Allgemein über die Straßenhund-Situation in Rumänien

 

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Woher kommen Rumäniens Straßenhunde?

– Ein kleiner Ausflug in die Geschichte –

1965-1989 Der Kommunismus und seine Spuren

 

Auch wenn Rumänien mittlerweile Mitglied der EU ist, handelt es sich um ein Land, das viele Jahre durch den Kommunismus geprägt wurde. Am 21.08.1965 wurde die Sozialistische Republik Rumänien ausgerufen. Unter der Führung von Nicolae Ceaușescu gelangte somit die „Rumänische Kommunistische Partei“ an die Macht. Ceausescu veranlasste radikale Maßnahmen, die das Leben der rumänischen Bevölkerung einschneidend veränderten. Neben einem Abtreibungsverbot zur Steigerung der Bevölkerungszahl wurde die Landbevölkerung in die Städte zwangsumgesiedelt. Finanziert durch ausländische Kredite, sollte hierdurch das Land zwangsindustrialisiert werden. Menschen, die ihr ganzes Leben in der Landwirtschaft verbracht haben, mussten in hastig hochgezogene Plattenbauten ziehen. Brutal wurde ihnen jeder Besitz und jegliche Selbstbestimmung genommen. Tiere waren fortan in den meisten Wohnungen komplett verboten. Die erste große Aussetzungswelle folgte. Tausende Haus- und Hoftiere mussten ihrem Schicksal überlassen werden. Viele starben, die Überlebenden pflanzten sich ungehindert fort. Trotz kurzfristig ansteigender Produktivitätszahlen führten diese grausamen Maßnahmen nie zum Erfolg, sondern stürzten das Land in den späten 70ern in eine Versorgungskrise. Durch mangelnde Bonität und den Komplettzusammenbruch der Wirtschaft musste das Land schließlich selbst Grundversorgungsgüter exportieren. Geld für Import fehlte, ein ganzes Volk hungerte. Erst 1989 kam es zur Revolution und Ceausescu wurde zum Tode verurteilt. Eine lange Zeit, in der weder Menschen noch Tiere Rechte besaßen, hat ihre Spuren hinterlassen. Im Schatten der enormen wirtschaftlichen und sozialen Probleme, die es zu bewältigen galt, wuchs die Zahl der Straßenhunde explosionsartig, ohne dass jemand große Notiz davon nahm.

 

1989 –2013 Revolution und Ignoranz

 

Heute ist das Straßenhundeproblem ausgeufert, die Zahlen sind explodiert. Von den Behörden ignoriert, zentralisierten sich in den letzten Jahren Wut, Trauer, Armut und Hass einiger Rumänen auf die Straßenhunde. Im September 2013 fachte ein Vorfall die Wut vieler Rumänen auf ihre Straßenhunde katastrophal an – ein kleiner Junge in Bukarest, so hieß es, starb nach einer Attacke von Straßenhunden. Als Reaktion auf dieses Unglück wurde in Rumänien flugs ein Gesetz erlassen, das es erlaubte, Straßenhunde einzufangen und nach 14-tägiger Frist zu töten. Heute ist klar, dass dieser Junge gar nicht durch Straßenhunde starb, sondern Opfer von Wachhunden wurde. Es wird sogar spekuliert, ob Ionut, so hieß der Junge, nicht schon tot war, als die Wachhunde über ihn herfielen. Die Meldung, dass nicht die Straßenhunde die Schuldigen sind, wurde jedoch lange verheimlicht. Zu lange für tausende Hunde, die von der ASPA (Behörde für die Aufsicht und den Schutz der Tiere) gejagt, gefangen und teilweise auf schrecklichste Weise getötet wurden. Hunderte Videos von brutalen Hetzjagden auf wehrlose Streunerhunde überfluteten Facebook, Twitter und YouTube. Obwohl die Massentötung von Straßenhunden mittlerweile wieder verboten wurde, kündigte ASPA Chef Bãncescu an, dass es genug Schlupfwinkel im Gesetz gebe, um mit dem Töten ungehindert fortzufahren. Doch egal wie viele Hunde getötet werden, es rücken stetig neue Hunde nach. Leider bietet das Fangen und Töten von Straßenhunden Menschen ohne Gewissen, Moral und Hemmungen ein lukratives Geschäft. Laut Aussage der WHO (Weltgesundheitsorganisation) ist das Problem der Straßenhunde-Überpopulation nicht dadurch zu lösen, die Hunde zu töten oder wegzusperren. Dass diese Maßnahmen völlig sinnlos sind, hat sich auf der ganzen Welt erwiesen. Ist ein Hunderudel „entfernt“, rücken sofort andere Hunde in das frei gewordene Revier, ihre ökologische Nische, nach. Die einzige Möglichkeit, der Lage Herr zu werden, besteht darin, großangelegte Kastrationsprojekte durchzuführen und das Problem direkt an der Wurzel zu packen.

 

Heute – Zukunft? Kastration von Haus- und Hofhunden

 

Auch heute noch lebt ein Großteil der rumänischen Bevölkerung  in absoluter Armut. Viele tierliebe Rumänen halten Haus- und Hofhunde. Fast alle sind unkastriert und werden laufend von anderen freilaufenden Haus- und Hofhunden oder Streunern gedeckt. Die jährlich entstehenden Welpen werden, sofern sie nicht sofort getötet werden, ausgesetzt und bilden so die neue Generation Straßenhunde. Unser Schaubild zeigt, wie schnell aus einem Hundepaar mehrere tausend Hunde entstehen.

Hinzu kommt die Tatsache, dass ein männlicher Straßenhund in den seltensten Fällen älter als zwei Jahre wird. Diese zwei Jahre sind geprägt von Leid und Qual. Sie werden überfahren, vergiftet, erschlagen, verbrannt, verhungern oder erkranken. Eine endlose Schleife stetigen Leids. Seit 2015 hat sich die Lage für rumänische Tierfreunde nun zusätzlich erschwert. Seit dem 01.01.2015 müssen alle Hunde in Privatbesitz kastriert, gechipt und gegen Tollwut geimpft sein. Ausnahmen bestehen nur für ausgewiesene Rassehunde. Die Kosten einer Kastration sind für einen durchschnittlichen rumänischen Haushalt jedoch unerschwinglich. Trotzdem drohen hohe Strafen bei Nichteinhaltung. Wieder werden die Rumänen bestraft, die ihre Hunde lieben. Wir möchten genau diesen Menschen helfen.

Die positive Resonanz zeigt uns, sehr viele Rumänen wissen genau, dass die Kastration ihrer Tiere der einzige Weg ist, um tausendfaches Tierleid langfristig, konsequent und human zu beenden. Diese Menschen können es sich einfach nicht leisten und brauchen Hilfe. Wir können die traurige und brutale Geschichte der Straßenhunde Rumäniens nicht ungeschehen machen, aber wir können gemeinsam eine neue Zukunft schreiben. Rumänische und Deutsche Tierschützer Schulter an Schulter – Hand in Hand.


Straßenhunde in Rumänien – Sie sind Ceausescus Erbe 😓

Etwas zur Geschichte der Straßenhunde:
Vor mehr als 30 Jahren wurden zahlreiche Wohnblöcke in den Städten Rumäniens errichtet und die jüngeren flüchteten regelrecht vom Land in die Stadt.
In diesen Plattenbauwohnungen war jedoch kein Platz mehr für die Tiere. Viele hatten vorher in Häusern mit Gärten gewohnt, wo sie ihre Hunde und Katzen hielten. Die Tiere wurden nun ausgesetzt und vermehrten sich unkontrolliert. Die meisten Menschen in Rumänien sind den Straßenhunden freundlich gesonnen, ihnen fehlen jedoch das Geld, die Möglichkeit und das Wissen, sich verantwortungsbewusst um „ihre“ Tiere zu kümmern. Viele Hunde leben im Freien oder werden an Ketten gehalten – kaum einer ist kastriert. Fast ein viertel Jahrhundert nach der Hinrichtung des Diktators kämpft Rumänien folglich mit seinem Erbe. Allein in der Hauptstadt ist die Rede von rund 65.000 Straßenhunden, in ganz Rumänien sollen es um die 6 Millionen sein. Immer wieder werden Rudel verwilderter Straßenhunde zu Schlagzeilen, werden Bissattacken medial aufgebauscht, werden falsche Statistiken und Berichte zu Beißvorfällen veröffentlicht. Dabei werden in Deutschland, gemessen am Bevölkerungsvolumen, statistisch gesehen nicht weniger Menschen von Hunden gebissen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass es in Deutschland keine gefährlichen Straßenhunderudel gibt und ausgesetzte Tiere in den Tierheimen gut untergebracht sind. Das Aussetzen der Hunde hingegen können die Tierheime bestätigen findet hier genauso statt.

In den vergangenen 15 Jahren wurden in Rumänien entgegen bestehender Tierschutzgesetze Hunderttausende von Straßenhunden in „Säuberungsaktionen“ auf teils unglaublich brutale Art und Weise getötet. Die, die nicht sofort sterben mussten oder besser gesagt durften, wurden von Hundefängern brutal gefangen und in heruntergekommenen, meist öffentlich finanzierten Sheltern – kurzum: Tötungsstationen – unter katastrophalen Bedingungen ohne Wasser und Futter eingesperrt. Hier werden sie in den meisten Fällen nach einer kurzen Aufbewahrungsfrist getötet. Offiziell werden sie „euthanasiert“, die Realität sieht jedoch meist anders aus: Viele verhungerten und verdursteten, nicht wenige starben durch die Giftspritzen, wurden erhängt, erschlagen oder gar lebendig verbrannt. In vielen Tötungsstationen wird das Tötungsgift T61 verwendet jedoch ohne Vollnarkose. Die Hunde sterben grauenvoll unter starken Schmerzen nach einem langen und qualvollen Todeskampf. Diese Säuberungsmethoden brachten jedoch nicht den erzielten Effekt: Die Straßen blieben voll von Streunern.

Rumänien hatte bis 2001 kein Tierschutzgesetz und schon gar keine Regelung in Bezug auf die Streunerproblematik. Ab 2001 gab es nun Veränderungen zum Positiven, dennoch galt bis Ende 2007 das Tötungsgesetz, nach welchem Hunde eingefangen und nach zwei Wochen in Gewahrsam getötet werden durften. Das Gesetz entsprach nicht den Regelungen zum Schutz von Tieren der Europäischen Union und musste somit mit der Aufnahme in diese weichen. 2008 wurde das Töten von gesunden Tieren verboten und Tierquälerei unter Strafe gestellt. Bereits im Jahr zuvor waren erste nachhaltige und erfolgsversprechende Konzepte in Bezug auf die Straßenhunde im Parlament erarbeitet worden, eine Abstimmung wurde jedoch bis 2010 blockiert. Zu groß war mittlerweile das „Geschäft“ mit den Hunden und ihrem Töten..

Das Problem:
Laut Meinungsumfragen sprachen sich fast drei Viertel der Rumänen gegen Euthanasie und für Kastration als beste Lösung aus. Beharrliche Proteste rumänischer wie ausländischer Tierschützer führten letztlich zu einer abermaligen Korrektur des Streuner-Gesetzes, das nun nur die Tötung kranker und aggressiver Straßenhunde erlauben sollte.

Im Mai 2011 wurden über Nacht fast alle der rund 220 Hunde im Public Shelter Botosani brutal getötet. Kleine, große, freundliche und scheue Hunde – es gab hier keinen Unterschied. Nur eine Handvoll Hunde konnte in letzter Minute am nächsten Morgen gerettet werden bzw. Sind diesem Massaker entkommen.

September 2013:
Rumänien nach dem Beißvorfall– Mafiöse Strukturen. Am 2. September 2013 werden der vierjährige Ionut Anghel und sein sechsjähriger Bruder beim Spielen von einer Gruppe Hunde angefallen, Ionut stirbt an den Verletzungen. Die Politik sieht ihre Chance und die Presse spielt ihr in die Hände: Die Straßenhunde werden für die tödliche Attacke verantwortlich gemacht. Nachprüfungen und Recherchen von Tierschützern und Tierrechtlern machen jedoch schnell deutlich: Die beiden Brüder wurden von Wachhunden auf einem Firmengelände angefallen und nicht wie behauptet von Straßenhunden.
Trotzdem: Der Sündenbock ist gefunden, die Medien schüren Panik, die Menschen sind aufgebracht, das rumänische Parlament erlässt erneut das „Tötungsgesetz“.
Ende 2013 wurde nach diesem tödlichen Beißvorfall, der bewusst und fälschlicherweise Straßenhunden in die Schuhe geschoben wurde, in Rumänien per Eilverfahren ein Gesetz durchgedrückt, dass es wieder erlaubte, Straßenhunde einzufangen und in Tötungsstationen unterzubringen und anschliessend zu töten. Zum Zeitpunkt der Verkündung das es sich nicht um Strassenhunde handelte, ist die ASPA in den privaten Shelter von 4 Pfoten eingedrungen und hat gewaltsam die Hunde mitgenommen. Es war ein klares Ablenkungsmanöver und die Aufklärung über den Fall Ionut ist regelrecht im Sande versunken. Überall in Rumänien wurde der Bestand an Hundefängern massiv aufgestockt. Anfang des Jahres 2014 ist die Jagd in Rumänien eröffnet, selbst kastrierte und markierte Hunde werden gefangen und getötet. Unter dem Vorwand der Sicherheit der Bevölkerung werden Hunde brutal eingefangen und teilweise sogar ihren Besitzern entrissen, um allein für das Einfangen eine Kopfgeldprämie pro Hund zu erhalten – bei einem rumänischen Durchschnittsgehalt von rund 300 Euro ein lukratives Geschäft bei der Anzahl der Hunde auf den Straßen. Mehrere zehntausend Straßenhunde mussten bereits ihr Leben brutal lassen. Es werden vorrangig die lieben und ungefährlichen Streuner gefangen und die „Problemhunde“ ganz bewusst auf der Straße gelassen, um weiterhin Panik zu schüren und eine Rechtfertigung für das eigene Handeln zu haben.
Seit Ende Juni 2014 dürfen die Hunde zwar nicht mehr offiziell getötet werden, in vielen Sheltern geschieht dies jedoch weiterhin. In anderen werden die Hunde meist einfach ihrem Schicksal überlassen – unter mangelnder Versorgung und hygienisch katastrophalen Bedingungen vegetieren sie bis zu ihrem Tod in den Zwingern dahin. Das Personal ist meist unterbezahlt, schlecht ausgebildet und äußerst brutal.


Spätestens seit 2013 ist privater Tierschutz in Rumänien unerlässlich. Seit diesem Jahr werden herrenlose Hunde von Hundefängern eingefangen und in städtischen Tierheimen meist nach einer Frist von 14 Tagen getötet. Tierschützer versuchen daher, so viele Hunde wie möglich vor den Hundefängern von der Straße zu holen.

Als 2013 ein vierjähriger Junge in Rumänien von Hunden angefallen und totgebissen wurde, verabschiedete die rumänische Regierung noch im selben Jahr ein Gesetz: Es schreibt das Einfangen herrenloser Hunde und das Verwahren in städtischen Tierheimen vor. Wenn sich nach Ablauf von 14 Tagen kein Besitzer findet, dürfen die Tiere dort getötet werden. Anstatt Straßenhunde nur einzufangen, um sie zu kastrieren und anschließend an ihrem Fundort wieder auszusetzen, müssen die Tiere jetzt also ganz von den Straßen geholt und anderswo untergebracht werden. Aber wo? In privat geführten Tierheimen zum Beispiel, die aber oft angesichts der vielen Tiere an die Grenzen ihrer Möglichkeiten stoßen.

Private Retter

Nach der Verabschiedung des Gesetzes gab es EU-weite Proteste. Viele Tierschützer aus dem Ausland kritisierten das Vorgehen der rumänischen Regierung und prangerten die Leitungen der städtischen Tierheime und Hundefänger öffentlich an. Viele Privatleute fühlten sich dazu aufgefordert zu helfen – mit Geld, Sachspenden oder aktiver Mithilfe im Land selbst.

Tierschützer aus Deutschland, der Schweiz und vielen anderen Ländern der EU unterstützen seitdem ihre rumänischen Mitstreiter. Sie starten Spendenaufrufe, finanzieren Kastrationsaktionen, helfen bei Vermittlungen ins Ausland und bei der Versorgung der Hunde. Oftmals nutzen sie ihren gesamten Jahresurlaub, um nach Rumänien zu fahren und dort zu helfen.
Tierschutz und Politik

Den Tierschützern ist klar: Ohne ein Einlenken der Politik wird es auf Dauer keine Lösung für die Straßenhundeproblematik in Rumänien geben. Deshalb suchen sie immer wieder den Dialog mit der Regierung und den Bürgermeistern. In der rumänischen Hauptstadt Bukarest führte das bisher aber nicht zum Erfolg. Dort gibt es weiterhin städtische Tierheime, die das Tötungsgesetz anwenden. Aber in den ländlichen Gegenden lassen die Bürgermeister oftmals mit sich reden. Das liegt vor allem daran, dass es hier in der Regel nicht so viele Straßenhunde wie in der Hauptstadt gibt und die Bürgermeister froh sind, wenn sich die Tierschützer um die herrenlosen Tiere kümmern, sie auf eigene Kosten kastrieren und unterbringen und so dafür sorgen, dass es noch weniger Straßenhunde gibt.

Viele Städte – besonders im Norden des Landes – arbeiten mit privaten Tierschutzvereinen zusammen und wollen ein Vorbild für weitere Gemeinden in Rumänien sein. Bleibt zu hoffen, dass diese Vorbilder schnell Schule machen und die rumänische Regierung versteht, dass das Töten der Straßenhunde das Problem nicht nachhaltig lösen wird.

Video:

Ehrenamtliche Tierschützer retten Leben – WDR Fernsehen


 

hier nochmal zur Klärung:

Die Zuständigkeiten der EU ermöglichen der Kommission nicht, Programme zur Bekämpfung streunender Hunde zu finanzieren.

Antwort auf eine schriftliche Anfrage – Finanzierung von Tierschutz in Rumänien – E-012022/2013

Parlamentarische Anfragen 10. Dezember 2013

Die Kommission möchte die Frau Abgeordnete auf die Antworten zu den schriftlichen Anfragen E‐006543/2011, E-007161/2011, E-002062/2012 und E-005276/2013(1) verweisen, die sich mit der Problematik streunender Hunde und der Kontrolle des Hundebestands beschäftigen.

FRAGE: „GELD AUS BRÜSSEL ALS KOPFGELD FÜR STRASSENHUNDE?“

ANTWORT „JAIN“

(aus aktuellem Anlass noch einmal geteilt)

Die Informationen in diesem Artikel von Anfang Februar 2016 belegen:

– Es werden Europäische Mittel zur Arbeitsplatzschaffung abgerufen.

– Diese Mittel werden verwendet, ein Tierheim zu betreiben, in dem, gesetzeskonform/Tötungsgesetz, nach 14 Tagen getötet werden kann.

– Es wird ein Kopfgeld von 10 Lei (ca 2,23 €) an jeden bezahlt, der einen Hund in dieses Tierheim bringt.

Es ist also zwar nicht so, dass DIREKT, Europäische Gelder zu Kopfgeldern für Rumänische Hunde werden. ABER die Infrastruktur, die dieses Vorgehen erst ermöglichte, wäre OHNE Europäische Gelder nicht errichtet worden.



 

 
Bürger und Bürgermeister wollen sie weghaben, Hundefänger holen sie weg, wollen sie aber nicht wirklich weghaben. Geschäfte machen mit ihnen kann…www.bmt-tierschutz.de

Beitrag aus Brisant v. 14.7.16

Dieser Text ist ein Auszug aus unserer aktuellen Veröffentlichung, dem Report #25. Das gesamte Heft kan nhier geladen werden: Link zum ReportEin langer Arbeitstag liegt hinter mir und es fällt mir schwer die Gedanken zu ordnen, die durch meinen Kopf schwirren. Vor wenigen Minuten starb ein Hund in m…www.tieraerztepool.de

Strassenhunde Bukarests – von den 70er Jahren bis 2015 Quelle: StirileTV, Răzvan Tiniche, Begleittext übersetzt von Eckhard Kretschmer Anmerkung: MapOfHope teilt nicht die Sicht der erwähnten Behörden oder die des Produzenten dieses…

Der vielleicht wichtigste Film zum „Gesetz Ionut“ Maybe the most important movie about the „Ionut Law“ Was ist wirklich passiert? What did really happen? Welches Kind wurde gefunden und beerdigt? W…mapofhope.de

Nach dem Richterspruch kommentierte die Produzentin, Frau @Claudia Claudia Buthenhoff-Duffy (ETHIA) im Mai 2016 auf Facebook:
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„…Es waren freundliche, dicke, friedliche Tiere, die garantiert nicht 2 Stunden, bevor die Medien und sonstige Meute auf dem Hof eingefallen ist, ein Kind getötet hatten. …“
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Ich möchte mich dazu jetzt auch mal äußern.

1. Die Hunde waren keine Wachhunde, sondern freundliche, friedliche, fett gefütterte ehemalige Strays, die schon seit Jahren auf dem komplett eingezäunten Gelände lebten. Sie wedelten jeden freundlich an, der tagsüber auf den Hof kam – ich habe eine Nachbarin gefragt. Sie wedelten sogar noch, als Fernsehteams, die Polizei, die Staatsanwaltschaft und die ASPA mittags auf den Hof kam.

2. Blutige Handschuhe und sonstiger Müll von der Gerichtsmedizin zurückgelassen wurden ca. 800 Meter entfernt und unterhalb von dem eingezäunten Gelände, das Constantin Ciorascu gehört, gefunden. Im Gebüsch, direkt neben dem Hintereingang des Clubs am See, der höchst dubios ist und von dem einem jeder erzählt, dass dort alles mögliche abgeht.

3. Es wurden keine Kreuz-DNA-Tests gemacht. Zumindest wurde dies nie bestätigt. Blut an eine Hundeschnauze kann man locker dranschmieren. Welches bzw. wessen Blut auch immer

4. Ein Vierjähriger kann unmöglich die Distanz zwischen Park, Brache bis zu dem Gelände zurück gelegt haben. Jeder, der Kinder hat oder kennt, weiß das. Nicht nur die Distanz, auch die Geländebeschaffenheit war absurd. Meterhohes Gestrüpp, steile Abhänge. Geröll. Müll. Ein Vierjähriger, der wegläuft, wäre umgedreht oder hätte sich heulend hingesetzt.

5. In dem Gebiet wurden Hundekämpfe abgehalten. Jeder wusste das. Die Leiche eines Pit oder Staffies wurde kurz danach aus dem See gefischt.

6. Ciorascu, Mayor Oprescu und die Familie Anghel hatten jahrelange Prozesse gegeneinander geführt – vorher. Vater Anghel und sein Bruder hatten lukrative Business-contracts mit dem Bürgermeister davor gehabt – Videanu. Als Oprescu gewählt war, hat er die kurzerhand aufgelöst und seinen eigenen Leuten zugeschanzt. Das schafft Ärger. Ciorascu war ein Investor, dem gehört dort jedes zweite neue Apartmenthaus. Die Brache zwischen Park (wo die Jungs ‚verschwunden‘ waren) und eingezäuntem Gelände ist Millionen wert. Ein Filetstück direkt am See. Sector 2 hat jahrelang nichts damit gemacht – aber irgendwer wollte es haben. Sector 2 muss jetzt zahlen.

7. Oprescu war der vielversprechendste Kandidat für die Präsidentschaftswahlen 2014. Klaus Iohannis war da noch nicht im Gespräch.

8. Nach dem 2.September konnte Oprescu seine Kandidatur vergessen.

9. Etwas musste passieren, um die Proteste gegen Rosia Montana Goldmine zu stoppen. Es gab einige Tage davor Warnungen, dass etwas im Zusammenhang mit den strays passieren würde.

10. Die beiden Kinder sind in die entgegengesetzte Richtung im Park gerannt. CCTV-Aufnahmen belegen das. usw. usw usw. Man kann alles konstruieren. Kinder, tot oder lebendig, kann man kaufen – wenn man will. Die Ereignisse des 2.September dienten dazu, verschiedene Interessen zu bedienen.

Aber bitte hört auf, diese Hunde als Wachhunde zu bezeichnen. Es waren freundliche, dicke, friedliche Tiere, die garantiert nicht 2 Stunden, bevor die Medien und sonstige Meute auf dem Hof eingefallen ist, ein Kind getötet hatten. Und ja, in einem Land, in dem eine Tote sogar als Chefin einer lokalen Wahlkommission eingesetzt wird – in einem solchen Land, wer glaubt da bitte noch an Untersuchungsergebnisse? Es ging hier nur um’s Geld, um die nach dem 2.9.13 endlich legale Kohle (vorher musste man etwas mehr tricksen), die in den Stadtverwaltungen mit dem ‚Hundemanagement‘ verdient und unter allen Beteiligten aufgeteilt werden konnte – und 2.4 Millionen sind ja auch nicht von Pappe. Diese Infos habe ich vor Ort gesammelt, in vielen Gesprächen mit Insidern, Journalisten, Anwohnern – und ich bin das gesamte Gelände abgelaufen.


STRASSENHUNDE IN RUMÄNIEN – EIN LUKRATIVES PROBLEM inklusive ausführlicher Erläuterung anhand von Schaubildern, warum catch/kill nicht funktionieren kann, und warum Kastrations-Initiativen die einz…mapofhope.de

C. Arsene: Aktuelle Hundemanagementpraxis

Video Presentation  / jetzt verfügbar

Carmen Arsene, Präsidentin der Nationalen Vereinigung für Tierschutz (FNPA) Rumäniens gab eine Präsentation zur Situation in Rumänien. “Aktuelle Hundemangementpraxis in Rumänien. Zu einer nachhaltigen und menschlichen Lösung?” im Europäischen Parlament, vor der Intergroup on the Welfare and Conservation of Animals, in Strassburg am 08.10.2015. Powerpointpräsentation hier.


Eureporter: Janusz Wojciechowsk, Sie sind der Präsident der European Parliament’s Intergroup of Animal Welfare. Sie kommen gerade aus einer Sitzung zum Thema Töten – des brutalen Tötens – der Hunde in Rumänien. Sie sind selbst dort gewesen. Können Sie uns erklären, was Siew fühlen, wenn Sie alle diese Beweise/Berichte hören, was vorgeht, und nichts passiert?

Janusz Wojciechowski (MEP): J. Die Situation in Rumänien was die Strassenhunde angeht ist eine lange Geschichte. Und unglücklicherweise ist die Situation inzwischen sehr dramatisch. Es gibt ungefähr 6 Millionen Hunde in Rumänien. Nur 20% von ihnen sind geimpft. Das ist eine gefährliche Situation. Nicht nur für den Tierschutz, für die Behandlung von Tieren. Aber es ist eine gefährliche Situation für die öffentliche Gesundheit. Ich denke, dass die Rumänische Regierung, die Rumänischen Behörden sehr schlecht agieren was dies betrifft.

  • Das brutale Töten von Strassenhunden.
  • Die Privaten Firmen, die das tun, und für die das ein Geschäft ist.

Das ist keine Lösung für die Population der Strassenhunde. Jetzt haben wir den nächsten Schritt zu gehen auf unserem Weg, weil unglücklicherweise unsere Interventionen an die Rumänischen Behörden und die Europäische Kommission nicht effektiv waren.

Eureporter: Was also haben Sie vor?

Janusz Wojciechowski (MEP): Jetzt müssen wir die aktuelle Situation als Gefahr für die öffentliche Gesundheit präsentieren. Das sollte im Verantwortlichkeitsbereich der Europäischen Kommission liegen. Denn bisher bekamen wir die Antwort, dass das nicht Teil der Europäischen Gesetzgebung sei, nicht Teil der Europäischen Kompetenz, dass es ausschliesslich in der Verantwortung des jeweiligen Staates liege. Öffentliche Gesundheit ist EU-Kompetenz. Und wir werden intervenieren. Wir werden Druck auf die Europäische Kommission ausüben, eine besondere Delegation zu senden. Meiner Meinung nach ist das notwendig. Die Europäische Kommssion sollte eine Sonderdelegation schicken, die die Situation in Rumänien als Problem für die öffentliche Gesundheit behandelt. Denn es ist ein ernstes problem. Millionen ungeimpfter Hunde sind eine grosse Gefahr für die öffentliche Gesundheit. Nicht nur in Rumänien, da Tollwut sich auf andere Länder ausweiten könnte.

Eureporter: Sie erwähnte, dass das alles ein Geschäft sei. Die Leute, die die Hunde töten werden sehr gut bezahlt. Es wird gesagt, bis zu 250 € erhalten sie pro getöteten Hund. Und das Durchschnittseinkommen in Rumänien ist 300 € monatlich.
Janusz Wojciechowski (MEP): Ich verfüge über Informationen, dass es manchmal sogar fast 500 € für einen getöteten Hund sind. Es ist ein absolut korruptes Geschäft. Darüber gibt es keine Zweifel.

Eureporter: Ich wurde sehr oft vor die Frage gestellt: “Warum zahlt die EU für so etwas Geld an Rumänien?”

Janusz Wojciechowski (MEP): Das Geld wird ja nicht direkt für Strassenhunde bezahlt. Rumänien hat Geld für den Kampf gegen die Tollwut erhalten. Aber: Ich habe die Europäische Kommission gefragt bezüglich von Geld, das für Tierheime sowie den Schutz der Strassenhunde ausgegeben wird. Die Antwort war, dass kein Geld dafür verwendet wird. Unsere Richtung sollte sein, dass die Europäische Kommission eine Möglichkeit finden muss, die Verringerung der Strassenhunde in Rumänien auf eine humane Weise zu finanzieren. Sterilisationen, Kastrationen und Adoptionen. Und das unter der Überschrift “Öffentliche Gesundheit”. Die Strassenhundepopulation zu reduzieren, auf humane Art und Weise, unter Berücksichtigung Öffentlicher Gesundheit. Es ist die Pflicht der Europäischen Union, eine Pflicht der Europäischen Kommission. Ich rufe alle meine Kollegen vom Europäischen Parlament dazu auf, Druck auf die Kommission in dieser Sache auszuüben.

Eureporter:  Sie haben zu Beginn des Interviews gesagt, dass dies alles schon sehr lange andauert. Sie haben selbst gesehen, was dort passiert. Sie waren selber vor Ort. Nichts ist geschehen, seit Sie vor einem Jahr das letzte mal dor twaren. Warum ist es der EU nicht möglich, Druck in dieser Sache aufzubauen? Zum Beispiel, offiziell zu sagen “Besuchen Sie Rumänien nicht als Tourismus-Gegend?”

Janusz Wojciechowski (MEP): Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, der moralische Druck auf die Rumänischen Behörden würde ausreichen, wäre effektiv. Unglücklicherweise war das nicht der Fall. Denn die Antwort der Rumänischen Behörden ist immer:”Es ist nicht wahr. Alles geschieht in Übereinstimmung mit dem Gesetz. Manchmal gibt es Verstösse wie überall. Aber im Grossen und Ganzen ist die Situation in Ordnung”. Das ist nicht wahr. Denn wir bekommen eine Menge Informationen. Die Situation ist dramatisch. Schrecklich. Das brutale Töten geht weiter. Moralischer Druck ist sehr wichtig. Zum Beispiel Druck auf die Tourismusorganisationen, weil, ich muss wiederholen was ich in meiner früheren Erklärung gesagt habe: Rumänien ist jetzt kein gutes Land um von Touristen besucht zu werden. Weil es oft dazu kommt, dass Menschen Zeugen von brutalen Tötungen auf den Strassen werden. Viele Kinder werden Zeuge dieser Situationen. Es ist eine Gefahr für die seelische Gesundheit der Menschen. Und der Druck ist absolut notwendig. Aber wer müssen rechtliche Aktionen seitens der Europäischen Kommission beginnen. Wir, als Parlamentsmitglieder werden in dieser Hinsicht Druck auf die Europäische Kommission ausüben.


All Bragadiru is a crime Daniel Tomescu hat es geschafft, eine Augenzeugin zu befragen, die über die geschlossene Welt des Bragadiru-Gefängnis-Tierheimes spricht, eine Welt voller Sadismus, Mordlus…mapofhope.de

ASPA Pressekonferenz heute: 30.000 Hunde alleine in Bukarest „euthanasiert“

Razvan Bancescu beschuldigt Tierschutzorganisationen, im grossen Rahmen Strassenhunde in Tierbordelle zu verschicken.

ASPA: 30.000 Hunde alleine in Bukarest „euthanasiert“

Schockierende Pressekonferenz der ASPA: Fotos mit tierpornografischem Inhalt als Beweismittel präsentiert
ASPA Bilanz 2015: Billige Show soll illegale Verwendung von Millionen öffentlicher Mittel verdecken DE/RO (SCROLL FOR ROMANIAN) 16/01/2015 Quelle: Vier Pfoten Aufgrund der äußerst schwere Vorwürfe..

AnimalsUnited hat ein neues Video hochgeladen: „Illegale Hundetötungen unter den Augen der EU“.

RECHERCHE HUNDETÖTUNGEN RUMÄNIEN: Illegale Hundetötungen unter den Augen der EU – Deutsche Tierschüzer kehren aus Rumänien zurück!

Aktivisten der Tierrechtsorganisation AnimalsUnited dokumentieren abermals illegale Aktivitäten rumänischer ‪#‎Hundefänger‬ in Bukarest und filmen unter Gefahr für Leib und Leben undercover in mehreren #‎Tötungsstationen‬. Sie fordern die Europäische Union auf, dringend gegen die mafiösen Hundetötungen vorzugehen und sich in Sachen Tierschutz nicht länger hinter ihren Mitgliedsstaaten zu verstecken.

Im vergangenen Juli berichteten internationale Medien über den Angriff städtischer Hundefängern auf zwei deutsche Staatsbürger und Aktivisten der Tierschutzorganisation ANIMALS UNITED in Bukarest, welche unter den Augen vermummter Sondereinsatzkräfte der lokalen Polizei in einen Hinterhalt gelockt und brutal attackiert worden waren, während sie sich ein Bild der dortigen Situation der Straßenhunde machen wollten. Mit eingeschlagener Autoscheibe, blutiger Lippe und weiteren Blessuren hatten sich die Tierschützer mit dem Auto retten können. Nun kehrten sie gemeinsam mit zwei englischen und einer österreichischen Aktivistin im Rahmen der Kampagne PROJECT ROMANIA über eine Woche nach Rumänien zurück, um ihre Solidarität mit den lokalen Tierschützern zu zeigen, direkt vor Ort zu protestieren und die illegalen Hundetötungen abermals zu dokumentieren. Höhepunkte des Protests vor Ort waren eine kreative Demonstration vor dem Nationaltheater in Bukarest sowie mehrfache Undercover-Aufnahmen in drei der berüchtigsten Shelter Bukarests. Sie trafen sich mit der Präsidentin der Nationalen Vereinigung für Tierschutz Rumänien (FNPA) und waren zu einem sechsstündigen Live-Interview im rumänischen Fernsehen geladen, um über die illegalen ‪#‎Hundetötungen‬ zu diskutieren und informieren.

Die rumänischen Hundefänger versuchen, ihre illegalen Einfangaktionen immer wieder mit den „gefährlichen Straßenhunderudeln“ zu rechtfertigen. In Wirklichkeit geht es jedoch um viel Geld. Um die Hundetötungen hat sich eine ganze „Industrie“ entwickelt, die von mafiösen Strukturen gekennzeichnet ist, städtisch gefördert und national wie auf europäischer Ebene geduldet. Es geht um Millionenbeträge. Vom Hundefänger über den Bauherren neuer Shelter zum Betreiber der Verbrennungsanlage verdienen Menschen mit dem Ableben der Hunde. Der „Rohstoff Hund“ ist ein erträgliches Geschäftsmodell. Die Hundefänger der städtischen Institution ASPA (Autoritatea pentru Supravegherea şi Protecţia Animalelor) versuchen daher auf Biegen und Brechen, irgendwie auch nur einen Hund zu fangen, egal ob dieser wirklich ein Straßenhund ist oder nicht.

Ende 2013 wurde nach einem tödlichen Beißvorfall, der bewusst fälschlicherweise Straßenhunden in die Schuhe geschoben wurde, in Rumänien per Eilverfahren ein Gesetz durchgedrückt, dass es abermals erlaubte, Straßenhunde einzufangen und in Tötungsstationen zu liquidieren. Gerade die Hauptstadt ‪#‎Bukarest‬ hat seither ihren Bestand an Hundefängern massiv aufgestockt. Seit Anfang des Jahres 2014 ist die Jagd eröffnet, selbst kastrierte und markierte Hunde werden getötet. Unter dem Vorwand der Sicherheit der Bevölkerung werden Hunde brutal eingefangen und teilweise sogar ihren Besitzern entrissen, um allein für das Einfangen eine Kopfgeldprämie von umgerechnet 50 Euro pro Hund zu erhalten – bei einem rumänischen Durchschnittsgehalt von rund 400 Euro ein lukratives Geschäft. Mehrere zehntausend ‪#‎Straßenhunde‬ mussten bereits ihr Leben lassen. Auch vor Privatgrundstücken und Tierkliniken wird bei der Jagd nicht Halt gemacht. Es werden vorrangig die lieben und ungefährlichen ‪#‎Streuner‬ gefangen und die „Problemhunde“ bewusst auf der Straße gelassen, um weiterhin Panik zu schüren und eine Rechtfertigung für das eigene Handeln zu haben. Die ‪#‎Hunde‬ dürfen zwar seit Ende Juni 2014 offiziell nicht mehr getötet werden, in vielen Sheltern geschieht dies jedoch weiterhin. In anderen werden die Hunde meist einfach ihrem Schicksal überlassen – unter mangelnder Versorgung und hygienisch katastrophalen Bedingungen vegetieren sie bis zu ihrem Tod in den Zwingern dahin. Das Personal ist meist unterbezahlt, schlecht ausgebildet und äußerst brutal.

Laut aktuellen Umfragen sprechen sich 67 Prozent der Rumänen gegen die Tötungen aus. Interessieren tut es diejenigen, die am Ableben der Hunde verdienen, jedoch nicht. Der Zutritt zu den städtischen Sheltern wird zunehmend verweigert, die eigentliche Intention dieser, Hunde zu vermitteln, ist kaum mehr gegeben. Die Voraussetzungen zur Adoption sind derart erschwerend gestaltet, dass kaum Hunde adoptiert werden. Exekution ersetzt Adoption.

Die Aktivisten von ANIMALS UNITED waren vor Ort, um ihre Aktionsgruppe in Bukarest zu unterstützen und Solidarität mit den Tierschützern vor Ort zu zeigen. Ihr Einsatz sollte ein Zeichen gegen die Straßenhundetötungen setzen und aufzeigen, dass europäische Tierschützer gemeinsam hinter der Forderung stehen, dass diese umgehend gestoppt und durch humanere und nachhaltigere Lösungen, wie Kastrationsprogramme, ersetzt werden müssen. Letzere bieten die einzig humane und nachhaltige Lösung, um auf lange Sicht die Population eindämmen zu können. Tötungsaktionen haben hingegen keinen erkennbaren Rückgang gebracht. Aufklärung und Bildung der Tierhalter vor Ort muss ergänzend stattfinden. So sollten Tierfreunde Tiere aus der Zucht meiden, sich für die Adoption eines Straßenhundes aus Tierheimen entschließen und diesen stets kastrieren lassen. Hierzu muss das derzeitige Adoptionsprozedere vereinfacht werden.

Die Europäische Union darf nicht tatenlos zusehen, wenn Menschenrechte (der Tierhalter und -schützer) mit Füßen getreten und Tiere derart behandelt werden. ‪#‎Rumänien‬, aber auch und vor allem die Europäische Union müssen endlich handeln und sich ihrer Verantwortung für das Wohl ihrer Bewohner bewusst werden – der menschlichen wie der nicht-menschlichen. Gewalt darf und kann nicht toleriert werden! Es ist allerhöchste Zeit, dass die ‪#‎EU‬ eingreift und die Hundetötungen stoppt! Die Welt muss sehen, was hier passiert! Wer Hunde derart behandelt, wird sich niemals der anderen Tiere annehmen und auch nicht der Menschen! Die rumänischen Behörden sind dringend gefordert, Kastrationsprojekte ins Leben zu rufen, die Bewohner aufzuklären, das Problem an der Wurzel zu packen und sich unverzüglich von Maßnahmen wie der jetzigen zu verabschieden, die nur zu Gewalt und Profitgier geführt haben.

 

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Das Video ist ein Mitschnitt des TV-Beitrags im Sat.1 Frühstücksfernsehen vom Montag, den 10. November 2014. Den Beitrag zu unserem Einsatz im Juli (inklusive brutaler Attacke auf uns) könnt ihr hier sehen:

 


Rumänien: Ionut Anghel (4) wurde nicht von Straßenhunden getötet

01.09.14 12:37
Rumänien: Ionut (4) nicht von Streunern getötet
Der kleine Ionut Anghel (4) wurde von einem Hunderudel zu Tode gebissen.

‚Vier Pfoten‘ veröffentlicht Bericht der Staatsanwaltschaft

Der qualvolle Tod des kleinen Ionut Anghel erschütterte im September 2013 Rumänien. Der Vierjährige war mit seiner Oma und seinem sechsjährigen Bruder Andrei in Bukarest unterwegs, als die beiden Kinder beim Verlassen eines Spielplatzes von einem Hunderudel angegriffen wurden. Ionut starb, sein Körper war mit hunderten Wunden übersät. Nach dem tragischen Unglück entfachte in dem Land eine Debatte über den Umgang mit Straßenhunden. Das rumänische Parlament beschloss in der Folge sogar die Tötung von tausenden streunenden Hunden. Jetzt zeigt ein offizielles Dokument, das die Tierschutzorganisation ‚Vier Pfoten‘ RTLaktuell.de zur Verfügung gestellt hat, was wirklich passiert ist.Demnach waren die Brüder kurz vor der Attacke „ungehindert“ in das neben dem Spielplatz liegende Privatgelände der Firma Tei Rezidential eingedrungen, wo das Hunderudel hauste. Laut Anklageschrift handelte es sich bei den Tieren allerdings nicht um herrenlose Hunde: „Ungeachtet dessen, dass ein Teil der Hunde, die auf dem Grundstück […] eingefangen wurden, seit 2009 im offiziellen Register des Veterinärzentrums […] erfasst sowie kastriert, mit einer Ohrmarke versehen und gechipt waren, waren diese Hunde seit September 2013 keine Streunerhunde.“ Sprich: Sie gehörten Tei Rezidential und bewachten dort das Firmengelände.

Allein 16.000 Straßenhunde in Bukarest getötet

Der Bericht kommt zudem zu dem Schluss, dass das Unternehmen „nicht die geeigneten Maßnahmen ergriffen hat, um den Angriff der Hunde auf Ionut durch Umzäunung des Areals zu verhindern“.

„Das arme Kind wurde gar nicht von Streunerhunden getötet, aber zehntausende Streunerhunde mussten mit dem Tod bezahlen, um eine unfähige Regierung, die die Situation nicht im Griff hat, von der Schuld reinzuwaschen“, klagt Gabriel Paun, Kampagnendirektor bei ‚Vier Pfoten‘ an.

Allein in Bukarest wurden laut Razvan Bancescu, dem Chef der Bukarester Tierschutz-Aufsichtsbehörde ASPA, bisher 16.000 Straßenhunde von der Stadt getötet, und 2.000 sind in öffentlichen Tierheimen untergebracht. Die Hälfte dieser Hunde sei jedoch nach der Aufhebung des Tötungsgesetzes und damit illegal getötet wurden, bestätigte Bancescu. Das Gesetz wurde am 20. Juni 2014 gerichtlich aufgehoben, nachdem ‚Vier Pfoten‘ rechtliche Schritte dagegen eingeleitet hatte. Die Tierschutzorganisation hatte einen schockierenden Bericht und Videoaufnahmen veröffentlicht, die illegale Aktivitäten in der Mehrzahl der rumänischen staatlichen Tierheime enthüllten.

Lies mehr über Rumänien: Ionut Anghel (4) wurde nicht von Straßenhunden getötet – RTL.de bei www.rtl.de

 

URTEIL im Fall von IONUT ANGHEL

-> Kein Wort von STRASSENhunden
-> Keine Bestrafung der fahrlässigen Grossmutter
-> Deren Familie ist jetzt Euro-Millionär
-> Hauptschuldiger soll Grundstücksverantwortlicher sein

JETZT SOLLTEN MAL ALLE GAS GEBEN DASS DAS GESETZ GEGEN STRASSENHUNDE VOM TISCH KOMMT! DIE WAREN ES NÄMLICH LAUT GERICHT NICHT!

3 Jahre auf Bewährung sowie 2,4 Millionen € Schadensersatz für den von Hunden getöteten Jungen

ionut

Die Richter des 2. Bezirks haben am Freitag das URTEIL im Fall von IONUT ANGHEL, dem im Park des 2. Bezirks der Hauptstadt VON HUNDEN GETÖTETEN Jungen ausgesprochen.
Demnach hat der Grundstückseigentümer drei Jahre auf Bewährung bekommen und die Familie wird eine Entschädigung von 2,4 Mill. € erhalten. Die Entschädigungen sind für jedes Familienmitglied. Jedes Elternteil erhält 600.000 €, der Bruder des Jungen 1,2 Mill €.
Die Öffentliche-Grundstücks-Verwaltung aus dem Bezirk 2 hat eine Geldstrafe von 300.000 Lei erhalten, ebenso die Fa. SC Tei Rezidential SRL.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

eltern

Der Anwalt der Familie Anghel, Virgilica Papuc, hat erklärt, das Urteil sei ein sehr gutes und sie werde mit der Familie besprechen, ob man Widerspruch einlege oder nicht.
“Es ist ein korrektes Urteil, zufriedenstellend im jetzigen Moment. Wir danken den Geschworenen, dass sie das gemacht haben, was gemacht werden musste. Wir werden mit den Eltern hinsichtlich eines Anfechtungsweges sprechen, wenn dies der Fall sein sollte. Es wurde ihnen Gerechtigkeit gemacht, dass ist das Wichtigste. Es ist ein positiver Urteilsspruch, welcher uns im Moment befriedigt. Wir wollen es rechtskräftig werden lassen” erklärte der Anwalt bei B1 TV.


Video (siehe auch unter Videos Rumänien):

Bericht:

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 http://www.watson.ch/!314874684 

Gejagt, geprügelt, getötet – das grausame Schicksal der rumänischen Strassenhunde

Vor einem Jahr wurde in Bukarest ein vierjähriger Junge von mehreren Hunden totgebissen – angeblich von Streunern. Das tragische Unglück diente dazu, die grausame Tötung von tausenden Strassenhunden zu rechtfertigen. Jetzt zeigt sich, dass es Wachhunde waren, die das Kind zerfleischt hatten.

Rumänien erlaubt Streuner-Massentötung
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