affenversuchen, was die Bundesregierung bei der Umsetzung in nationales Recht vollständig ignoriert hat und damit gegen das Staatsziel Tierschutz verstößt.“

 

Die Ärztevereinigung wird sich, sobald die Statistik der Tierversuchszahlen 2013 veröffentlicht ist, ausführlich zu den Zahlen äußern.

 

Grundsätzlich fordern die Ärzte gegen Tierversuche ein Ende des unethischen und wissenschaftlich fatalen Irrwegs Tierversuch. Stattdessen sollen moderne Forschungsmöglichkeiten zum Einsatz kommen, da mittels Hightech-Verfahren sowie auch Bevölkerungsstudien aussagekräftige Erkenntnisse erlangt werden können. Die Bundesregierung ist aufgefordert, die gesetzlichen Vorgaben erneut zu überarbeiten und endlich den überfälligen Paradigmenwechsel hin zur tierversuchsfreien Forschung umzusetzen.


 

 Studie belegt: Kein Nachweis über angeblichen Nutzen von Tierversuchen!

Den Autoren einer im Mai 2014 in der medizinischen Fachzeitschrift British Medical Journal veröffentlichten Studie zufolge fehlt der Nachweis über den Nutzen von Tierversuchen und Gelder, die in die tierexperimentelle Forschung investiert werden, bleiben einer für Mediziner und Patienten sinnvollen Forschung vorenthalten.

Als Kernaussagen formulieren die Autoren,

  • dass die Durchführung, Veröffentlichung und Darstellung von tierexperimenteller Forschung unzureichend ist
  • die Situation unethisch ist, da Tiere und Menschen Teil eines Wissenschaftssystems sind, das keine verlässlichen Ergebnisse liefert
  • der systematische Nachweis über den klinischen Nutzen von Tierversuchen mangelhaft ist
  • eine größere Genauigkeit und Rechenschaftspflicht notwendig ist, um die sinnvollste Verwendung öffentlicher Gelder zu gewährleisten.

In der aktuellen Studie wurde die Literatur nach Hinweisen für den klinischen Nutzen von Tierversuchen durchforstet. Nur 25 Übersichtsarbeiten (Reviews) wurden gefunden, die die These untermauern, dass die tierexperimentelle Forschung eine medizinische Relevanz hat und selbst diese wenigen Veröffentlichungen ließen Zweifel an der Qualität und Aussagekraft aufkommen. Belege dafür würden sich häufen, dass mit Tierversuchen, wenn überhaupt, nur sehr dürftig Vorhersagen für den Menschen getroffen werden können.

Eine Auswertung des britischen Nationalen Zentrums für Ersatz, Verfeinerung und Verminderung von Tierversuchen (NC3Rs) hatte 271 Tierversuche, die zwischen 1999 und 2005 durchgeführt wurden, unter die Lupe genommen. Es zeigte sich, dass nur bei 32 der 271 Versuchen (12 %) der tierexperimentellen Arbeiten anerkannte Methoden des Studiendesigns angewendet wurden.

Eine Metaanalyse untersuchte systematisch Tierversuche hinsichtlich ihres Nutzens für den Menschen in den Bereichen Schlaganfall, neurologische Erkrankungen, Knochenkrebs, Multiple Sklerose und Parkinson. John Ioannidis, Professor für Gesundheitsforschung an der Stanford Universität, folgerte aus dieser Analyse, dass es nahezu unmöglich ist, sich auf Tierversuchsdaten zu verlassen, um das Nutzen-Risiko-Verhältnis für den Menschen vorherzusagen.

Zahlreiche Studien lassen den Rückschluss zu, dass selbst Ansätze, die sich im Tierversuch als sehr vielversprechend gezeigt haben, in der klinischen Studie am Menschen versagen und keine praktische Anwendung daraus resultiert. Beispielsweise zeigt eine Auswertung, dass weniger als 10 % der als vielversprechend erscheinenden Entdeckungen aus der Grundlagenforschung innerhalb von 20 Jahren zu klinischen Anwendungen führen. So folgte aus jahrzehntelanger Schlaganfallforschung und enormen Investitionen keine einzige Therapie für den Menschen. Ähnlich bei Versuchen an einem „etablierten Mausmodell“ zur amyotrophen Lateralsklerose (Erkrankung des motorischen Nervensystems). Von über 100 Wirkstoffen, die sich im „Tiermodell“ als wirksam erwiesen haben, wurden 92 im weiteren Verlauf der Medikamentenentwicklung aussortiert. Die verbleibenden acht Medikamente wurden an Tausenden Probanden getestet, mit dem Ergebnis, dass sie nicht die erwartete therapeutische Wirkung hatten.

Die Autoren äußern, dass bei der großen Anzahl durchgeführter Tierversuche die Übereinstimmung einzelner Ergebnisse mit denen am Menschen purer Zufall ist. Sie gehen der Frage nach, ob eine bessere Qualität bei der Durchführung von Tierversuchen mehr Nutzen für den Menschen bringen würde. Mit Blick auf Studien, die diesem Anspruch genügen, zeigt sich jedoch unter anderem bei der Schlaganfallforschung, dass auch nach 10 Jahren keine klinisch relevanten Rückschlüsse gezogen werden konnten.

Ein Projekt an einer englischen Universitätsklinik zielte darauf ab, mit einer besseren Schulung der Experimentatoren die Übertragbarkeit von Tierversuchsergebnissen auf den Menschen zu verbessern. Allerdings zeigte sich, dass die Motivation der Grundlagenforscher vielmehr in der wissenschaftlichen Entdeckungslust begründet lag als in der Absicht, klinisch anwendbare Erkenntnisse zu erlangen.

Die Autoren der Studie bezeichnen die bestehende Situation als unethisch und kritisieren, dass schlechte Versuchsdesigns und methodische Ungenauigkeit bei vorklinischen Tests dazu führen, dass darauffolgende klinische Studien am Menschen versagen, Probanden potentiellen Risiken ausgesetzt werden und uns nützliche Therapien möglicherweise vorenthalten bleiben. Zudem sei es ethisch nicht zu rechtfertigen, Tieren in Versuchen, die ungenau durchgeführt werden und keine verlässlichen Ergebnisse liefern, Leid zuzufügen. Ebenso unethisch sei die Nicht-Veröffentlichung von Tierversuchsergebnissen, da dies dazu führe, dass Kenntnisse vorenthalten bleiben und folglich unnötigerweise weitere Tierversuche durchgeführt werden.

 

Hier geht’s zum Originalbericht
http://aerzte-gegen-tierversuche.de/de/infos/wissenschaftliche-studien/1538-studie-belegt-kein-nachweis-ueber-angeblichen-nutzen-von-tierversuchen


 

Eine vielversprechende Entwicklung für die Tiere: www.veganblog.de/?p=33630

 

1,15 Millionen Unterschriften gegen Tierversuche – Nach Anhörung in Brüssel muss Kommission Entscheidung treffen

Ärzte gegen Tierversuche

12. Mai 2015 um 16:50

Pressemitteilung 

Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche begrüßt, dass sich die Europäische Kommission und das Parlament gestern in einer Anhörung mit der Forderung der Bürgerinitiative „Stop Vivisection“ nach einer tierversuchsfreien Forschung befasst haben. Die Initiative, die innerhalb eines Jahres 1,15 Millionen Unterschriften gesammelt hatte, bezweckt im Interesse der menschlichen Gesundheit, Tierversuche zu beenden und durch effektive wissenschaftliche biomedizinische Forschungsmethoden zu ersetzen. Bis Anfang Juni muss die EU-Kommission nun begründen, ob und welchen Handlungsbedarf sie sieht.

Die Ärzte gegen Tierversuche hatten die Bürgerinitiative unterstützt. Europaweit hatten sich über 1,15 Millionen Bürger daran beteiligt, aus Deutschland rund 159.000. Ziel der Bürgerinitiative ist, die EU-Tierversuchsrichtlinie, die erst 2010 verabschiedet wurde, aber vollends die Handschrift der Nutznießer von Tierversuchen trägt, dahingehend zu novellieren, dass Tierversuche abgeschafft und stattdessen Methoden angewandt werden, die eine direkte Relevanz für den Menschen haben.

Auf Grundlage des § 11 des Vertrags von Lissabon ist es Bürgern seit April 2012 möglich, wichtige Anliegen an die Europäische Kommission heranzutragen, die per Gesetz geregelt werden sollen. Die hierfür erforderliche eine Million Unterschriften europäischer Bürger kam innerhalb nur eines Jahres zustande, so dass die Brüsseler Politik sich mit dem Thema auseinandersetzen muss.

Die Initiatoren der Bürgerinitiative, der Zoologe und Tierarzt Dr. André Ménache aus Großbritannien, der Physiker und Zellbiologe Dr. Claude Reiss aus Frankreich und der Biologe Gianni Tamino aus Italien legten während der Anhörung dar, warum tierversuchsfreie Testmethoden im Gegensatz zum Tierversuch verlässliche, für den Menschen relevante Ergebnisse liefern und daher das tierexperimentelle System abgeschafft werden muss.

Im Vorfeld waren die Europa-Abgeordneten mit Protestmails von Seiten der Forscher bombardiert worden, die den Untergang der medizinischen Forschung prophezeiten, sollten Tierversuche eingeschränkt werden.

Der Ärzteverein appelliert an die Entscheidungsträger sich nicht von der Tierversuchslobby beeinflussen zu lassen, sondern die weichgespülte Tierversuchsrichtlinie dahingehend zu überarbeiten, dass einer modernen und ethischen Wissenschaft ohne Tierversuche Vorschub geleistet wird. Die EU-Kommission muss bis zum 3. Juni entscheiden, ob und welche Maßnahmen Sie bezüglich des Bürgerbegehrens ergreifen wird.