Es ist immer wieder sehr interessant, wie viele Menschen vegane Ernährung als eine gewisse „Sichtweise“ dargestellt wissen wollen. Immer nach dem Motto: Jeder, wie er will. Grundsätzlich….na klar. Man kann (fast) niemand zu einer bestimmten Ernährung zwingen. Aber vegan hat so gar nichts mit einer Meinung zu tun. Vegan bedeutet einfach das bewusste Leben nach zeitgemässen Tatsachen und Erkenntnissen, bedeutet Vermeidung von Qual, Mord, Hunger, sinnloser Umweltbelastung und Antibiotikaresistenzen….und mehr. Aber nicht weniger.
Tierische Produkte zu essen ist hingegen nicht mehr ansatzweise zeitgemäss, dazu ungesund, unmoralisch, todbringend und obendrauf irgendwas zwischen egoistisch und zynisch. Deswegen kann man es natürlich trotzdem weiterhin machen, aber mit einer „Meinung“ oder einer freiheitlich demokratischen Sichtweise nach dem Motto „Die Gedanken sind frei“ hat das nichts zu tun. Gar nichts.
Wir können die exponentiell – und eben nicht linear und langsam -wachsende Weltbevölkerung nicht mit Fleisch ernähren. Das ist schlichtweg unmöglich und wir alle wissen das. Also….irgendwann kommt es sowieso bei jedem an. Und diese Zeit ist nicht soooo weit entfernt, wie der eine oder andere denken mag. Und: Es jst vor allem überhaupt kein Problem. Wir können morgen aufhören, Tiere zu essen. Denn wir haben die Wahl und wir brauchen keine Tiere für unsere Ernährung.
Das ist soooo einfach. Fast schon lachhaft einfach.
Und auch das ist keine Meinung, sondern eine Tatsache.
Wir sind alle mit der falschen, verlogenen „Normalität“ des Fleischkonums aufgewachsen. Und ja….vieles wussten wir tatsächlich nicht. Anderes haben wir lange und intensiv verdrängt oder sogar vollkommen ignoriert. Das hat uns eine lange Zeit eine gewisse Portion samtig weiche Unschuld verliehen. Ok. Fair enough.
Aber jetzt wissen wir, was Sache ist. Wir wissen, was wir uns, unseren Kindern, unserem Planeten und Milliarden von Tieren antun, und das vollkommen ohne Not.
Jetzt sind wir vollumfänglich informiert.
Unsere Unschuld ist jetzt Geschichte.