Tierhilfe Unmut Evi e.V.

Vermittlung und Spenden:

 

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Die TierInsel – Umut Evi e.V. verfolgt das Ziel, das Leid der Straßentiere stetig zu verringern. Deshalb lässt der Verein türkische Straßenhunde und Straßenkatzen kastrieren und Notfalltiere medizinisch versorgen.

 

Wir handeln dabei im Sinne der Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO, Guideline for Dog Population Management, Geneva 1990).  
Diese sind bekannt unter der Bezeichnung „neuter & release“ – (Kastrieren & wieder Zurücksetzen in das vertraute Revier).  

 

Nur ein nachhaltiges Handeln in dieser Form kann die Population von Hunden und Katzen senken. Zuverlässigen Schätzungen zufolge könnte, sofern alle Nachkommen überleben, eine einzige unkastrierte Hündin und ihre Jungen in nur sechs Jahren eine Nachkommenschaft von bis zu 67.000 Hunden hervorbringen, eine unkastrierte Katze und ihre Jungen in nur 7 Jahren von bis zu 420.000 Nachkommen.

 

Die Ergebnisse einer nachhaltigen Anwendung der „neuter & release“ – Methode werden erst nach einigen Jahren deutlich sichtbar.  Dafür stellt diese Vorgehensweise aber eine nachhaltige und humane Lösung dar.

 

Methoden, sich auf andere Art und Weise der Straßentiere zu entledigen (z.B. Verbringen in entlegene Gebiete mit geringsten Überlebenschancen, Vergiftungen, etc.), sind nicht nur grausam und inhuman, sondern auch absolut kontraproduktiv. Dies belegt unter anderem der Bericht der Weltgesundheitsorganisation.

Jede Reduzierung der Populationsdichte in einem „Revier“ durch diese Maßnahmen würde schnellstens durch eine bessere Fortpflanzung und eine höhere Überlebensrate der Tiere bzw. eine höhere Zuwanderungsrate von Tieren in selbiges Revier ausgeglichen werden.

 

Die konsequente Umsetzung des „neuter & release“ – Programmes beinhaltet folgende Punkte:

 

·         das behutsame Einfangen des Tieres, wenn möglich durch Anfütterung,

·         die Kastration* des Tieres,

·         die medizinische Versorgung und Impfung des Tieres,

·         die Ohrkennzeichnung des kastrierten Tieres. Hunde erhalten eine Ohrmarke. Katzen wir ein kleines Stück einer Ohrspitze entfernt
·         Zusätzliche individuelle und dauerhafte Kennzeichnung der Straßenhunde und Straßenkatzen durch Mikrochipimplantation.

·         Das Zurücksetzen des Tieres in das vertraute Revier. Die Länge der Rehabilitationsphase richtet sich nach dem individuellem Gesundheitszustand des Tieres. 

 

Des Weiteren strebt der Verein  eine kooperative und gute Zusammenarbeit mit türkischen Stadtverwaltungen an, die z.B. Räumlichkeiten und Grundstücke zur Durchführung von Kastrationsaktionen oder Impfstoffe zur Verfügung stellen könnten.

 

Durch diese Zusammenarbeit hoffen wir auch auf eine Sensibilisierung  der türkischen Bevölkerung für „ihre“ Straßentiere, in der Hoffnung, dass immer mehr Menschen diese als fühlende und zu respektierende Lebewesen anerkennen.

Wir finden dass die türkischen Straßentiere wunderbare Lebewesen sind, die Ihre Region mit den dazugehörigen Menschen auch „bewachen“. Wir haben erfahren, dass es auch Einwohner gibt, die „ihre Straßentiere“ zu schätzen wissen und sich für sie einsetzen. Die Erfahrung hat zudem gezeigt, dass die durch den Verein betreuten Tiere von einem Teil der Bevölkerung  als „sauberer“ angesehen werden, da sie einen besseren Gesundheitszustand haben.

 

Zudem hoffen wir durch unsere Arbeit aufzuzeigen, dass es auch sinnvoll ist, dass „Besitzertiere“ mit Freilauf kastriert werden. Auch wenn die Kastrationskosten durch den Besitzer selbst finanziert werden müssen.

 

TierInsel – Umut Evi e.V.  unterhält kein Tierheim und  vermittelt in der Regel auch keine Tiere aus der Türkei nach Deutschland.
Eine Ausnahme wird bei Notfalltieren gemacht, die nach der Behandlung nicht mehr auf der Straße leben können. Notfalltiere sind z.B. Straßentiere, die bei Unfällen mit Autos erhebliche Verletzungen erlitten haben oder Tiere die misshandelt wurden. Unter der Rubrik Notfalltierestellen wir diese vor und hoffen sehr, dass wir Menschen finden, die diesen Tieren ein gutes und artgerechtes Zuhause für immer bieten.

 

Über Tierheime bzw. Tierauffangstationen in der Türkei können wir keine allgemeingültigen Aussagen treffen. Es gibt allerdings einige, die wegen des Zustandes der Gebäude und Gehege oder wegen der Behandlung der Tiere aus Tierschutzgründen nicht akzeptiert werden können.

Soweit uns bekannt ist,  sind  Tiere aus „Tierheimen“, die nicht nahezu reinrassig sind, oder sich nicht mehr im Welpenalter befinden, in der Türkei nicht bzw. nahezu kaum zu vermitteln.  Für die meisten Insassen bedeutet das eine lebenslange Inhaftierung unter teils unvertretbaren Umständen.

 

Auch aus diesem Grund befürworten wir das Leben der Straßentiere „in Freiheit“, das wohl meistens sehr schwer aber durchaus möglich ist.

 

Straßentiere gehören zum Bild der Türkei.

 

Sollen Sie als Tierfreund in der Türkei ihren Urlaub verbringen, besuchen Sie bitte auch das örtliche Tierheim. Die Tiere freuen sich über die Sachspenden, mit denen Sie sie am besten gleich selbst beglücken können.

 

Das türkische Tierschutzgesetz

Die Türkei hat seit 2004 ein vorbildliches Tierschutzgesetz.

Allerdings ist es bei jedem Gesetz auch wichtig, dass die Gesellschaft sich nach diesen Vorschriften richtet und deren Missachtung konsequent,  durch die Behörden, geahndet wird.

 

Kooperationen des Vereins:

Derzeit besteht eine Kooperationsvereinbarung des Vereins mit der Stadt Mordogan.

Diese wird auch zur Zufriedenheit beider Parteien umgesetzt.

 

Weitere Kooperationen werden derzeit verhandelt.

 

Tierärzte

TierInsel – Umut Evi e.V. beauftragt türkische Tierärzte/Innen mit der Kastration und Notfallbehandlung von Straßentieren. Diese Tierärzte/Innen werden von uns nach besten Wissen und Gewissen ausgesucht und sind exzellente Fachleute. Von ihnen wird eine sehr gute Operationstechnik für „unsere“ Straßentiere verlangt, da die Straßentiere bei weitem nicht die Nachsorge und Pflege erhalten, wie es oft ein Besitzertier bekommen würde. Wir vereinbaren mit den Tierärzten/Innen „Tierschutzpreise“ für ihre tierärztlichen Leistungen.

 

Futterstellen

Diese entstehen oft auch durch tierliebe Einheimische. Gerade in den „Wintermonaten“ von Oktober bis März werden diese Plätze besonders stark von den Straßentieren aufgesucht, um überleben zu können. Unsere Hilfskräfte versorgen dort zusätzlich die Tiere mit Ihrem nährstoffreicheren, gespendeten Futter und mit Leckereien.  Futterstellen bieten eine sehr gute Möglichkeit für unsere Hilfspersonen vor Ort, die Straßentiere medizinisch zu überwachen und zu versorgen.

 

Hilfspersonen des Vereins

Bitte lesen Sie hierzu unter der Rubrik Wir über unsund TierInsel-Team  weiter.

 

Finanzierung

TierInsel – Umut Evi e.V. ist ein kleiner aber effizient arbeitender Verein.

Er finanziert sich ausschließlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge.

 

Unterstützen Sie uns bitte,

damit wir den türkischen Straßentieren helfen können!

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Kastrationsaktion im November 2016

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,

begleitend zu der Hilfe für die Straßentiere Eceabat, Enez und in Ipsala, die wir durchführen, WOLLTEN wir auch die nächste Kastrationsaktion in der Türkei machen. Leider ist das wegen des derzeitigen Ausnahmezustandes in der Türkei (bis Mitte Januar) und der aktuellen politischen Lage in diesem Jahr nicht mehr möglich.

Zur Erläuterung: Wir kastrieren im Rahmen einer Kastrationsaktion vor Ort und das in Orten, in denen wir auf keinen niedergelassenen Tierarzt für Kleintiere in der näheren Umgebung zurückgreifen können. Deswegen bringen wir alle nötigen Operationsgeräte und Materialien mit unserem privaten VW Bus an die Stelle des Geschehens. Wir bauen also jedes Mal eine Art mobile Tierklinik auf. Und dieses Vorgehen bedarf der Zustimmung der Behörden. Wenn wir diese nicht bekommen – dürfen wir nicht tätig werden um das Leid der Straßentiere zu reduzieren.

Kastrationen über einen fachlich sehr versierten niedergelassenen Tierarzt ist nahezu immer wesentlich kostenintensiver und für unsere finanziellen Verhältnisse in diesem Umfang auch nicht möglich. Zudem braucht man auch in diesem Fall einen Bereich oder Gelände für die Nachsorge bzw. Rekonvaleszenz.

Da wir aber auch in diesem Jahr noch das unheimliche Leid von Straßentieren, insbesondere das qualvolle Sterben von 90 % der frischgeborenen Welpen und Katzenkindern, durch Kastrationen vermindern wollen, haben wir uns entschlossen, Hilferufen aus Nordgriechenland nachzukommen und dort zu kastrieren.
Es handelt sich auch in diesen Fällen um Orte, Veroia und Tymavos, die eine hohe Zahl von unkastrierten und unterernährten Straßentieren aufweisen, denen einheimische Tierschützerinnen und Stadtverwaltungen gerne helfen wollen, aber aufgrund der Einkommen- und Infrastruktur nicht das Geld für die Hilfe für Straßentiere aufbringen können.

Wir helfen den Tieren umfassend, denn sie werden im Rahmen der Kastrationen auch medizinisch untersucht und behandelt.

Bitte habt ein Herz für diese Lebewesen und helft uns, diesen Tieren zu helfen, denen sonst nicht geholfen werden kann. Gebt uns eine kleine Spende für das wohl dieser Tiere! Jeder Euro kommt Ihnen unmittelbar zugute.

TierInsel – Umut Evi e.V.
VR-Bank Mittelhessen e.G.
IBAN DE 30513900000079993107

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